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Ein ehemaliges SCB-Duo wäre die perfekte Lösung

Die Trainerkandidaten für den SC Bern

Am 1. Oktober wurde Trainer Jussi Tapola per sofort entlassen, auch Assistenztrainer Pasi Puistola musste gehen. Interimistisch übernimmt Patrick Schöb die Verantwortung, während der Club nun auf dem Markt nach möglichen Nachfolgern sucht.

Momentan übernimmt Patrick Schöb vorübergehend das Traineramt bei den Mutzen, nachdem der SC Bern kürzlich die Zusammenarbeit mit Jussi Tapola und seinem Assistenten Pasi Puistola beendet hat. Damit steht bereits der achte Coach seit dem Meistertitel 2019 an der Bande, eine Zahl, die eindrücklich zeigt, wie schwer es die Trainer in Bern haben, Fuss zu fassen.

Unter den Fans wird derzeit lautstark der Name von Lars Leuenberger gefordert. Der 48-Jährige führte den SCB 2016 als Nothelfer sensationell zum Titel, steht aktuell jedoch beim Ligakonkurrenten HC Fribourg-Gottéron unter Vertrag. Hier wären weitere Optionen, einige davon standen allerdings seit längerer Zeit nicht mehr aktiv als Headcoach an der Bande. Die Mutzen stehen einmal mehr vor einer entscheidenden Weichenstellung, die darüber bestimmen wird, ob endlich wieder Ruhe ins Umfeld des Clubs einkehrt.

Christian Dubé

Als Erstes haben wir Christian Dubé, für viele SCB-Fans ein absoluter Wunschkandidat. Die Legende aus Bern schnürte von 2002 bis 2011 die Schlittschuhe für die Mutzen und war in dieser Ära einer der prägendsten Spieler und eine echte Tormaschine. Seine aktive Karriere beendete er zwar beim HC Fribourg-Gottéron, wo er ab 2015 zuerst als Sportchef und später auch als Headcoach an der Bande stand. Doch seit der letzten Saison ist der 48-Jährige frei auf dem Markt. Eine Rückkehr nach Bern? Für viele Anhänger wäre das eine regelrechte Romantikstory. Und die Chancen stehen nicht schlecht: Dubé kennt den SCB in- und auswendig und bringt jahrelange Erfahrung aus der National League mit. Die Option "Dubé zurück nach Bern" wäre wohl nicht nur die schönste, sondern auch die realistischste.

Yves Sarault

Ebenfalls zuletzt beim HC Fribourg-Gottéron aktiv war Yves Sarault. Auch er trug schon das SCB-Trikot nämlich zwei Saisons lang zusammen mit Christian Dubé. Den Club kennt er also zumindest noch aus Spielerzeiten, auch wenn sich seither einiges verändert hat. Saraults Laufbahn ist eindrücklich: Als Spieler war er lange in Nordamerika unterwegs, mit Stationen in der AHL und auch in der NHL. Seit 2012 widmet er sich dem Coaching. Auf seiner Vita stehen Headcoach-Stationen beim Lausanne HC, EHC Visp, den SCL Tigers und beim HC Sierre. Zuletzt war er als Assistent bei Fribourg-Gottéron tätig. Mit Dubé als Headcoach und Sarault als Assistent würde die Trainerbank zweifellos prominent besetzt. Die Vergangenheit spricht für diese Kombination, denn beide trugen den SCB-Bären einst mit Stolz auf der Brust und spielten tragende Rollen.

An der Bande des HCFG: Yves Sarault

Serge Pelletier

Serge Pelletier ist ein weiterer erfahrener Kandidat für die Mutzen. Der 59-Jährige stand unglaubliche 20 Saisons an der Bande und coachte neben dem HC Lugano auch den EV Zug, HC Fribourg-Gotteron und HC Ambri-Piotta. Zuletzt war Pelletier 2022 in der DEL bei den Augsburger Panthers aktiv. Zwar war er nie beim SC Bern, doch 20 Spielzeiten in der National League, grösstenteils als Headcoach, sprechen für sich. Es ist eine Erfahrung, die kaum jemand sonst in der Liga vorweisen kann.

Hans Kossmann

Hans Kossmann wäre ebenfalls eine denkbare Option für den SCB. Der 63-Jährige machte sich vor einigen Jahren als Feuerwehrmann einen Namen, der den ZSC zum Titel führte. 2020 lief es beim SC Bern allerdings nicht nach Plan, und während der Corona-Saison wurde er entlassen. Seitdem stand Kossmann nicht mehr an der Bande, doch seine Verbindung zum SCB ist stark: Er coachte bereits mehrere Jahre beim Club und kennt die National League wie kaum ein anderer. Insgesamt war er 16 Spielzeiten lang aktiv in der Liga. Auch wenn er lange pausierte, könnte er vielleicht erneut seine Qualitäten als "Feuerwehrmann" unter Beweis stellen.

Patrick Emond

Patrick Emond kennt die National League noch nicht allzu lange, doch als Trainer war er in den letzten fünf Spielzeiten in der Liga aktiv. In der vergangenen Saison stand der 60-jährige Kanadier beim HC Fribourg-Gottéron an der Bande, ehe er im Dezember 2024 ersetzt wurde. Ein Engagement in Bern wäre für Emond eine anspruchsvolle Aufgabe: Die Berner stehen vor einer herausfordernden Saison, in der viel Arbeit auf den neuen Coach zukäme. Dennoch könnte Emond, falls er noch einmal die Chance auf ein NL-Engagement sucht, in Bern eine interessante Option finden.

Jan Cadieux

Jan Cadieux blickt auf eine erfolgreiche Trainerkarriere zurück. Der 45-jährige Kanadier war in der National League zwar ausschliesslich bei Genève-Servette tätig, dafür aber sieben Jahre lang. In dieser Zeit gewann er einmal die Meisterschaft und sogar die Champions Hockey League. Seit dieser Saison ist Cadieux neuer Assistenztrainer von Nati-Coach Patrick Fischer und zudem Headcoach der U20-Nationalmannschaft. Ein Engagement in Bern wäre sicherlich anspruchsvoll und würde noch mehr Arbeit mit sich bringen, doch Cadieux bringt die nötige Erfahrung und Qualität für eine solche Aufgabe definitiv mit.

Ralph Krueger

Ralph Krueger ist seit 2021 nicht mehr aktiv, aber hat einen riesigen Erfahrungsschatz. Zuletzt stand er in der NHL bei den Buffalo Sabres während zwei Saisons an der Bande, ehe er entlassen wurde. Den meisten Schweizer Hockeyfans ist er jedoch vor allem als langjähriger Nati-Coach in Erinnerung: Von 1998 bis 2010 führte Krueger die Schweizer Nationalmannschaft und prägte eine ganze Ära. Auch international machte er sich einen Namen, etwa 2016, als er beim World Cup of Hockey das Team Europe coachte. Dass Krueger über Erfahrung auf höchstem Niveau verfügt, steht ausser Frage. Die Schattenseite: Seit 2021 stand er nicht mehr an der Bande, zudem ist der Deutsch-Kanadier mit 66 Jahren nicht mehr der Jüngste.

Gratuliert Martin Pluess zum Meistertitel 2017: Ralph Krueger

Michel Therrien

Ein weiterer Trainer mit Erfahrung auf höchstem Niveau ist Michel Therrien. Der 61-Jährige war in der NHL ganze zwölf Saisons als Headcoach aktiv, unter anderem bei den Montreal Canadiens, den Pittsburgh Penguins und zuletzt bei den Philadelphia Flyers. Seit seiner Entlassung 2022 in Philadelphia steht er jedoch nicht mehr an der Bande. Therrien bringt aber zweifellos Qualität mit und könnte durchaus für ein neues Abenteuer offen sein. Die Schweiz wäre für ihn dabei Neuland, denn bislang coachte er hierzulande noch nie.

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2025-10-03 16:00:19