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Letzte Woche musste er noch verletzt aufgeben, nun holt er seinen achten Kranzfestsieg

Anfang Woche kämpfte er mit Rückenschmerzen

Noch Anfang Woche war unklar, ob Adrian Walther überhaupt antreten kann – wenige Tage später jubelt der Berner über den Sieg am Schwarzsee-Schwinget. Im Schlussgang bezwingt er Daniel Tschumi nach nur rund 30 Sekunden und feiert seinen ersten Triumph am Schwarzsee.

Lange dauerte der Schlussgang zwischen Adrian Walther und Daniel Tschumi nicht. Nach sechs Sekunden musste sich Tschumi ein erstes Mal im Sägemehl retten. Kurz nachdem die beiden wieder griffen, folgte der nächste Angriff von Walther. Spätestens nach einer halben Minute war der Kampf zwischen den beiden Berner Schwingern schon vorbei. Tschumi lag im Sägemehl, und damit war der achte Kranzfestsieg von Walther Tatsache.

"Ich habe mir letztes Jahr zum Ziel gesetzt, ein grosses Fest zu gewinnen. Ich stand hier schon zweimal im Schlussgang und konnte noch nie gewinnen. Es ist unglaublich cool", sagt Walther gegenüber SRF.

Anfang der Woche war noch nicht einmal klar, ob der 24-Jährige überhaupt auf dem Platz erscheinen würde. Denn beim Oberländischen Schwingfest in Gstaad in der vergangenen Woche musste Walther aufgeben. Der Mittelländer Eidgenosse klagte nach seinem dritten Gang über Rückenbeschwerden und trat nach der Mittagspause nicht mehr an.

Die Semesterprüfungen musste er wegen Schmerzen absagen

Am Montag und Dienstag musste er zuerst noch die Semesterprüfungen absagen, weil er wegen der Rückenschmerzen nicht zu lange stehen und sitzen konnte. Ein paar Tage später stand er nicht nur wieder im Sägemehl, sondern gleich im Schlussgang. "Der Chiropraktiker und der Physio haben mich wieder zurechtgerichtet", sagt Walther gegenüber SRF.

Er schien nicht nur wieder fit zu sein, sondern war gleich in Topform. Adrian Walther zeigte einen perfekten Morgen und ging mit drei Siegen und damit der Maximalpunktzahl in die Mittagspause. Am Nachmittag musste er dann aber einen Dämpfer hinnehmen. Er stellte den Kampf mit Curdin Orlik und erhielt lediglich 8,75 Punkte. Im fünften Gang nahm er aber wieder Fahrt auf und qualifizierte sich mit der Maximalnote zehn für den Schlussgang.

Auch Daniel Tschumi zeigte einen starken Morgen. Mit zwei Siegen und einem Gestellten ging er mit einer guten Punktzahl in den Mittag. Am Nachmittag reihte er zwei Siege aneinander, unter anderem einen gegen den Urner Eidgenossen Lukas Bissig. Das Einteilungsbüro meinte es anschliessend gut mit ihm und teilte ihn für den Schlussgang ein. Der Berner Eidgenosse Matthias Aeschbacher hatte die gleiche Punktzahl und hätte bei einem allfälligen Schlussgang-Sieg von Tschumi ebenfalls profitiert.

Für ihn ist es der erste Bergkranz

Tschumi verlor zwar den letzten Kampf, dafür holte er nicht nur seinen ersten Bergkranz, sondern durfte auch im Schlussgang antreten. Dies erinnert an das letzte Bergfest auf dem Stoos, wo Elias Lüscher es in den Schlussgang schaffte und gegen sein grosses Vorbild Werner Schlegel kämpfen durfte.

Der 20-jährige Berner Schwinger konnte trotz Niederlage sein Glück noch nicht fassen. "Es ist cool, dass alles so aufgeht, das ist unglaublich", sagt er gegenüber SRF. Er habe viel für den ersten Bergkranz gemacht und lange darauf gewartet. Nun wurde er mit dem begehrten Eichenlaub belohnt.

Für Tschumi ist dies ein weiterer Höhepunkt in seiner erfolgreichen Saison. In dieser Saison gewann er bereits drei Regionalfeste – zweimal gegen einen Eidgenossen. "Er hat unglaublich geschwungen, und wir sind froh, dass er Berner ist. Er hat das zweite Sternchen verdient", lobt Walther.

Insgesamt wurden elf Kränze an diesem Bergschwingfest vergeben. Auch Martin Schönbächler durfte sich auf seinen ersten Bergkranz freuen. Auf dem Stoos verpasste der Innerschweizer diesen Kranz, nun konnte er ihn holen.

Adrian Walther Bernisch Kantonaler Schwingerverband Curdin Orlik Daniel Tschumi Schwingen Soraya Sägesser

2026-06-21 17:53:22