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Kloten lässt junge Spieler gleich reihenweise debütieren

National League

Seit Mitte September läuft die neue National-League-Saison. Die Vereine haben bislang zwischen fünf und sieben Partien ausgetragen. Dabei kamen gleich sieben Spieler zu ihrer Premiere auf dem Matchblatt, die Jahrgang 2007 haben oder noch jünger sind. Dieses gute halbe Dutzend wollen wir etwas genauer unter die Lupe nehmen.

Flavien Etter (HC Fribourg-Gottéron)

Schweizer Meister darf sich Flavien Etter nicht nennen, denn in der letzten Saison spielte der 19-Jährige noch keine Rolle in der ersten Mannschaft des HC Fribourg-Gottéron, doch nun hat der Center seine ersten Gehversuche in der National League machen dürfen. In allen bisherigen Spielen durfte Etter zumindest für einige Shifts aufs Eis. Bei seinem Debüt, einer Niederlage in Biel, durfte Etter bislang am längsten mitspielen. Knapp acht Minuten Eiszeit erhielt Flavien Etter. Zuletzt kam er im Schnitt rund fünf Einsatzminuten pro Spiel.

Der 19-Jährige ist ein wirkliches Eigengewächs der Saanestädter. In Fribourg geboren, durchlief Flavien Etter sämtliche Juniorenabteilungen beim amtierenden Schweizer Meister. Es dürfte ihn daher umso mehr freuen, dass ihm ausgerechnet auch in Fribourg die ersten Gehversuche in der höchsten Schweizer Liga gelingen.

Théo Vouardoux (Genève-Servette HC)

Vier Brüder Vouardoux spielen Eishockey. Zwei davon sind nun in der National League angekommen. Nathan Vouardoux ist längst eine feste Grösse im Schweizer Eishockey. Der ältere Bruder feierte sein Debüt in der National League in der Saison 2020/21. Nach den ersten Gehversuchen in Lausanne avancierte Nathan Vouardoux in Rapperswil-Jona zum Fixstarter in der höchsten Liga. Mittlerweile läuft er wieder für den Lausanne HC auf.

Théo Vouardoux ist ebenfalls in der Westschweiz engagiert, aber beim Rivalen des LHC. Vor drei Jahren wechselte der jüngere Bruder aus dem Walliser Nachwuchsteam zum Genève-Servette HC. Bei den Calvinstädtern feierte der Abwehrspieler in der laufenden Saison sein Debüt. Wobei Debüt etwas hochgegriffen ist, denn beim knappen Sieg über die SC Rapperswil-Jona Lakers stand der Abwehrspieler nur auf dem Matchblatt. Trainer Sam Hallam gönnte dem jungen Schweizer keinen einzigen Shift. So muss sich Vouardoux noch etwas gedulden, bis es auch für Eiszeit reicht. Etwas National-League-Luft durfte der 19-Jährige aber schnuppern.

Elia Liniger (EHC Kloten)

Einen bekannten Namen trägt ein junger Debütant in den Reihen des EHC Kloten. Mit Elia Liniger durfte in den ersten National-League-Partien der neuen Saison auch der Sohn des neuen Trainers des EHCK erstmals aufs Eis. Der 18-jährige Center wurde bislang in allen Partien der Klotener eingesetzt. Einen ersten Scorerpunkt konnte Liniger ebenfalls schon bejubeln. Bei der Niederlage in Ajoie durfte Liniger auch im Powerplay auflaufen und steuerte in einer Überzahlsituation den Assist zum 2:1 bei.

Eigentlich wäre Liniger für die U 21 eingeplant gewesen. Doch wegen Verletzungen darf der talentierte Teenager bereits in der ersten Mannschaft ran. Gegenüber dem Blick zeigte sich der Spieler selbst über die frühe Chance überrascht: "Es ist sehr speziell, den eigenen Vater als Trainer zu haben. Ich habe nicht damit gerechnet, dass es so schnell dazu kommt." Trainer Michael Liniger spricht davon, dass sich sein Sohn aufgedrängt habe.

Loic Mukuna (Genève-Servette HC)

Neben Vouardoux gibt es mit Loic Mukuna noch einen zweiten äusserst jungen Debütanten im Kader des GSHC. Im Gegensatz zu seinem Kollegen durfte Mukuna schon in zwei Spielen auch aufs Eis. Insgesamt stand Mukuna viermal auf dem Matchblatt. Vor allem in der Begegnung gegen die SC Rapperswil-Jona Lakers wurde der 18-Jährige rege eingesetzt. Ganze zehn Minuten durfte der Verteidiger aufs Eis. Dabei schloss er einmal aufs gegnerische Gehäuse ab und konnte eine ausgeglichene Plus-Minus-Bilanz verbuchen.

Der Linksausleger stammt aus der Region. Die ersten Schritte in seiner Hockeykarriere unternahm Loic Mukuna bei Meyrin - einem Vorort Genfs. Vor fünf Jahren wechselte der Abwehrspieler dann ins Nachwuchsprogramm des GSHC und trieb seinen Traum vom Profitum voran. Nun hat der Teenager seine ersten Schritte in der National League gemacht. Bis zum Stammspieler in der höchsten Liga muss sich Mukuna aber noch etwas steigern. Die Grundlage ist allerdings gelegt.

Sevan Ferrari (HC Ajoie)

Auffällig viele Westschweizer haben den Weg in diese Auflistung gefunden. Dazu gehört mit Sevan Ferrari auch ein Spieler des HC Ajoie. Die Jurassier sind für ihre Verhältnisse gut in die neue Saison gestartet. Mit acht Punkten in sechs Spielen stehen die Ajoulots im Tabellenmittelfeld. Dabei ist auffallend, dass der HC Ajoie immer enge Partien liefert. Fünf von sechs Spielen wurden erst nach den regulären 60 Minuten entschieden. Nur gegen die ZSC Lions verlor Ajoie mit zwei Toren Differenz.

Dreimal stand dabei Sevan Ferrari im Aufgebot. Bitter ist für den 17-Jährigen, dass er in keiner der drei Partien dann auch tatsächlich auf dem Eis eingesetzt wurde. So glänzt Ferrari vor allem in den Juniorenligen der Schweiz. In der U 21 steht der Flügel bei drei Punkten in vier Partien. Noch überragender ist er aber in der U-18-Liga. Auch dort absolvierte das Talent vier Partien. Dabei gelangen ihm elf Tore und sechs Assists. Das sind Wahnsinnswerte, die den Trainer davon überzeugt haben dürften, ihn ins Profikader aufzunehmen. Ein erster Einsatz dürfte nur noch eine Frage der Zeit sein.

Laurin Rupli (EHC Kloten)

Neben Liniger gibt es bei den Flughafenstädtern noch einen zweiten sehr jungen National-League-Debütanten. Kein Debütant war in der laufenden Saison jünger als Laurin Rupli. Der 17-Jährige bekam bislang in vier Spielen das Vertrauen des Trainers geschenkt. Der geborene Zürcher hat damit drei Jahre nach seiner Ankunft in der Jugendorganisation des EHCK den Sprung in die erste Mannschaft gemacht. Bis 2022 spielte Rupli im Nachwuchs des EHC Bülach.

Etwas mehr als 26 Minuten durfte der Abwehrspieler während der vier Partien aufs Eis. Dabei gilt es positiv hervorzuheben, dass Rupli mit einer ausgeglichenen Plus-Minus-Bilanz aufwarten kann. Da der EHC Kloten mit sechs Punkten in sechs Spielen nicht den besten Saisonstart erwischt hat und der 17-Jährige nun nicht gerade in der Paradelinie aufläuft, ist dies keine Selbstverständlichkeit.

Philip Moser (EHC Kloten)

Das neueste Mitglied in der Liste der Debütanten ist Philip Moser. Am letzten Dienstag debütierte der erst 17-Jährige gegen den Genève-Servette HC in der höchsten Liga. Während knapp zehn Minuten durfte der Teenager bei der 0:4-Niederlage aufs Eis. Unglücklicherweise war Moser auch bei einem Gegentreffer im Einsatz.

Aktuell fehlen im Kader gleich acht Spieler beim EHCK verletzt. Das begünstigt die Situation für junge Spieler natürlich, um Eiszeit zu erhalten. Für den Verein ist dies natürlich weitaus weniger schön. Die letzten fünf Partien gingen für die Flughafenstädter allesamt verloren. Zuvor war man mit fünf Punkten aus den ersten beiden Saisonspielen eigentlich ansprechend in die Saison gestartet.

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2026-10-01 08:40:45