Die National League hat in diesem Sommer diverse neue Attraktionen hinzugewonnen. Zahlreiche neue Spieler ohne Schweizer Lizenz sind dazugestossen. Die zehn Top-Imports unter den Transfers haben wir euch zusammengetragen.
Mit Victor Söderström hat ein schwedischer First-Round-Pick zum EHC Biel gewechselt. Es waren die Arizona Coyotes, die sich an elfter Stelle des NHL-Drafts 2019 die Rechte am Verteidiger sicherten. In der Saison 2020/21 debütierte der Zweiweg-Verteidiger aus dem Nachwuchs des Brynäs IF in der besten Liga der Welt. Söderström gelang es allerdings nie, sich endgültig in der NHL durchzusetzen. Nach 53 Partien für die Coyotes kehrte er 2024 zu Brynäs zurück. Mit 45 Scorerpunkten in 66 Einsätzen stellte der Verteidiger seine offensiven Qualitäten abermals unter Beweis. Die Boston Bruins beorderten ihn für eine Saison zurück nach Nordamerika. Nun setzt der 25-Jährige seine Karriere in der Schweiz fort. Der EHC Biel hat sich einen Importverteidiger gesichert, der seine besten Jahre erst noch vor sich haben dürfte.
Der Schweizer Meister hat seine Offensive mit einem zusätzlichen kanadischen Stürmer ergänzt. Aus der Organisation der Philadelphia Flyers hat Anthony Richard zum HC Fribourg-Gottéron gewechselt. Der 29-Jährige wurde einst in der vierten Runde durch die Nashville Predators gedraftet. In der NHL kam er allerdings nur zu 40 Einsätzen. Dafür sammelte der schnelle Offensivspieler 618 Einsätze in der AHL und dort scorte er am Laufmeter: 191 Tore und 211 Assists sind insgesamt zusammengekommen. Mit seinen Fähigkeiten mit dem Puck am Stock bringt er die Veranlagung mit, zum Spielgestalter in der Fribourger Offensive zu werden. Mit einer Körpergrösse von 1.78 Meter wird der Linksschütze den körperlichen Duellen eher aus dem Weg gehen.
Der HC Davos sah sich in diesem Sommer mit der Herausforderung konfrontiert, dass Klas Dahlbeck ersetzt werden musste. Es ist ein Kanadier, der diese Aufgabe übernehmen soll. Der 28-jährige Frédéric Allard ist das Multitool unter den Abwehrspielern. Er gilt als harter Arbeiter, wenn sein Team nicht im Scheibenbesitz ist, gleichzeitig bringt er eine gesunde Portion Offensivdrang mit. Allard wird so im Transition Game der Bündner eine Schlüsselrolle einnehmen.
Auch er wurde durch die Nashville Predators gedraftet, stand allerdings lediglich in einer Partie für die Preds in der NHL auf dem Eis. Daneben spielte er drei Partien für die Montreal Canadiens. Die letzten drei Saisons bestritt er mit dem Lulea HF und kennt damit das europäische Eishockey bereits. In der Meistersaison 2024/25 spielte er zum Playoff MVP auf. In 184 Spielen mit dem SHL-Team sammelte er 94 Scorerpunkte.
Die SCL Tigers haben sich mit Jonathan Dahlen einen Platz in diesen Top Ten gesichert. Gemeinsam mit Landsmann Emil Pettersson wechselt Dahlen vom Timra IK aus der SHL ins Emmental. In der zweiten Runde 2016 durch die Ottawa Senators gedraftet, versuchte sich Dahlen zwischen 2018 und 2019 via AHL für die NHL zu empfehlen. Danach kehrte er zum Timra IK zurück. Als Captain schoss er den Verein, für den er schon in der Jugend auf dem Eis gestanden hatte, mit 93 Scorerpunkten in 60 Spielen zum Aufstieg. Dahlen selbst landete mit dieser Saison bei den San Jose Sharks. Nach nur einem Jahr kehrte er allerdings nach Schweden zurück. Beim Timra IK steigerte er seine offensive Ausbeute bis auf 55 Scorerpunkten in der vergangenen Saison. Seine harten Schüsse werden eine gefährliche Waffe für die SCL Tigers.
Die SC Rapperswil-Jona Lakers haben ihre Importfraktion in diesem Sommer mit einem US-amerikanischen Stürmer komplettiert. Kevin Labanc stösst allerdings aus der KHL zu den Rosenstädtern. Der Mann für die Aussenpositionen ist abschlussstark und so versprechen sich die Lakers vom Rechtsschützen auch eine wichtige Rolle im Powerplay. Für die Shanghai Dragons sammelte er in 55 Spielen in der vergangenen Spielzeit 15 Tore und 19 Assists.
Der Neuzugang besitzt slowakische Wurzeln. An der WM 2021 lief er allerdings für die USA auf und gewann mit dem Team Bronze. Labanc bringt viel Erfahrung in die Mannschaft vom Obersee, insgesamt 542 NHL-Spiele durfte er in seiner Karriere bestreiten. Während sieben Saisons spielte er gemeinsam mit Timo Meier in der Organisation der Sharks.
Auch der SC Bern hat für eine neue Attraktion in der National League gesorgt. Der US-amerikanische Flügelspieler dürfte ordentlich Schwung aufs Schweizer Eis bringen. 352 NHL-Spiele bestritt der neue Stürmer der Mutzen. Dabei erzielte er 66 Tore und bereitete 79 Treffer vor. Er hat die Veranlagungen zu einem absoluten Spektakelspieler. Schon in frühen Jahren hob er sich durch seine technischen Qualitäten von der Konkurrenz ab. Er dürfte die gegnerischen Abwehrspieler schwindelig spielen. Gleichzeitig wird er mit seiner Spielintelligenz das Berner Offensivspiel auch antreiben können. Seine Fähigkeiten machten ihn 2014 einst zum First-Rounder. Auch Milano hat sich mit der USA eine WM-Bronzemedaille erspielt, bei seiner einzigen Teilnahme 2018.
Gleich vier neue Imports akquirierte der HC Lugano in diesem Sommer. Jere Innala ist dabei wohl der grösste Name. Der 28-jährige Finne ist der erste nicht gedraftete Spieler in dieser Auflistung. Ein Grund dürften sicherlich seine körperlichen Voraussetzungen sein. Mit 1,75 Metern Körpergrösse ist Innala relativ klein. Gleichwohl gelang es dem Flügelstürmer, auf Profiniveau auf sich aufmerksam zu machen. Beim HPK machte er den Schritt in die Liiga und feierte 2019 auch den finnischen Meistertitel. 2022 wagte er nach dem Gewinn von WM-Gold den Schritt zum Frölunda HC. In Schweden wirbelte sich der Sniper in den Fokus der NHL. Ungedraftet absolvierte er 2024/25 für die Colorado Avalanche 17 Spiele. Zurück bei Frölunda krallte er sich im Frühjahr die Champions Hockey League. In der SHL gelangen ihm zuletzt in 54 Einsätzen 24 Tore.

22 Tore und 37 Assists in 71 Spielen. Das ist nicht die Bilanz eines Stürmers, sondern die von Offensivverteidiger Simon Johansson. Auf dem Papier ein Mann für die Defensivreihe, ist der von Ilves zum EHC Kloten gestossene Schwede eine regelrechte Offensivwaffe. Zuletzt wurde Johansson als bester Verteidiger der finnischen Liga ausgezeichnet. Nun wechselt der 27-Jährige in die Schweiz und möchte womöglich den EHC Kloten als Sprungbrett verwenden. Der 1.88 Meter grosse Verteidiger ist durchaus robust. 2018 drafteten ihn die Minnesota Wild, in die NHL hat es Johansson allerdings nie gereicht. Mit seinen Fähigkeiten dürfte er vor allem im Powerplay zu einer prägenden Figur der nächsten Saison werden.
Auf Rang zwei findet sich gleich noch ein Verteidiger, allerdings mit ganz anderen Veranlagungen als der vorangegangene Johansson. Der Lausanne HC hat mit Colin Miller einen Defensivspezialisten verpflichtet. Elf NHL-Saisons hat der Routinier in den Beinen, dabei sind 635 Einsätze in der nordamerikanischen Topliga zusammengekommen. Seine Erfahrung geht einher mit einem ausgezeichneten Spielverständnis. Mit 91 Kilogramm bringt der 1.85 Meter grosse Abwehrspieler ordentlich Wasserverdrängung aufs Eis. Auch wenn er dem Gang in die Offensive keine hohe Priorität in seinem Spiel zuschreibt, besitzt er einen kräftigen Abschluss. Aufgrund einer Knieoperation kam er in der vergangenen Saison nur zu 18 Einsätzen für die Winnipeg Jets.
Mitte August musste der EHC Biel auf dem Transfermarkt nochmals aktiv werden und beförderte sich damit an die Ranglistenspitze. Jeff Skinner verdient die Bezeichnung als NHL-Star definitiv. 1'115 Spiele in der NHL hat der neue Stürmer der Seeländer bestritten, dabei sind ihm 714 Scorerpunkte gelungen. Erstmals überhaupt wechselt der Kanadier nach Europa. Skinner bringt alles mit, um in der Offensive für Unruhe zu sorgen. Er ist schnell, führt den Puck sicher und besitzt einen kernigen Abschluss. Ob sich der 34-Jährige über die gesamte Saison als bester ausländischer Neuzugang behaupten kann, ist natürlich nicht sicher. Dass aber ein Spieler aus der Kategorie von Skinner überhaupt in die National League wechselt, ist selten. Deshalb gebührt ihm diese Spitzenposition.
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