Sie sind die Routiniers der National League - Spieler, die schon alles gesehen haben und trotzdem noch in jeder Partie alles geben. Viele von ihnen haben die 35-Jahre-Marke längst hinter sich gelassen, einige sind sogar schon 40 Jahre alt. Doch ihr Feuer fürs Eishockey brennt noch immer. Nach der kommenden Saison werden ihre Verträge auslaufen. Wer hängt noch ein Jahr dran - und für wen könnte das Kapitel National League bald enden?
Hinweis: Nur Feldspieler mit Jahrgang 1991 und älter sind aufgeführt.
Auf die letzte Saison hin hat der Verteidiger den HC Fribourg-Gotteron verlassen und ist zu seinem Jugendverein, dem EV Zug, zurückgekehrt. Nach wenigen Spielen wurde der 214-fache NHL-Spieler von einer Verletzung ausgebremst und fiel fünf Monate aus, ehe Raphael Diaz kurz vor den Playoffs wieder mittun konnte. Lange war unklar, ob der 40-Jährige noch eine Saison anhängen wird. Mitte Mai entschied er sich schliesslich für eine Vertragsverlängerung um ein Jahr, womit er schon bald in den 1000er-Klub aufgenommen werden könnte. 27 Partien fehlen Diaz noch bis zum grossen Meilenstein.
"Ich brenne nach wie vor für den Eishockeysport und den EVZ. Meine Erwartungen an mich selbst sind gewohnt hoch. Ich will meine Leistung in jedem Spiel bringen und mit dem EVZ erfolgreich sein. Gleichzeitig bin ich überzeugt, dass ich mit meiner Erfahrung auch den jungen Spielern helfen kann", liess er sich nach seiner Vertragsverlängerung zitieren. Es zeigt auf, dass sich Diaz erneut voll in den Dienst der Mannschaft stellen wird. Zusätzlich können die jungen Spieler beim EVZ von ihm und seinem Erfahrungsschatz profitieren.
Im Gegensatz zu Raphael Diaz ist Robin Grossmann bereits Teil des 1000er-Klubs der National League. Der Verteidiger des EHC Biel hat diesen Meilenstein zu Beginn der letzten Saison erreicht. Im November entschied er sich schliesslich, noch einmal eine Saison anzuhängen. Ende Februar verletzte sich der 38-Jährige im Spiel gegen den EV Zug an der Schulter und verpasste die anschliessende Postseason. Jetzt steht Grossmann vor seiner 22. National-League-Saison.
Auf die Saison 2021/22 hin entschied sich der langjährige Schweizer NHL-Spieler in die National League zurückzukehren und sich den ZSC Lions anzuschliessen. Kurz vor dem Start der vergangenen Spielzeit verlängerte Yannick Weber seinen Vertrag in Zürich um ein weiteres Jahr. Seit seiner Rückkehr ist der Verteidiger einer der Dauerbrenner im Kader der Lions und hat kaum Spiele verpasst. Weber ist derzeit der fünftälteste Spieler der Liga.
Kommen wir gleich zum nächsten Routinier in der Zürcher Abwehr. Patrick Geering geht in seine 19. National-League-Saison und in seine zehnte als Captain der ZSC Lions. Er darf sich fünffacher Schweizer Meister und zweifacher Champions-League-Sieger nennen. Seit der letzten Spielzeit gehört er zudem dem 1000er-Klub an. Der 36-Jährige wird zweifelsohne erneut mit dem Ziel in die Saison gehen, Schweizer Meister zu werden.
Im November 2025 verlängerte der Verteidiger seinen Vertrag in der Flughafenstadt um ein weiteres Jahr. Seit 2023 spielt der 36-Jährige mittlerweile für den EHC Kloten. Davor trug Profico das Trikot der SCRJ Lakers, mit denen er 2016 den Gang in die Swiss League antrat und 2018 den Wiederaufstieg schaffte. Im selben Jahr konnten die St.Galler auch den Schweizer Cup gewinnen.
2019 wechselte der tschechische Stürmer zum EV Zug und läuft seither für die Zentralschweizer auf. Kovar war massgeblich an den beiden Meistertiteln 2021 und 2022 beteiligt. Beim zweiten Erfolg führte er das Team als Captain an. Er hat seinen Vertrag zuletzt im Dezember 2024 verlängert. Zuletzt konnte Kovar nicht mehr an die Produktivität seiner ersten Jahre anknüpfen und entsprechend stellt sich die Frage, ob der EVZ noch einmal mit ihm verlängern wird.
In der Saison 2009/10 absolvierte Tristan Scherwey seine ersten Einsätze in der National League für den SC Bern. Seither ist er in der höchsten Schweizer Eishockeyliga nie für ein anderes Team aufgelaufen, und es wäre eine grosse Überraschung, wenn sich an diesem Fakt im Herbst seiner Karriere noch etwas ändern würde. Scherwey ist schon länger ein Leader im Team der Mutzen und er wird seine Kollegen auch in der kommenden Saison wieder nach vorn pushen.
Insgesamt kommt der 35-Jährige auf 921 Spiele in der National League. In seiner Saison sind maximal 77 Partien möglich, weshalb er frühestens während der Saison 2026/27 Teil des 1000er-Klubs werden kann. Er bringt so viel Energie ins Spiel, dass ein Rücktritt zum Ende der kommenden Spielzeit überraschen würde.
Der Verteidiger absolvierte sein erstes National-League-Spiel im Alter von 26 Jahren. Er lief lange in der Swiss League auf und machte dort 2017 den Schritt zu den SCRJ Lakers. Es folgte der Aufstieg, Maier blieb bei den Rosenstädtern und konnte sich bis heute in der Defensive durchsetzen. Mittlerweile hat er schon über 400 Partien in der höchsten Schweizer Eishockeyliga auf dem Buckel. Derzeit deutet nichts darauf hin, dass er seine Karriere zum Ende der kommenden Saison beenden wird.
Samuel Erni hat in seiner Karriere eines der spektakulärsten Tore erzielt, das je ein Verteidiger in der National League bejubeln durfte. Gegen den EHC Kloten setzte er zum Airhook an und war erfolgreich. Danach sagte er gegenüber MySports, dass er selbst nicht wisse, was ihn geritten habe. Seit 2018 trägt er die Farben der Emmentaler und ist einer der Routiniers des Teams. Er kommt auf über 600 National-League-Spiele und geht in seine 17. Saison.
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