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Schwingexperte Burkhalter kritisiert lange Verzögerung vor dem Schwarzsee-Schlussgang

Fans und Schwinger warteten lange

Die lange Wartezeit vor dem Schlussgang bei der Schwarzsee-Schwinget sorgte bei sport.ch-Schwingexperte Stefan Burkhalter für Unverständnis. Zudem ordnet der ehemalige Eidgenosse die Leistungen von Michael Moser und der Innerschweizer Schwinger ein.

Bis der Schlussgang zwischen Adrian Walther und Daniel Tschumi stattfand, dauerte es fast eine halbe Stunde. Während die beiden Schwinger längst bereit waren, sprach der Stadionspeaker zum Publikum und bedankte sich bei mehreren Personen. Schwingexperte Stefan Burkhalter störte sich daran: "Was mich deutlich genervt hat, ist diese lange Verzögerung, bis der Schlussgang anfängt", sagt er.

Der Speaker verabschiedete sich und sagte dem Publikum nochmals, dass es genügend trinken und später gut nach Hause fahren soll. Was gut gemeint war, verzögerte den letzten Kampf noch einmal mehr.

"Das sind doch keine Schulbuben mehr", sagt Burkhalter über das Publikum. Gleichzeitig denkt er als ehemaliger Schwinger auch an seine damaligen Sportskollegen und Gegner, die in dieser Zeit ebenfalls in der Hitze warten mussten. Er findet: "Das wurde unnötig in die Länge gezogen."

Druck auf Michael Moser sei nicht zu gross gewesen

Beim Oberländischen Schwingfest gewann Michael Moser vor einer Woche noch deutlich. Beim zweiten Bergfest der Saison konnte er aber nicht nachdoppeln. Bereits im ersten Gang musste er sich Romain Collaud geschlagen geben.

Der Druck sei jedoch nicht zu gross gewesen, findet Stefan Burkhalter als mögliche Erklärung für diese Niederlage und fügt hinzu: "Moser kann gut mit dem Druck umgehen." Das habe man auch im Interview gesehen.

Burkhalter findet, dass Mosers Sieg beim Oberländischen keine Sensation gewesen sei. "Das ist Schwingen. Manchmal läuft es und manchmal eben nicht", so der Schwingexperte. Für einen Kranz reichte es dem Berner Schwinger beim Schwarzsee aber klar. Dennoch musste er dafür kämpfen. Gegen den Innerschweizer Samuel Schwyzer biss sich Moser die Zähne aus und kam nicht über einen Gestellten hinaus.

ISV wird eine zähe Saison haben

"Dass Schwyzer natürlich verteidigungsstark ist, das hat man gewusst", sagt Burkhalter, der einen Gestellten geahnt hat. Stellen sei keine Kunst. Er findet, dass Schwyzer für den Innerschweizer Schwingerverband grosse Arbeit leistet, was die Verteidigung angeht.

Der Gang zwischen dem Urner Lukas Bissig und dem späteren Schlussgangteilnehmer Daniel Tschumi ging an den Berner. "Bissig hat einmal gezogen und hat nicht viel gemacht, also absolut verdient für Tschumi", sagt er und fügt hinzu: "Es wird eine zähe Saison für den ISV."

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2026-06-21 20:20:00