Welche noch aktiven Spieler punkten in der National League über ihre gesamte Laufbahn am zuverlässigsten? Entscheidend ist dabei der sogenannte P/GP-Wert. Dieser zeigt, wie viele Punkte ein Spieler im Durchschnitt pro NL-Partie erzielt. Je höher der Wert, desto effizienter produziert ein Spieler offensiv. Dabei gilt es allerdings zu beachten, dass die Anzahl absolvierter Spiele teilweise stark variiert.
Während einige Akteure bereits mehrere Hundert Partien in der höchsten Schweizer Liga bestritten haben, basiert der Schnitt anderer Spieler erst auf einer oder zwei Saisons. Berücksichtigt werden ausschliesslich Spieler, die weiterhin in der National League aktiv sind. Das sind die zwölf effizientesten von ihnen.
Denis Malgin eröffnet die Rangliste mit durchschnittlich 0.86 Punkten pro Spiel. Der Schweizer Nationalspieler hat in der National League bereits 282 Partien absolviert und dabei 243 Scorer erzielt. Seine Qualitäten als Spielmacher und Torschütze sind damit unbestreitbar. Malgin verfügt über eine ausgezeichnete Übersicht, starke technische Fähigkeiten und kann eine Partie sowohl als Vorbereiter als auch mit einem eigenen Treffer entscheiden. Nach seinen Jahren in Nordamerika entwickelte er sich bei den ZSC Lions zu einem der wichtigsten Schweizer Offensivspieler der Liga.
Julius Nättinen liegt mit einem Schnitt von 0.87 Punkten pro Partie knapp vor Malgin. In 126 Partien erreichte er 110 Scorerpunkte. Der Finne zeichnet sich vor allem durch seine Abschlussstärke aus und gehört seit seinem Wechsel in die Schweiz zu den verlässlichsten Torschützen des HC Ajoie. Für einen Klub, der offensiv häufig weniger Möglichkeiten kreiert als die Spitzenteams der Liga, ist ein effizienter Vollstrecker wie Nättinen von enormer Bedeutung. Er benötigt vergleichsweise wenige Chancen, um zu einem Treffer zu kommen, und ist insbesondere im Powerplay eine wichtige Waffe. Seine Statistiken sind umso bemerkenswerter, weil er nicht von der offensiven Dominanz eines Spitzenteams profitiert.
Auch Sven Andrighetto steht gerundet bei 0.87 Punkten pro Spiel. In 260 Spielen hat er 227 Scorer gesammelt. Sein Wert ist aufgrund von mehr Spielen, Toren und Assists aber stärker als der von Nättinen, weshalb er den zehnten Platz belegt. Nach mehreren Jahren in Nordamerika kehrte er in die Schweiz zurück und entwickelte sich bei den ZSC Lions sofort zu einem der produktivsten einheimischen Spieler. Gemeinsam mit Denis Malgin bildet Andrighetto einen Schweizer Offensivkern, um den die Konkurrenz die Zürcher beneiden dürfte. Beide können Spiele auf höchstem Niveau entscheiden, ohne einen der begrenzten Ausländerplätze zu beanspruchen.
Filip Zadina kommt während seiner bisherigen Zeit in der National League auf durchschnittlich 0.88 Punkte pro Partie. In Zahlen sind das 75 Scorerpunkte in 85 Partien. Der ehemalige NHL-Erstrundenpick stiess zum HC Davos und bewies schnell, dass er in der Schweiz zu den gefährlichsten Abschlussspielern gehören kann. Der Tscheche sucht häufig selbst den Abschluss und erzielt einen grossen Teil seiner Punkte durch eigene Treffer. Seine Schussqualität macht ihn insbesondere im Powerplay zu einer konstanten Gefahr. Von einem offensiven Importspieler wird erwartet, dass er regelmässig produziert. Zadina erfüllt diese Aufgabe und hat sich innerhalb kurzer Zeit zu einer wichtigen Figur in der Davoser Offensive entwickelt.
André Petersson erreicht mit 40 Scorern in 45 Spielen einen Wert von 0.89 Punkten pro Spiel. Der Schwede verfügt im Vergleich zu vielen anderen Spielern dieser Rangliste zwar über eine kleinere Anzahl an NL-Partien, hinterliess bei den SCL Tigers aber sofort einen starken Eindruck. Petersson bringt viel internationale Erfahrung mit und übernahm in Langnau eine zentrale Rolle. Besonders seine Torproduktion ist für die Emmentaler von grosser Bedeutung. Weil sein Wert erst auf einer vergleichsweise kleinen Stichprobe basiert, muss er diesen Schnitt noch über einen längeren Zeitraum bestätigen. Sein bisheriger Einstand in der National League war jedoch ausgesprochen effizient.
Sakari Manninen nähert sich dank 136 Scorern in 143 Auftritten mit durchschnittlich 0.95 Punkten pro Partie bereits der Marke von einem Scorerpunkt pro Spiel. Der Finne ist weniger ein reiner Torjäger als vielmehr ein intelligenter Spielmacher. Seine Fähigkeiten machen ihn zu einem wichtigen Bestandteil der Offensive von Geneve-Servette. Manninen kann das Tempo eines Angriffs kontrollieren und bringt seine Mitspieler regelmässig in gute Abschlusspositionen. Seine zahlreichen Assists zeigen, wie stark sein Einfluss auf das Offensivspiel der Genfer ist.
Dominik Kubalik verpasst mit einem Schnitt von 0.98 Punkten pro Partie die Marke von einem Punkt pro Spiel nur knapp. 172 Scorerpunkte in 180 Partien sind dennoch beachtlich und zeugen von Konstanz. Der tschechische Nationalspieler ist vor allem für seinen gefährlichen Abschluss bekannt. Kubalik kann aus verschiedenen Positionen treffen und benötigt nur wenig Zeit, um seinen Schuss abzugeben. Gleichzeitig ist er aber auch in der Lage, seine Mitspieler einzusetzen. Seine langfristige Statistik zeigt, dass er nicht nur während einer kurzen Phase produktiv war. Kubalik hat seine offensiven Qualitäten über mehrere Jahre hinweg unter Beweis gestellt und gehört zu den effizientesten ausländischen Spielern der jüngeren NL-Geschichte.
Mit 45 Scorern in ebenso vielen Partien erreicht Jesse Puljujärvi während seiner bisherigen Zeit in der National League genau einen Punkt pro Partie. Der frühere NHL-Stürmer benötigte kaum Anlaufzeit, um sich an das Schweizer Eishockey zu gewöhnen. Er bringt eine seltene Kombination aus Kraft und Geschwindigkeit mit. Puljujärvi kann sowohl selbst abschliessen als auch Chancen für seine Mitspieler vorbereiten. Allerdings basiert sein Wert bislang auf einer sehr kleinen Anzahl an Spielen. Die Herausforderung besteht deshalb darin, diesen Punkteschnitt über weitere Saisons hinweg zu bestätigen.
Austin Czarnik hat in 99 Spielen 102 Scorer gesammelt und kommt dadurch auf durchschnittlich 1.03 Punkte pro Spiel. Somit durchbricht er die Marke von einem Zähler pro Partie. Der US-Amerikaner bewies seine Offensivqualitäten zunächst beim SC Bern und setzte seine Scorerproduktion nach dem Wechsel zum Lausanne HC fort. Dass er auch in einem neuen Umfeld sofort wieder regelmässig punktete, spricht für seine Anpassungsfähigkeit. Für Lausanne besitzt er deshalb nicht nur aufgrund seiner Punkte, sondern auch wegen seines Einflusses auf das gesamte Offensivspiel einen hohen Wert.
Marcus Sörensen liegt ebenfalls bei gerundeten 1.03 Punkten pro Spiel. Er hat bereits in 164 Auftritten 169 Scorer erzielt. Seine bessere Platzierung basiert somit auf mehr Spielen als Czarnik. Sörensen gehört seit seinem Wechsel zu Fribourg-Gotteron zu den gefährlichsten Offensivspielern der National League. Er verfügt über grosse Geschwindigkeit, einen präzisen Abschluss und die Fähigkeit, sich auch unter Druck Torchancen zu erarbeiten. Er kann mit Einzelaktionen für Gefahr sorgen und eine Partie selbst entscheiden. Seine über mehrere Saisons hinweg starken Scorerwerte machen seinen hohen P/GP-Wert besonders bemerkenswert.

Jerry Turkulainen erreicht dank 56 Scorern in 54 Partien durchschnittlich 1.04 Punkte pro Spiel und belegt damit den zweiten Platz. Der Finne ist vor allem als Vorbereiter auffällig. Mit seiner Spielübersicht und seinen präzisen Pässen kreiert er regelmässig Möglichkeiten für seine Mitspieler. Beim HC Ajoie entwickelte er sich innerhalb kurzer Zeit zum kreativen Fixpunkt. Auch er kann sich auf die Fahne schreiben, trotz eines schwachen NL-Teams zu strahlen und sich Scorer zu erarbeiten. Turkulainen produziert seine Punkte unter schwierigeren Voraussetzungen als viele Spieler der finanzkräftigen Spitzenklubs. Wie bei einigen anderen Akteuren in dieser Rangliste ist seine Anzahl an NL-Spielen noch überschaubar. Seine bisherige Effizienz ist dennoch aussergewöhnlich.
An der Spitze der Rangliste steht Markus Granlund. 162 Scorer in 155 Partien ist der Topwert in dieser Liste. Damit erzielte der Finne während seiner bisherigen NL-Laufbahn durchschnittlich 1.05 Punkte pro Spiel. Anders als Spieler, deren hoher Schnitt erst auf wenigen Partien basiert, hat Granlund seine Effizienz bereits über einen längeren Zeitraum bestätigt. Er gehört regelmässig zu den produktivsten Akteuren der Liga und übernimmt bei Genève-Servette eine tragende Rolle.
Die Abstände an der Spitze sind allerdings äusserst gering. Zwischen Granlund auf dem ersten und Czarnik auf dem vierten Platz liegen gerundet nur 0.02 Punkte pro Partie. Dennoch führt kein noch aktiver Spieler die Rangliste mit einem besseren Wert an. Markus Granlund ist damit statistisch der effizienteste noch aktive Spieler der National League.
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