Die neue Saison in der National League steht kurz bevor. Ein guter Zeitpunkt also, die jungen Spieler in den Fokus zu rücken. In den 14 Teams schlummern verschiedene junge Spieler, die in dieser Saison den Durchbruch in der höchsten Schweizer Eishockeyliga schaffen könnten.
In der nachfolgenden Aufzählung wurden Youngsters gewählt, die kommende Saison den Durchbruch schaffen könnten. Beachtet wurde, dass die Spieler nicht bereits in mehr als 20 Spielen in der National League auf dem Eis standen
Ein wirklicher Youngster ist der 24-Jährige nicht mehr, doch er steht zum ersten Mal in seiner Karriere in einer "Profi-Liga" unter Vertrag. Zuletzt lief der Verteidiger während vier Jahren in der Universitätsliga NCAA auf und spielte für die Canisius University. Nun versucht der kanadisch-schweizerische Doppelbürger sein Glück beim HC Ajoie und will den Durchbruch in der National League schaffen. In 120 Partien in der NCAA kam Bottini auf 30 Scorerpunkte.
Bei den Leventinern schlummern gleich drei spannende Youngster im Kader, die vor dem Durchbruch in der National League stehen. Einer davon ist Nathan Borradori. Er absolvierte in der vergangenen Saison elf Spiele für die Biancoblu. Im Playout-Final gegen den HC Ajoie überzeugte er mit drei Scorerpunkten in vier Spielen. Zudem konnte er bereits viele Erfahrungen in der Swiss League in Bellinzona sammeln.
2023 verliess Forget den Lausanne HC und wechselte in die kanadische Juniorenliga QMJHL. Dort verbrachte der Stürmer die letzten drei Jahre und konnte sich weiterentwickeln. Jetzt ist der U-Nationalspieler zurück in der Schweiz und will beim HC Ambri-Piotta angreifen. In der QMJHL kam er in drei Saisons auf 196 Partien und 57 Scorerpunkte.
Gleich der nächste Spieler, der aus einer kanadischen Juniorenliga den Weg zum HC Ambri-Piotta macht. David Bosson trug in den letzten beiden Jahren das Trikot der Drummondville Voltigeurs in der QMJHL und spielte damit regelmässig gegen Jordan Forget. In 121 Spielen kam er auf 38 Scorerpunkten und ist ein weiterer Youngster, der bei den Biancoblu durchstarten will.
Im Gegensatz zu Forget und Bosson wählte Joel Grossniklaus einen anderen Weg und wechselte 2024 von den SCL Tigers nach Schweden zu den Malmö Redhawks. Dort verbrachte er die letzten beiden Jahre auf der höchsten Juniorenstufe. In der vergangenen Saison wusste er mit mehr als einem Scorerpunkt pro Spiel zu überzeugen. Nun versucht er sein Glück beim SC Bern und will den nächsten Schritt in seiner Karriere machen.
Kommen wir zu zwei weiteren Spielern, die zuletzt in der QMJHL aktiv waren. Guus van der Kaaij trug während einer Saison das Trikot der Rouyn-Noranda Huskies. In der Saison 2024/25 stand der Verteidiger bereits in sieben Spielen für den HC Davos im Einsatz, nun ist er zurück bei den Bündnern. In 67 Partien in der QMJHL kam der Schweizer U-Nationalspieler auf 21 Scorerpunkte.
Im vergangenen NHL-Entry-Draft wurde Lars Steiner an 171. Stelle von den St. Louis Blues gezogen. Ursprünglich wurde vorhergesagt, dass der junge Schweizer in den ersten drei Runden gezogen werden könnte. Während der letzten Saison rutschte Steiner in den Rankings aber immer weiter ab. Für die Huskies kam er in 61 Spielen auf 64 Scorerpunkte und nun möchte er sein Können beim HC Davos unter Beweis stellen.
Der Stürmer sorgte während der letzten Saison für eine spezielle Geschichte: Gleich bei seinem Debüt für den HC Fribourg-Gotteron erzielte er seinen ersten Treffer und entschied die Partie schliesslich im Penaltyschiessen. Einen Tag später wurde er gegen den EV Zug erneut eingesetzt und konnte gleich wieder einen Treffer bejubeln. Nun wurde er mit einem Profivertrag ausgestattet und bekommt die Möglichkeit, sich beim amtierenden Schweizer Meister durchzusetzen.
Der junge Stürmer spielte zwischen 2023 und 2025 in der kanadischen Juniorenliga OHL. Auf die letzte Saison hin kehrte Körbler zum EHC Kloten zurück und kam in sieben Spielen zum Einsatz. Die meiste Zeit verbrachte er allerdings in der U 21 oder beim HC Thurgau in der Swiss League. Nun bekommt der 19-Jährige die nächste Chance, sich bei den Flughafenstädtern durchzusetzen. Bislang konnte er sich in der National League einen Assist gutschreiben lassen. In der Swiss League kommt er auf fünf Torvorlagen.
Der 21-Jährige lief in seiner noch jungen Karriere bereits in Finnland und in Schweden auf. Zwischen 2022 und 2025 spielte Wagner erst in der höchsten finnischen Nachwuchsliga für KalPa und wechselte dann nach Schweden zu AIK. Für das Team aus der Hauptstadt absolvierte er in der zweithöchsten Liga neun Spiele. Seit der letzten Saison ist er zurück im Emmental, gab sein Debüt in der National League, stand aber hauptsächlich für den EHC Olten im Einsatz. In der Swiss League kam der Stürmer in 40 Partien auf 14 Scorerpunkte.
Bei Vidal handelt es sich um einen französischen Spieler, der nun über eine Schweizer Lizenz verfügt. Er absolvierte in der vergangenen Saison seine fünfte Spielzeit im Nachwuchs der Waadtländer, womit er eine Schweizer Lizenz erhielt. Das ermöglicht ihm, in der ersten Mannschaft des Lausanne HC anzugreifen. In der U 21 wusste er in der vergangenen Saison mit 22 Toren und 28 Vorlagen in 44 Partien zu überzeugen.
Gleich den nächsten Spieler mit Schweizer Lizenz finden wir beim HC Lugano. Harijs Cjunskis verliess die Bianconeri 2024 in Richtung Nordamerika. In Kanada spielte der Lette sowohl in der QMJHL als auch in der BCHL. Nun ist er zurück in Lugano und um einige Erfahrungen reicher, darunter auch einen Meistertitel. In der letzten Saison konnte er mit seinen Teamkollegen bei den Brooks Bandits den Meisterpokal in die Höhe stemmen.
Der Stürmer des HC Lugano bildet in dieser Auflistung eine Ausnahme: Cyrill Henry hat in seiner Karriere nie den Schritt in eine kanadische Juniorenliga oder nach Schweden gemacht. Er wechselte 2022 vom HC Thurgau ins Südtessin und durchlief danach die Nachwuchsstufen der Bianconeri. In der vergangenen Saison gab er sein Debüt in der National League und stand in 19 Partien auf dem Eis. Er kam auf ein Tor sowie drei Vorlagen. Jetzt steht die nächste Saison vor der Tür und für Henry die Möglichkeit, so richtig durchzustarten.
Die Erfahrung des ersten National-League-Treffers dürfte kein Eishockeyspieler vergessen. In dieser Auflistung konnten nur eine Handvoll Spieler diese Erfahrung bereits machen. Dazu gehört auch Jan Daron vom EV Zug. Der 18-Jährige stand in der vergangenen Saison in neun Partien für das Fanionteam der Zentralschweizer im Einsatz und traf bereits in seinem zweiten NL-Spiel. Auswärts bei den ZSC Lions konnte er beim 3:2-Sieg nach Penaltyschiessen ein Tor bejubeln.
Den Abschluss in dieser Auflistung von jungen Spielern, die vor dem National-League-Durchbruch stehen, macht Endo Meier. Der 21-Jährige durfte in der vergangenen Spielzeit in neun Partien für die Lions ran. Hauptsächlich spielte er allerdings in der Swiss League und überzeugte! In 49 Spielen für die GCK Lions erzielte Meier neun Tore und liess sich 31 Assists gutschreiben.
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