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Die SCRJ Lakers verzichten auf einen siebten Import-Spieler

Cadonau betont, dass das Team steht

Mit der Verpflichtung des sechsten Importspielers haben die SC Rapperswil-Jona Lakers ihre Kaderplanungen abgeschlossen. Sportchef Claudio Cadonau zeigt sich zufrieden mit der Zusammenstellung des Teams, möchte aber nicht zu höheren Zielen als in der Vorsaison übergehen.

Am Donnerstagmorgen haben die SC Rapperswil-Jona Lakers ihren sechsten Importspieler präsentiert. Kevin Labanc wird künftig in der Rosenstadt auflaufen. Wer sich nun Hoffnungen auf einen Transferdoppelschlag gemacht hat, wird von Sportchef Claudio Cadonau ausgebremst. Stand jetzt verpflichtet der SCRJ keinen siebten Import: "Grundsätzlich sind die Transfers abgeschlossen. Wir behalten den Importmarkt aber immer im Auge. Es ist kaum zu umgehen, dass sich keiner verletzt." Fürs Erste seien die Planungen aber abgeschlossen.

Mit dem Team zeigt sich der SCRJ-Sportchef sehr zufrieden: "Wir haben einige sehr spannende junge Spieler an Bord. Ich spreche nicht nur von Ustinkov, Sauser oder Segafredo. Auch Diethelm, der aus dem eigenen Nachwuchs kommt, kann um einen Platz kämpfen. Da haben wir mehr junge Spieler als im Vorjahr und ich hoffe, dass möglichst viele davon, einem arrivierten Spieler den Platz streitig machen können."

Unveränderte Zielvorgabe

Trotz der guten Kadermischung möchte Cadonau das Saisonziel nicht nach oben korrigieren: "Das Saisonziel Top Ten ist realistisch. Trotzdem muss auch viel zusammenpassen und das hat es im letzten Jahr. Wir müssen auch darauf hoffen, dass grössere Teams wie im letzten Jahr Zug oder Bern unter ihrem Wert spielen." Darum sei eine Rangierung unter den ersten Zehn zu packen, es müsse dafür aber viel aufgehen. Auch im letzten Jahr habe man trotz einer dezimierten Truppe immer wieder ein paar Punkte stehlen können.

In der Vorsaison setzten sich die SC Rapperswil-Jona Lakers in den Play-Ins durch und qualifizierten sich für die Playoffs. Gegen den späteren Schweizer Meister HC Fribourg-Gottéron bedeutete erst die Verlängerung der Belle die Endstation. Daraus konnte die Mannschaft laut Cadonau auch viel mitnehmen: "Das wird Zündstoff für alle sein, um noch mehr zu machen. Das war eine spannende Erfahrung, die viele noch nie gemacht haben. Playoff-Erfahrung ist das eine, dann aber noch das siebte Spiel und eine Verlängerung sind das andere. Da haben viele eine Erfahrung für die Zukunft gemacht, um dann hoffentlich auf der anderen Seite zu stehen."

Sgarbossa hat Cadonau die Ferien gekostet

Nach der gelungenen Import-Verpflichtung kann Claudio Cadonau aber keineswegs in die Ferien gehen: "Jetzt ist nichts mehr mit Ferien. Seit dieser Woche hat die Saison für mich angefangen. Eigentlich wären meine Ferien anfangs der Schulferien geplant gewesen. Dann kam aber etwas anderes dazwischen (lacht). So sind es nun etwas andere Ferien als geplant geworden. Es war aber spannend und gehört auch zum Job."

Dass der SCRJ auf die Vertragsauflösung Sgarbossas so adäquat reagieren konnte, hängt wohl auch mit Vorleistungen zusammen, die man im Vorjahr getätigt hatte. Bereits da hat man sich mit Labanc ausgetauscht, wie Cadonau verriet: "Wir hatten letztes Jahr schon einmal Kontakt mit Labanc. Es fanden aber nur lose Gespräche statt. Damals wäre er als siebter Import ein Thema gewesen. Da er aber aus einer Verletzung gekommen ist, waren wir uns unsicher. Wir wollten das Risiko nicht eingehen." Die letzte Saison konnte der 30-Jährige aber verletzungsfrei durchspielen. Ohne die Vertragsauflösung von Mike Sgarbossa wäre Labanc aber wohl nicht verpflichtet worden: "Die Personalie ist erst nach Sgarbossas Vertragsauflösung wieder auf den Tisch gekommen."

Bis zum Saisonstart hat der SCRJ nun noch einige Wochen Zeit, damit alle Rädchen wie gewünscht ineinandergreifen. Der Startschuss fällt dann Mitte September mit einem Heimspiel gegen den EHC Kloten.

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2026-07-27 09:40:23