Joël Vermin steht vor einer ungewissen Zukunft: Der 34-jährige Stürmer, der seit Ende April weiss, dass der SC Bern nicht länger mit ihm plant, ist derzeit ohne Klub. Sein Vertrag beim SCB endet Ende August, und bislang hat sich für den ehemaligen NHL-Spieler noch keine neue Möglichkeit aufgetan.
"Das sind natürlich Momente, die nicht so schön sind", erinnert sich Vermin im Gespräch mit dem SRF an die Nachricht des Klubs, der sich in einem grösseren Umbruch befindet und auch den erfahrenen Ramon Untersander verabschiedete.
Trotz der Enttäuschung zeigt sich Vermin gefasst. "Ich hatte das Glück, dass ich all die Jahre auf der Sonnenseite stand", sagt der Berner, der derzeit sein gewohntes Sommertraining absolviert - allerdings ohne Teamkollegen. Das sei keine grosse Umstellung, da er schon immer alleine trainiert habe. Doch die Ungewissheit bleibt. "Wo spiele ich kommende Saison? Finde ich überhaupt noch einen Klub? Was, wenn nicht?" Diese Fragen beschäftigen ihn, sagt er. Eine klare Antwort darauf hat er bisher nicht.
Klar ist für Vermin nur eines: Er will weiterspielen. "Ich bin zuversichtlich, dass noch irgendwo ein Türchen aufgeht", erklärt er optimistisch. Doch er verschliesst die Augen nicht vor der Realität: "Die letzten Saisons waren schwierig, mein Leistungsausweis ist nicht hervorragend." In der letzten Spielzeit gelangen ihm insgesamt zwölf Scorerpunkte (fünf Tore und sieben Assists) aus 47 Partien. In der Saison davor waren es 21 Scorerpunkte (sechs Tore und 15 Assists) aus 55 Partien für den SC Bern.
Dennoch bringt er reichlich Erfahrung mit - unter anderem in der NHL, an zwei Weltmeisterschaften und bei den Olympischen Spielen. "Und ich hatte immer einen guten Draht zu den Jungen, denen ich diese Erfahrungen weitergeben kann", betont er.
Parallel zur Suche nach einem neuen Klub bereitet sich Vermin auf ein mögliches Karriereende vor. In den vergangenen Monaten arbeitete er vermehrt bei einer Immobilienfirma in Burgdorf, um sich beruflich neu zu orientieren. "So dass ich umschwenken könnte", erklärt er gegenüber SRF. Doch diese Perspektive sieht er eher als Plan B. "Ich fühle mich noch jung und fit und habe das Gefühl, dass ich noch Hockey spielen kann. So möchte ich eigentlich nicht aufhören."
Obwohl sich die Türen in der Schweizer Eishockey-Szene für ihn langsam schliessen, gibt sich Vermin kämpferisch. Mit einem Agenten an seiner Seite und eigenen Bemühungen bleibt die Hoffnung, dass sich bald eine neue Chance ergibt.
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