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Vor allem ein Trio schickt sich an, den Rekordsieger zu stoppen

Der Favoriten-Check für das letzte Bergkranzfest

50 Nordostschweizer, 25 Innerschweizer und 15 Südwestschweizer werden am letzten Bergkranzfest des Jahres teilnehmen. Auf der Schwägalp kommt es zum letzten grossen Formcheck vor dem Eidgenössischen Schwing- und Älperfest Ende August. Wir werfen einen Blick auf die grossen Favoriten und die möglichen Herausforderer auf der Schwägalp.

Der Rekordsieger

Sechsmal triumphierte Samuel Giger bereits auf der Schwägalp, er ist damit der unbestrittene Rekordsieger. Bei der letzten Ausgabe musste sich der Nordostschweizer den Sieg mit Fabian Staudenmann (BKSV) teilen. In diesem Jahr droht diese Gefahr nicht, denn die Berner sind heuer nicht ein teilnehmender Gastverband. 

Noch unheimlicher wird die Dominanz von Giger, wenn man darauf blickt, wann er die letzte Niederlage auf der Schwägalp hinnehmen musste. 2016 verlor der gelernte Zimmermann als 18-Jähriger letztmals - gegen Remo Stalder - auf dem Berg. Seither musste Giger nur sieben Gestellte hinnehmen. Diese Bilanz macht ihn auch bei der 25. Ausgabe des Schwägalp-Schwingfests zum grossen Favoriten.

Die grössten Herausforderer

Die stärkste Fraktion schicken die Innerschweizer nicht auf der Schwägalp. Unter anderem lässt Joel Wicki das Fest sausen. Daher hat der Nordostschweizerverband hinter Samuel Giger auch die drei weiteren grössten Trümpfe in der eigenen Hand. Einer dieser Trümpfe ist Damian Ott. Er zog sich zwar am Thurgauer Kantonalschwingfest eine leichte Knieverletzung zu, doch nach einem Monat ist er stark zurückgekehrt.

 

Beim Nordostschweizer Schwingfest holte er zusammen mit Werner Schlegel und Michael Moser (BKSV) den Sieg, dazu hat er bei beiden Bergkranzfestteilnahmen den Kranz geholt. Zudem ist er am vergangenen Wochenende am Nordwestschweizer Schwingfest ebenfalls mit dem Kranzfestsieg nach Hause gereist. Im Schlussgang bezwang er Nick Alpiger (NWSV). Die Form stimmt also.

In Form ist auch Domenic Schneider. Mit seinem Körpergewicht von rund 145 Kilogramm ist er für seine Gegner nur schwer zu bezwingen. Mit dem Appenzeller und dem Baselstädtischen hat Schneider in diesem Jahr schon zwei Kantonalschwingfeste für sich entscheiden können. Dazu hat er sich beim Nordostschweizer hinter dem siegenden Trio auf Platz 2 klassiert. Auch auf der Schwägalp wird Schneider um die vordersten Plätze mitreden, ehe er dann beim Eidgenössischen seine Klassierung von 2022, Rang 2c, bestätigen möchte. 

Am Baselstädtischen Schwingertag siegte Domenic Schneider gegen Tim Roth mit einem Fussstich im Schlussgang.

Aufgrund einer umstrittenen Entscheidung verpasste Werner Schlegel den Schlussgang auf dem Weissenstein um einen Viertelpunkt. Mit dem dritten Rang beim Bergkranzfest sowie dem Festsieg am Nordostschweizer-Schwingfest hat sich Schlegel nach seiner Operation herausragend zurückgemeldet. Ende März verletzte er sich an den Bändern im Fussgelenk und fiel knapp drei Monate aus. Es ist deswegen sicher nicht die optimale Vorbereitung, die Schlegel aufs Eidgenössische hatte, dennoch hat er sich schon vor dem Schwägalp-Schwingfest in toller Form gezeigt. Mit ihm ist definitiv zu rechnen. 

Aussenseiterchancen auf den Sieg

Der Winterthurer Samir Leuppi schwingt mit seine konstanteste Saison. Einzig ein Exploit fehlt bei den Platzierungen des 32-Jährigen noch. Herauszustreichen gilt es seinen zweiten Rang beim St.Galler Kantonalschwingfest im Mai. Nur im Gang mit Marcel Räbsamen musste Leuppi an diesem Tag eine Niederlage hinnehmen. Es wäre eine Überraschung, wenn Leuppi auf der Schwägalp die Kranzränge verpassen würde, ebenso wäre es eine Überraschung, wenn der Zürcher im Schlussgang auftauchen würde. Wenn aber alles zusammen passt, ist es sicherlich nicht auszuschliessen. 

Bei den letzten neun Kranzfestern, bei denen Marcel Räbsamen angetreten ist, hat er jedes Mal einen Kranz gewonnen. Dazu gehören auch die beiden Bergkranzfester auf dem Weissenstein und dem Schwarzsee. Auf dem Schwarzsee lag Räbsamen am Ende gar auf dem zweiten Schlussrang. Mit Bernhard Kämpf legte er im letzten Gang ein Eidgenosse auf den Rücken und zuvor stellte er mit Fabian Staudenmann und Curdin Orlik zwei starke Berner. Bringt er diese Form auf die Schwägalp mit, wird er auf den vordersten Rängen anzutreffen sein.

Am Nordostschweizer Schwingfest traf Marcel Räbsamen auf Samuel Giger. Der Gang endete gestellt.

Die grösste Waffe der Südwestschweizer ist Lario Kramer. Bereits im Vorjahr war Kramer auf der Schwägalp und klassierte sich am Ende auf dem Rang 2a mit vier Siegen und zwei Gestellten. Auch in dieser Saison schwingt Kramer äusserst konstant. Bereits acht Kränze hat sich der Fribourger sichern können. Darunter befindet sich auch ein Bergkranz, jener auf dem Weissenstein. Sein einziger wirklich gebrauchter Tag erlebte er auf dem Stoos. Mit nur drei Siegen blieb er in der Innerschweiz hinter den eigenen Erwartungen zurück. 

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2025-08-14 10:00:14