28 Kantonal- und Gaufeste, fünf Teilverbandsfeste, sechs Bergkranzfeste und das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest standen 2025 auf dem Programm. Wir wollen in diesem Artikel eine Übersicht über alle Festsieger geben und vor allem die mehrfachen Festsieger unter die Lupe nehmen.
Während es fünf dreifache Festsieger gibt, hat nur ein Schwinger in diesem Jahr genau zwei Feste für sich entscheiden können: Domenic Schneider. Am Appenzeller Kantonalschwingfest bezwang der Nordostschweizer im Schlussgang am Boden Martin Roth. Dadurch teilte sich Schneider am Ende den Festsieg mit dem Verbandskollegen Andy Signer, der unter den einfachen Festsiegern aufzufinden ist. Den anderen Festsieg holte sich der 31-Jährige ausserhalb seines Verbandsgebiets. Beim Baselstädtischen stand Schneider mit vier Siegen und zwei Gestellten am Ende an der Spitze des Klassements. Einen halben Punkt Vorsprung konservierte er auf Sinisha Lüscher, gegen den er im vierten Gang gestellt hatte.
Zwei Nordostschweizer finden sich auch unter den dreifachen Festsiegern wieder. Dabei überstrahlt Armon Orliks Triumph am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest Ende August im Glarnerland natürlich alles. Er sicherte sich den Festsieg dank einer 10 im letzten Gang gegen Pirmin Reichmuth, da Werner Schlegel und Samuel Giger im Schlussgang stellten, wurde Orlik gar als König ausgerufen. Dazu triumphierte der Bündner, der in Rapperswil-Jona lebt, noch am Glarner-Bündner Schwingertag sowie beim Zürcher Kantonalschwingfest. Wenn Orlik nicht weit von zu Hause weg ein Schwingfest bestreiten kann, scheint es ihm umso besser zu laufen.

Mit dem Sieg beim Basellandschaftlichen Kantonalschwingfest hat Damian Ott in seinem zweiten Kranzfest die Saison optimal lanciert. In der Folge ist der grossgewachsene Athlet vor allem mit starken Ergebnissen bei Teilverbandsfesten aufgefallen. Sowohl beim Nordwestschweizer als auch beim Nordostschweizer ist Ott am Ende als Sieger dagestanden. Ausgerechnet beim Highlight der Saison, dem ESAF, hat Ott seine schlechteste Rangierung des Jahres eingezogen. Auf Rang 7b reichte es ihm trotzdem zum zweiten eidgenössischen Kranz der Karriere.
Der erst 20-jährige Michael Moser gilt als einer der Shootingstars der Saison. 2025 holte er seine Festsiege Nummer zwei, drei und vier. Vom Sieg am Nordostschweizer Schwingfest erfuhr Moser unter der Dusche. Er rechnete nicht damit, dass es im Schlussgang zu einem Gestellten kommen könnte und er mit Damian Ott und Werner Schlegel zusammen triumphieren könnte. Ein grosses Ausrufezeichen war derweil auch sein Erfolg am Berner Kantonalen. Mit sechs Siegen, unter anderem gegen Fabian Staudenmann, sicherte sich Moser souverän den Festsieg. Mit dem Erreichen seines ersten eidgenössischen Kranzes rundete Michael Moser seine tolle Saison Ende August perfekt ab.
Joel Wicki ist der letzte Festsieger des Jahres. Am Tessiner Kantonalen siegte der König von 2022 sechsmal und holte sich damit den Erfolg in der Südschweiz. Seine Zukunft liess der Innerschweizer in der Folge offen. Für seinen Verband wäre es ein herber Verlust, wenn nach Pirmin Reichmuth der nächste ganz grosse Schwinger der Innerschweiz zurücktreten würde. Neben dem Sieg im Tessin hatte Wicki im Vorfeld des ESAF auf dem Brünig sowie beim Innerschweizer Schwingfest triumphiert.
Lario Kramer ist der einzige mehrfache Festsieger, der nicht aus der Innerschweiz, der Nordostschweiz oder dem Kanton Bern stammt. Der 27-jährige Fribourger hat vor allem bei den Kantonalfesten in der Südwestschweiz überzeugt. So hat er das Genfer, Neuenburger und Walliser Kantonale für sich entschieden. Weniger gut verlief die Saison von Kramer bei den grösseren Schwingfesten. Lediglich beim Schwarzsee-Schwinget holte er sich einen Kranz. Auf dem Stoos und der Schwägalp verpasste er das Eichenlaub ebenso wie beim Saisonhighlight in Mollis.
Fabian Staudenmann und Samuel Giger waren über die Saison hinweg die konstantesten Schwinger. Das zeigt sich auch in dieser Statistik wieder. Sowohl der Berner als auch der Nordostschweizer haben fünf Schwingfeste für sich entscheiden können. Ebenfalls haben beide Schwinger bei je zwei Bergfesten triumphiert. Staudenmann auf dem Weissenstein und dem Stoos und Giger auf der Rigi und der Schwägalp.
Das grosse Ziel - den Triumph am ESAF - haben aber beide verfehlt. Staudenmann hat in einem Instagram-Post nach dem Fest klargemacht, dass er darüber sehr enttäuscht ist. Eine strittige Situation im siebten Gang hat ihn endgültig aus dem Rennen genommen, da ihm die Maximalnote im Kampf mit Domenic Schneider verwehrt wurde. Samuel Giger hingegen hatte bis zuletzt den Königstitel in den eigenen Händen. Da der Thurgauer aber den Schlussgang gegen Werner Schlegel stellte, verpasste er erneut die Krönung seiner Karriere. Schon in Zug und in Pratteln war Giger als einer der Topfavoriten an ein Eidgenössisches gereist.
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