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Ajoie fordert den Rekordmeister - Lausanne erholt sich von Doppelschlag der Bieler

National League Roundup

Der Freitagabend in der National League hatte einiges zu bieten. Lausanne rang Biel in einem wilden 7:4-Spektakel nieder, Lugano liess den Lakers kaum eine Chance und Fribourg drehte die Partie in Kloten. Davos musste gegen Ajoie lange Geduld beweisen, während Bern und Genève-Servette ihre Entscheidung erst im Penaltyschiessen fanden.

In Lausanne entwickelte sich ein echtes Spektakel. Nach dem frühen Treffer von Fuchs schien Biel die Partie zunächst an sich zu reissen und zog zu Beginn des Mitteldrittels innerhalb von nur 26 Sekunden auf 3:1 davon. Die Waadtländer reagierten allerdings stark. Oksanen und Loeffel sorgten noch vor der zweiten Pause für den Ausgleich und machten aus dem vermeintlich komfortablen Bieler Vorsprung wieder ein völlig offenes Spiel.

Im Schlussdrittel wurde es dann endgültig wild. Söderström brachte Biel im Powerplay nochmals in Führung, doch Oksanen antwortete nur 14 Sekunden später mit seinem zweiten Treffer des Abends. Als Biel danach gleich zwei Strafen kassierte, nutzte Vouardoux die doppelte Überzahl zum 5:4. In der Schlussphase machten Suomela und Caggiula mit zwei weiteren Treffern alles klar. Lausanne gewinnt damit ein verrücktes Spiel mit 7:4, während Biel nach mehrmaliger Führung doch noch leer ausgeht.

Fribourg-Gottéron musste in Kloten lange Geduld beweisen. Nach einem torlosen Startabschnitt gingen zunächst die Gastgeber durch Keanu Derungs in Führung. Die Saanestädter steigerten sich danach aber deutlich und fanden über immer mehr Druck zurück in die Partie. Seiler sorgte noch vor der zweiten Pause für den Ausgleich, ehe Fribourg im Schlussdrittel klar das Kommando übernahm.

Der verdiente Lohn folgte in der 52. Minute. Nach einem Abschluss von Rathgeb stand Marchon richtig und brachte die Gäste erstmals in Führung. Kloten fand darauf keine überzeugende Antwort mehr, während Fadani mit mehreren starken Paraden verhinderte, dass die Partie früher entschieden war. Fribourg erzielte nach einem Einbruch bei den Klotenern sogar zwei weitere Tore und brachte den 4:1-Triumph über die Zeit und feiert damit den dritten Sieg in Serie.

Die Tessiner wirkten von Beginn weg griffiger, spielten zielstrebiger nach vorne und belohnten sich bereits im ersten Drittel mit der Führung. Rapperswil kam nach der Pause zwar verbessert aus der Garderobe und setzte Lugano phasenweise unter Druck, doch genau in dieser Phase zeigten sich die Bianconeri eiskalt. Thomson erhöhte nach einer starken Einzelaktion, wenig später traf Sanford mit einem sehenswerten Abschluss aus spitzem Winkel zu seinem ersten Saisontor.

Auch der Anschlusstreffer von Graf brachte die Lakers nicht mehr nachhaltig zurück. Tanner stellte noch vor der zweiten Pause auf 4:1 und nahm den Gästen damit praktisch jede Hoffnung auf ein Comeback. Im Schlussdrittel konnte Fabian Maier mit dem 2:4 weitere Ergebniskosmetik betreiben. Jere Innala setzte letztlich mit dem 5:2 den Schlusspunkt. Wirklich eng wurde es dementsprechend nicht mehr in Lugano.

In Bern entwickelte sich nach einem verhaltenen Start ein enges Duell. Servette ging durch Bozon in Führung, der SCB drehte die Partie im Mitteldrittel jedoch dank Rohrbach und Merelä. Genf liess sich davon nicht abschütteln und kam im Schlussabschnitt durch Sutter zum 2:2. Danach blieb die Partie offen, ohne dass einem Team in der regulären Spielzeit oder in der Verlängerung noch der entscheidende Treffer gelang.

Für einen Wermutstropfen auf Genfer Seite sorgte Manninen. Der Finne musste im Schlussdrittel gestützt in die Garderobe gebracht werden, nachdem er in Bandennähe von zwei Bernern aus der Aktion genommen worden war. Wie schwer die Verletzung ist, war zunächst unklar. Bereits vor dem Spiel hatte Servette mit Oliver Achermann eine besondere Geschichte geliefert. Der Stürmer von La Chaux-de-Fonds gab sein National-League-Debüt, nachdem er selbst nach Bern gefahren war und seine neuen Teamkollegen erst in der Garderobe kennengelernt hatte. Die Entscheidung musste schliesslich im Penaltyschiessen fallen. Im Shootout setzte sich schliesslich Genf durch und sicherte sich den Zusatzpunkt.

Der HC Davos tat sich gegen Ajoie lange deutlich schwerer als erwartet. Die Bündner bestimmten zwar über weite Strecken das Geschehen, gerieten nach dem Treffer von Honka aber zunächst in Rückstand. Ajoie konnte sich dabei vor allem auf einen starken Antoine Keller verlassen, der Davos mit mehreren Paraden zur Verzweiflung brachte. Erst Andersson fand im zweiten Drittel eine Lücke und sorgte für den verdienten Ausgleich.

Der Verteidiger der Ajoulots brachte die Jurassier im ersten Drittel mit 1:0 in Front. (Pascal Muller/freshfocus)

Danach wurde der Druck des HCD immer grösser. Ajoie kam kaum noch zu Entlastung und musste sich im Schlussdrittel der Davoser Überlegenheit schliesslich beugen. Damit bringt der HCD eine Partie auf seine Seite, in der er sich lange an den Jurassiern und deren Goalie die Zähne ausbiss. Einen besonderen Abend erlebte zudem Lou Bächler, der sein Debüt in der National League gab.

Dennis Rogge EHC Kloten Eishockey Genève-Servette HC HC Ajoie HC Davos Lausanne HC MyHockey League National League SC Rapperswil-Jona Lakers

2026-10-02 22:30:04