Nach drei Jahren beim SC Bern ist Adam Reideborn weitergezogen. Gegenüber Hockeysverige.se erklärt der schwedische Goalie nun, weshalb seine Zeit beim SCB endete, wie er seine letzte Saison bewertet und warum eine Rückkehr in die KHL derzeit kein Thema ist.
Reideborn blickt trotz des sportlich schwierigen Verlaufs positiv auf seine Zeit in Bern zurück. Gerade mit seiner persönlichen Entwicklung zeigt sich der 34-Jährige zufrieden. Seine zweite Saison bezeichnet er rückblickend als seine schwächste beim SCB, im vergangenen Jahr habe er dagegen seine konstantesten Leistungen gezeigt. "Die letzte Saison war meine beste und konstanteste", sagt Reideborn gegenüber Hockeysverige.se.
Dass es trotzdem nicht zu einer vierten Saison in Bern kam, überraschte den Schweden nicht völlig. Während seiner gesamten SCB-Zeit habe er gewusst, dass der Klub langfristig einen Schweizer Stammgoalie bevorzugen würde. Damit könnten die Berner ihre Importplätze vollständig für Feldspieler nutzen. Als der SCB im Sommer Connor Hughes verpflichtete, war Reideborns Zukunft entschieden. "Dann war meine Chance auf eine Verlängerung weg", erklärt er. Bis dahin habe er noch auf einen Verbleib gehofft.
Nach seinem Abschied aus Bern fand Reideborn zunächst keinen neuen Klub und hielt sich in Schweden fit. Der Kontakt zu den Vienna Capitals entstand schliesslich über seinen früheren Djurgarden-Teamkollegen Jakob Lilja. Weil bei den Österreichern zwei Goalies verletzt ausfielen, benötigte der Klub kurzfristig Ersatz. Reideborn unterschrieb für eineinhalb Monate und kann sich grundsätzlich vorstellen, länger in Wien zu bleiben.
Auch seine Vergangenheit in Russland kommt im Interview mit Hockeysverige.se zur Sprache. Die Kritik an seiner zusätzlichen Saison bei ZSKA Moskau habe ihn im Umgang mit neuen Menschen vorsichtiger gemacht. Eine erneute Rückkehr in die KHL steht aktuell aber nicht zur Debatte. Auf die entsprechende Frage antwortet Reideborn: "Nein, im Moment ist das keine Option."
Adam Reideborn Dennis Rogge Eishockey MyHockey League National League SC Bern Vienna Capitals