Nach enttäuschenden Jahren setzt der SC Bern auf einen Neuanfang. Mit Serge Aubin übernimmt ein erfahrener Trainer die Bande, der zuletzt bei den Eisbären Berlin eine Ära prägte. Der 51-Jährige soll die Siegermentalität zurück in die Hauptstadt bringen - und setzt dabei konsequent auf die eigene Jugend.
Sieben Jahre ist es her, als der SC Bern letztmals eine Playoff-Serie für sich entscheiden konnte. Sechs Trainer haben es seit dem Meistertitel 2019 versucht, doch sie alle sind gescheitert. Für den Umschwung soll nun Serge Aubin sorgen, der auf fünf Meistertitel in sieben Jahren zurückblickt.
In Bern möchte Aubin eine nachhaltige Erfolgsphilosophie etablieren. "Wir wollen langfristig eine Kultur aufbauen, die über viele Jahre erfolgreich sein kann", beschreibt der neue Headcoach seine Vision beim Slapshot. Der Schlüssel dazu liegt in der Nachwuchsarbeit. Der Kader soll verjüngt und mit frischem Blut versehen werden.
Aubin sieht in diesem Weg Parallelen zu seiner Anfangszeit in Deutschland: "Dieser Prozess erinnert mich an Berlin vor sieben Jahren. Damals hatte ich ebenfalls viele junge Spieler. Wir haben uns dann gemeinsam auf ein neues Level entwickelt." Die Arbeit mit Nachwuchstalenten reize ihn sehr, auch wenn dies Geduld erfordere. "Man kann Entwicklungsschritte nicht überspringen. Die jungen Spieler müssen Erfahrungen sammeln und Spielzeit bekommen."
Den hohen Erwartungsdruck im Umfeld des Traditionsklubs nimmt der ehemalige NHL-Stürmer gelassen. "Richtiger Druck ist für mich, wenn Menschen krank im Spital liegen oder nichts zu essen haben", ordnet Aubin die sportliche Situation ein. Er sehe die Aufgabe vielmehr als Privileg und Chance.
Ziel sei es, eine "Jeden Tag ein bisschen besser"-Mentalität vorzuleben und den Berner Fans eine Identität sowie einen attraktiven Spielstil zu bieten, auf den sie stolz sein können. "Wir wollen die Siegermentalität zurückbringen", so Aubin klar.
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