Beim HC Lugano war das jüngste 3:0-Debakel noch präsent: „Ein kleines Déjà-vu“, sagte Ramon Tanner nach dem nächsten Drei-Tore-Vorsprung gegen Rapperswil. Diesmal hielten die Tessiner stand, auch dank Tanners Treffer und eines gefeierten Comebacks von Giovanni Morini.
Nach den Partien am Freitagabend äusserten sich Ramon Tanner, Tino Kessler und Ludovic Waeber zu den Auftritten ihrer Teams. Während beim HC Lugano Erinnerungen an eine zuletzt verspielte 3:0-Führung aufkamen, sah Davos den Schlüssel unter anderem in den Special Teams. Fribourg-Goalie Waeber freute sich derweil über die erfolgreiche Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte.
Beim HC Lugano war die Erleichterung nach dem Erfolg gegen die Rapperswil-Jona Lakers spürbar. Die Tessiner lagen zwischenzeitlich mit 3:0 vorne, ehe Rapperswil verkürzte. Für Ramon Tanner weckte diese Situation Erinnerungen an die vorangegangene Partie.
"Es war eine recht solide Leistung. Wir hatten ein kleines Déjà-vu vom 3:0 des letzten Matches", erklärte der Lugano-Stürmer nach der Partie. Ganz ausblenden konnte die Mannschaft die jüngsten Erfahrungen offenbar nicht. "Vielleicht nicht direkt so, aber es ist sicher etwas im Hinterkopf. Wir wussten aber, dass das nicht nochmal passieren darf." Tanner selbst trug mit seinem Treffer zum gelungenen Abend bei. Grosses Lob hatte er zudem für Giovanni Morini übrig, der erstmals in dieser Saison zum Einsatz kam und anschliessend als bester Spieler ausgezeichnet wurde. "Das ist ein Kämpfer, durch und durch. Und er hat es verdient."
Auch beim HC Davos fiel die Bilanz nach der Partie positiv aus. Tino Kessler hob insbesondere hervor, dass es den Bündnern gelungen sei, eine der Stärken des Gegners einzudämmen. "Ich glaube, wir haben ihre Stärken gut neutralisiert, ihr Powerplay, und haben sogar noch ein Tor geschossen. Ich glaube, das war heute der Unterschied", sagte der HCD-Stürmer.
Dass Davos derzeit mit Ausfällen umgehen muss, will Kessler nicht als Ausrede gelten lassen. Der Fokus liege auf den Spielern, die zur Verfügung stehen. "Wir nehmen diejenigen, die bereit sind, und versuchen jeden Abend unser Bestes." Viel Zeit zum Durchatmen bleibt ohnehin nicht. Bereits am nächsten Tag wartet mit Biel die nächste Aufgabe.
Für Ludovic Waeber hatte der Auftritt in Kloten auch eine persönliche Komponente. Der heutige Fribourg-Goalie kehrte an eine Wirkungsstätte zurück, mit der er nach wie vor viel verbindet. "Ich glaube, es wird immer schön sein, hier in Kloten zu spielen. Das waren zwei Jahre, die mir persönlich viel bedeutet haben", sagte Waeber nach dem Sieg der Saanestädter.
Mit dem Beginn seiner Mannschaft war der Torhüter allerdings nicht vollends zufrieden. Kloten habe mit seinem Forechecking viel Energie erzeugt, während Gottéron einige Zeit gebraucht habe, um in der Partie anzukommen. Waeber formulierte es bildhaft: "Wir hatten am Anfang wohl noch etwas die 'Füsse im Bus', aber mit der Zeit wurde es dann besser." Am Ende steigerte sich Fribourg entscheidend und konnte die Partie noch auf seine Seite ziehen. Waeber selbst leistete mit 16 Paraden bei 17 Schüssen seinen Beitrag zum erfolgreichen Abend.
Dennis Rogge EHC Kloten Eishockey HC Ajoie HC Davos HC Fribourg-Gottéron HC Lugano Ludovic Waeber MyHockey League National League Ramon Tanner SC Rapperswil-Jona Lakers Tino Kessler