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Die umstrittenen Entscheidungen am ESAF haben Konsequenzen, eine 'Fehlerkultur' bleibt

Analyse der Kampfrichterkommission des ESV

Speziell am zweiten Tag des Eidgenössischen Schwing- und Älplerfestes wurden einzelne Entscheidungen der Kampfrichter ganz heiss diskutiert. Im Nachgang an den Grossanlass hat die Kampfrichterkommission des Schwingverbands sich nochmals mit diesen drei Fällen beschäftigt. 

Im fünften und siebten Gang am diesjährigen Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest trafen die Kampfrichter gleich drei umstrittene Entscheidungen in Spitzenpaarungen. Da diese auch einen Einfluss auf die Ausgangslage im Kampf um den Königstitel hatten, wurden sie fleissig diskutiert. Medial wurde gar das Thema Videobeweis wieder hervorgekramt. Doch nicht nur die Schwingfans auch die Kampfrichterkommission des ESV beschäftigte sich nochmals mit den drei Szenen. Letzte Woche kommunizierte der Verband die daraus hervorgegangenen Entscheidungen. 

Beim Kampf von Joel Wicki gegen Romain Collaud erkannte der Kampfrichter kein eindeutiges Resultat, wie es im Lehrbuch steht. Hier bessert der Verband nach und präzisiert, dass ein solches Resultat "von Kopf bis Mitte Schulterblätter" wie beim erwähnten Kampf künftig als Resultat gewertet werden müsse. Auch im Fall von Fabian Staudenmann gibt es eine leichte Anpassung. Er versuchte Domenic Schneider nochmals hochzuheben, erhielt das Resultat aber nicht als Plattwurf. Der Viertelpunkt kostete ihm eine allfällige Schlussgangteilnahme. Künftig sollen die Umstände berücksichtigt werden. Es sei praktisch unmöglich, einen 150 Kilogramm schweren Gegner bis und mit dem Gesäss sichtbar anzuheben. Für sein Resultat bekäme der Berner künftig die Maximalnote für einen Plattwurf. 

Keine Änderung ergibt sich aus dem Sieg von Curdin Orlik gegen Werner Schlegel, obschon der BKSV-Schwinger zwischenzeitlich mit beiden Händen den vorgeschriebenen Griff losgelassen habe. Bei Kämpfen mit hoher Intensität sei es äusserst schwierig, diesen Umstand jederzeit selbst von geschultem Auge zu erkennen. In der Mitteilung des ESV heisst es: "Daher müssen solche Geschehnisse in Ausnahmefällen einer gewissen Fehlerkultur geschuldet werden." Auch aus anderen Sportarten dürfte allen bekannt sein, die Diskussionen um strittige Entscheidungen werden nicht verschwinden. 

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2025-09-17 17:00:33