In Interlaken fand die Swiss Ice Hockey Night statt. Dabei wurden die besten Spieler und Spielerinnen der letzten Saison geehrt. Vor allem der HC Fribourg-Gotteron räumte einige Preise ab.
Simas Ignatavicius erhielt den Preis als Youngster of the Year. Der Award bedeutet auch dem Teeanger viel: "Es ist keine einfache Liga, da spielen viele herausragende Spieler. Ich sehe den Preis nicht selbstverständlich an und freue mich sehr darüber. Der Litauer überzeugte mit 13 Scorerpunkten während der Regular Season. Die Rechte am 18-Jährigen gehören bereits einer NHL-Franchise – den Florida Panthers.
Wenig überraschend kam Fribourg aber wenig später zum ersten Preis des Abends. Reto Berra wurde zum besten Goalie der letzten Saison gekürt. Dabei setzte sich der Routinier gegen Simon Hrubec und Sandro Aeschlimann durch.
Für Reto Berra sollte es nicht der letzte Preis des Abends bleiben. Keine Stunde später wurde Berra zum zweiten Mal auf die Bühne gebeten. Der Torhüter des HC Fribourg-Gottéron gewann den Preis als MVP der Playoffs. Dank seinen Paraden konnten die Saanestädter zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte den Meistertitel feiern. Berra freut sich sehr über den Gewinn der Awards: "Es ist unglaublich, dass ich heute solche Preise bekomme."
Eine witzige Anekdote gab Berra auf der Bühne ebenfalls zum Besten. Während des Spengler Cups habe er die Melodie aus dem Film Sister Act gepfiffen. Der Staff habe darauf reagiert und ihm einen Sticker von Whoopie Goldberg auf die Maske gepackt. Der Erfolg liess nicht lange auf sich warten. Die Drachen gewannen den Spengler Cup und Reto Berra entschloss sich, die Maske eine weitere Saison zu behalten: "Jetzt sind wir Meister und vorgestern habe ich mir Whoopie Goldberg noch tättowiert."
Nach dem Rücktritt von Andres Ambühl, der ein Abo auf den Titel des beliebtesten Spielers der Liga besass, konnte endlich einmal ein anderer Akteur der National League die Wahl zum Most Popular Player gewinnen. Die Reihe war nun an Julien Sprunger, der in seiner letzten Saison als Profi die Publikumswahl für sich entscheiden konnte.
Den Preis als besten Spieler der Regular Season hat ebenfalls ein Athlet gewonnen, der in der nächsten Spielzeit nicht mehr in der National League zu bestaunen ist. Der Davoser Captain Matej Stransky wurde ausgezeichnet. Mit 53 Scorerpunkten in 46 Partien hat er sich den Award redlich verdient.
Der Tscheche bedankte sich in einer Videobotschaft für die Auszeichnung: "Ich möchte mich für den Award bedanken. Es ist mir eine Ehre. Einen grossen Dank geht aber auch an die Teamkollegen, ohne sie wäre das nicht möglich gewesen. Es sei ein grossartiges Jahr gewesen." Obschon es am Ende nicht ganz zum Titel reichte, konnte Stransky Erinnerungen schaffen, die er nach eigener Aussage sein ganzes Leben lang nicht vergessen wird.
Für den Titel als MVP der Swiss League waren drei Spieler des Meisterteams aus Sierre nominiert. Dabei hat sich Samuel Asselin gegen seine Teamkollegen Leonardo Fuhrer und Jayden Halbgewachs durchgesetzt.
Der erste individuelle Preis des Abends wurde Alina Müller überreicht. Sie wurde zum dritten Mal in Folge als "Women of the Year" ausgezeichnet. Die 28-Jährige, die letzte Saison noch für die Boston Fleet spielte, war auch Teil des Schweizer Olympia-Kaders, das sensationell Bronze gewann. Sie freue sich über individuelle Awards, aber der mannschaftliche Erfolg bedeute ihr mehr: "Es bedeutet mir am meisten, dass ich hier mit all den Frauen stehe." Sie sei sehr stolz auf das Nati-Team.
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