Beim Zähringer Derby zwischen Fribourg-Gottéron und dem SC Bern bot sich am Dienstagabend ein ungewohntes Bild. Während die Heimkurve wie gewohnt gut gefüllt war, blieb der Gästesektor praktisch leer. Die aktive Fanszene des SCB hatte den Besuch der Partie boykottiert.
Hintergrund sind verschärfte Auflagen für Berner Anhänger. Für den Zugang zum Gästesektor war eine organisierte Anreise mit Kombiticket vorgeschrieben. Die Curva Berna akzeptierte diese Bedingungen nicht und rief dazu auf, dem Derby fernzubleiben.
Die Konsequenzen waren auch bei den Zuschauerzahlen sichtbar. 9400 Personen verfolgten die Partie in der BCF-Arena, die neu 9620 Zuschauer fasst. Damit war erstmals seit März 2023 ein Heimspiel von Gottéron nicht ausverkauft. Zuvor hatte der Klub 103 Partien in Serie vor vollen Rängen ausgetragen.
Die Stimmung rund um Gottéron ist derzeit aber nicht nur wegen der Gästefans ein Thema. Schon beim Heimspiel gegen die SCL Tigers hatten Teile der Freiburger Anhängerschaft ihren Unmut zum Ausdruck gebracht. Während mehreren Minuten schwiegen beide Fanlager, in der Heimkurve war unter anderem ein Banner mit der Aufschrift "Einseitige Liebe ist sch**sse" zu sehen.
Die Kritik richtet sich unter anderem gegen Anpassungen bei den Saisonabonnementen sowie gegen den verkleinerten Gästesektor. Auch beim Derby gegen Bern machten die Freiburger Fans mit einem Transparent erneut auf ihre Unzufriedenheit aufmerksam. Auf dem Eis liess sich Gottéron davon nicht beirren. Der amtierende Meister gewann das Zähringer Derby mit 5:2. Rund um die Partie sorgten aber vor allem die ungewöhnlich leeren Plätze im Gästesektor für Gesprächsstoff.
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