Kevin Labanc kam als sechster und letzter Importspieler zu den SC Rapperswil-Jona Lakers. Auf der Pressekonferenz vor dem Saisonstart hat der US-Amerikaner über seine Anfänge gesprochen. Dazu hat sich der Flügelspieler am Obersee schon bestens eingelebt.
Bereits vor einem Jahr gab es Gespräche zwischen Kevin Labanc und Claudio Cadonau, wie der SCRJ-Sportchef vor gut einem Monat zu Protokoll gab: "Wir hatten letztes Jahr schon einmal Kontakt mit Labanc. Es fanden aber nur lose Gespräche statt. Damals wäre er als siebter Import ein Thema gewesen. Da er aber aus einer Verletzung gekommen ist, waren wir uns unsicher. Wir wollten das Risiko nicht eingehen." Nachdem nun Mike Sgarbossa den Vertrag in diesem Sommer überraschend auflösen wollte, kam es zum Engagement von Labanc am Obersee.
Die letzte Saison absolvierte Labanc in der KHL bei den Shanghai Dragons. Dabei wurde der US-Amerikaner auch ins All-Star-Team gewählt. Der Name der KHL-Franchise täuscht jedoch. Der 30-Jährige hat das letzte Jahr in St. Petersburg gelebt - die Dragons tragen in der SKA Arena in der russischen Grossstadt ihre Heimspiele aus.
Aus den ersten Trainings und Testspielen gegen andere National-League-Teams konnte Labanc bereits einen ersten Vergleich zwischen der KHL und der National League ziehen: "Die Liga war gut und das Hockey auch. Die Geschwindigkeit hier ist aber schneller. Das hat mich wirklich überrascht."
Der neue Importspieler wohnt derzeit in Wagen - einem Vorort, das zur Gemeinde Rapperswil-Jona gehört. Die ersten Wochen an seinem neuen Ort haben Labanc und seiner Familie bisher gut gefallen: "Es ist bislang grossartig. Wir haben ein Fussballfeld direkt hinter unserer Wohnung. Ich nehme die Kinder oft dahin. Wir leben uns gut ein und fühlen uns sehr willkommen." Sowohl er als auch die Kinder hätten bereits erste Freunde gefunden.
Kevin Labanc spielte von 2011 bis 2013 im "USA Hockey National Team Development Program". Die Aufnahme in dieses Programm war auch mit etwas Glück verbunden, denn der Teenager galt als letzter Spieler, der noch aufgenommen wurde: "Ich war in meinen jüngeren Jahren nie der Beste. Ich konnte aber einen Platz übernehmen, von einem Spieler, der weiter gewechselt ist. Dann habe ich die Scouts überzeugen können. Und kam ins 'National Program'. Ich war sehr glücklich, dass ich dort spielen durfte." Dort durfte er sich mit den besten Junioren seines Jahrgangs messen.
Von 2010 bis 2020 war Todd Miller als Assistenztrainer bei den Barrie Colts angestellt. Das Team spielt in der kanadischen Juniorenliga OHL. Nach seiner Zeit im National Program lief auch Kevin Labanc drei Jahre lang unter Miller bei den Colts auf. Nun kreuzen sich die Wege in der Rosenstadt erneut. Für seinen alten und neuen Assistenztrainer findet der Spieler nur lobende Worte: "Es war grossartig. Er ist taktisch ein toller Trainer, aber bringt auch viel Selbstvertrauen in dein Spiel.“
Vor der Vertragsunterschrift habe sich Labanc auch mit Miller ausgetauscht. "Ich habe mit ihm letztes Jahr bereits über Rapperswil gesprochen. Er sagte, dass ich es hier gut machen würde und dem Team helfen könnte. Man habe eine tolle Mannschaft und einen tollen Staff hier. Bei der Ankunft habe ich mich dann auch sofort wohlgefühlt.
Das erste Pflichtspiel steht für Kevin Labanc dann am 15. September auf dem Programm. Die SC Rapperswil-Jona Lakers empfangen zum Saisonauftakt den EHC Kloten.
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