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'Ich glaube, das ist sehr attraktiv und es wird den Fans gefallen'

Baumgartner im Interview über das Spiel unter Aubin

Nach einer von Verletzungen geprägten Saison meldet sich Benjamin Baumgartner beim SC Bern fit zurück. Der Stürmer, der in der kommenden Spielzeit zum Captainsteam gehört, spricht im exklusiven Interview über den Kaderumbruch, das Vertrauen in den neuen Trainer und seine persönliche Leidenszeit.

Hinter Benjamin Baumgartner liegt ein schwieriges Jahr. Verletzungen zwangen den Stürmer in der vergangenen Spielzeit immer wieder zum Zuschauen. Am Ende standen für ihn lediglich 26 der 52 Regular-Season-Spiele zu Buche, in denen er 15 Scorerpunkte (fünf Tore, zehn Assists) sammeln konnte. Mittlerweile ist der Blick des SCB-Angreifers fest nach vorn gerichtet.

"Den Kraftraum habe ich genug gesehen"

"Es geht mir wieder gut", bestätigt Baumgartner nach einem intensiven Sommer und einem gezielten Aufbau. Die lange Pause hat die Vorfreude auf das Eis nur noch geschürt: "Den Kraftraum habe ich jetzt genug gesehen, das muss ich nicht mehr haben. Jetzt freue ich mich wieder, dass ich mit den Teamkollegen Zeit verbringen und wir spielen können - und dass wir in der Garderobe wieder viel Spass haben."

Mental war die vergangene Spielzeit ein echter Härtetest. "Das erste Mal, als ich mich verletzt habe, war noch okay. Das kann passieren im Sport, vor allem im Eishockey", blickt Baumgartner zurück, "das zweite Mal, als ich mich gleich wieder verletzt habe, war dann ein bisschen härter." Um für den jetzigen Neustart voll einsatzfähig zu sein, zog er konsequente Schlüsse und verzichtete im Frühjahr auf die Weltmeisterschaft. Eine Entscheidung, um "wieder Energie zu tanken", die sich nun auszahlen soll.

Aufstieg in der Hierarchie: Assistent von Captain Merelä

Beim SC Bern ist in diesem Sommer kaum ein Stein auf dem anderen geblieben. "Die ganze Führungsetage ist wie neu, es ist ein ganz neues Gefühl", beschreibt Baumgartner die Situation rund um den Verein. Der Kader wurde von Sportchef Martin Plüss stark verjüngt, ältere Spieler wurden, wie Baumgartner es formuliert, "ein bisschen ausgemistet".

Dieser Umbruch verändert auch Baumgartners Status innerhalb der Mannschaft. "Ich würde sagen, jetzt bin ich schon eher einer von den gestandenen Spielern", analysiert er seine neue Stellung. Diese Selbsteinschätzung deckt sich exakt mit den Plänen der sportlichen Führung: In der Saison 2026/27 wird Baumgartner zum Captainteam gehören und als einer der Assistenten des neuen Captains Waltteri Merelä Verantwortung übernehmen. "Die Verantwortung ist auf andere Schultern gefallen und ich glaube, das gibt uns neue Energie, wenn wir auf die Jungen setzen", so der Leader.

Viel Lob für das neue Trainerteam

Zusätzlich zum veränderten Kader steht auch ein neuer Mann an der Bande. Unter Coach Serge Aubin spürt Baumgartner bereits jetzt eine positive Entwicklung. "Bis jetzt gefällt es mir sehr gut. Sehr menschlich", lobt der Stürmer. Auch die taktische Ausrichtung stimmt den Angreifer durchweg positiv: "Wie wir spielen wollen: Ich glaube, das ist sehr attraktiv und es wird den Fans gefallen." Dass der Trainer weiss, wie man Erfolge feiert, hat er in der Vergangenheit bereits in Berlin bewiesen. Mit den Eisbären konnte Serge Aubin in sieben Jahren gleich fünfmal den Titel in der DEL gewinnen! "Wir vertrauen alle in ihn. Bis jetzt fühlt es sich sehr gut an", betont Baumgartner.

Für die anstehende Saison formuliert der Assistenzcaptain klare, aber realistische persönliche Ziele. Höchste Priorität hat die Gesundheit. Zudem möchte er "wieder an meine Leistungen anknüpfen", auch wenn er weiss, dass nach der langen Wettkampfpause zu Beginn eventuell noch etwas Geduld gefragt ist. Am Ende zählt für Benjamin Baumgartner vor allem eines: "Erfolgreich sein mit Bern und Spass haben." Endlich geht es wieder los.

Benjamin Baumgartner Eishockey EXKLUSIV Maic Frieden National League SC Bern

2026-09-13 23:59:26