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Nicht nur die Clubikonen Scherwey und Geering haben für nächsten Sommer noch keinen Vertrag

Pro Team ein Spieler mit auslaufendem Vertrag

Verlängern, Karriereende oder ein spektakulärer Clubwechsel? In der National League tickt bei zahlreichen Topstars die Vertragsuhr. Ob Ajoies Lebensversicherung Anttoni Honka, Lausanne-Topscorer Austin Czarnik oder Davos-Stürmer Valentin Nussbaumer- 14 Hochkaräter gehen in ihr vorerst letztes Vertragsjahr. Ein Blick auf die drängendsten Personalien der Liga.

HC Ajoie - Anttoni Honka

Anttoni Honka ist die Lebensversicherung des HC Ajoie. Der Finne wurde zwar als Verteidiger ausgebildet, stellte in der vergangenen Saison aber eindrucksvoll seine offensiven Qualitäten unter Beweis. Mit 36 Scorerpunkten war er der Topscorer der Jurassier und einer der wichtigsten Leistungsträger des Teams.

Seit der Saison 2024/25 steht Honka in Ajoie unter Vertrag. Im Dezember 2025 verlängerte der Club die Zusammenarbeit um ein weiteres Jahr. Dieser Kontrakt läuft jedoch nach der kommenden Saison aus. Mit seinen starken Leistungen hat sich der 25-Jährige für höhere Aufgaben empfohlen und dürfte das Interesse anderer Vereine geweckt haben.

Zusätzliche Motivation erhält Honka in der kommenden Spielzeit durch seinen Bruder Julius, mit dem er künftig gemeinsam für den HC Ajoie auflaufen wird. Das Bruderduo könnte dem Finnen zusätzlichen Schwung verleihen - und seine ohnehin starken Leistungen nochmals auf ein neues Niveau heben.

HC Ambri-Piotta - Tim Heed

Tim Heed steht mittlerweile seit vier Jahren für den HC Ambri-Piotta auf dem Eis und zählt zu den konstantesten Leistungsträgern der Biancoblu. Der Schwede verpasste seit seiner Ankunft in der Leventina kaum eine Partie und überzeugt Jahr für Jahr mit starken Werten sowie enormen Eiszeiten.

In der vergangenen Saison sammelte Heed 27 Scorerpunkte und gehörte damit erneut zu den wichtigsten Akteuren der Tessiner. Gemeinsam mit seinem Teamkollegen Jesse Virtanen führte er zudem die Eiszeitstatistik der gesamten Regular Season an. Beide standen durchschnittlich mehr als 24 Minuten pro Partie auf dem Eis - Werte, die in jeder Mannschaft von grosser Bedeutung sind.

Heeds Vertrag läuft nach der kommenden Saison aus. Es wird spannend zu beobachten sein, ob sich der Schwede weiter an den HC Ambri-Piotta bindet oder sich für ein neues Abenteuer entscheidet.

EHC Kloten - Dario Meyer

Dario Meyer spielte in der vergangenen Saison die beste National-League-Spielzeit seiner Karriere. Mit 28 Scorerpunkten gehörte der 29-Jährige zu den wenigen Akteuren im Kader des EHC Kloten, die konstant überzeugten. Seine starken Leistungen blieben auch dem Nationaltrainer Jan Cadieux nicht verborgen und wurden mit einem Aufgebot für die Vorbereitung auf die Heim-WM belohnt.

Dario Meyer beendete die Saison beim EHCK als Topscorer.

Mit seiner beeindruckenden Saison hat sich Meyer definitiv auf die Notizblöcke mehrerer Sportchefs gespielt. Sollte der EHC Kloten erneut eine enttäuschende Spielzeit erleben, ist ein Wechsel durchaus denkbar - obwohl der Stürmer bereits seit 2021 für die Flughafenstädter aufläuft.

SCL Tigers - André Petersson

André Petersson erwies sich für die SCL Tigers vom ersten Tag an als Volltreffer. Der 35-jährige Schwede überzeugte in seiner ersten Saison in Langnau auf ganzer Linie und gehörte zu den wichtigsten Spielern des Teams. In 45 Partien der Regular Season erzielte Petersson 24 Tore und liess sich insgesamt 40 Scorerpunkte gutschreiben. Mit seinen Leistungen hatte er grossen Anteil daran, dass die Emmentaler bis zwei Spieltage vor Ende der Qualifikation um einen Platz in den Play-Ins kämpften.

Im Dezember des vergangenen Jahres verlängerte Petersson seinen Vertrag um eine weitere Saison. Wie es danach weitergeht, bleibt allerdings offen. Seine bisherige Laufbahn zeigt, dass der Schwede Veränderungen nicht scheut. Mit 35 Jahren könnte sich ihm nach Ablauf seines Vertrags nochmals die Chance bieten, ein letztes neues Kapitel in seiner Karriere aufzuschlagen.

EHC Biel - Johnny Kneubuehler

Beim EHC Biel laufen nach der kommenden Saison mehrere Verträge aus. Neben Routinier Robin Grossmann und dem finnischen Goalie Harri Säteri gehört auch Johnny Kneubuehler zu den Spielern, deren Zukunft noch offen ist. Der Stürmer hat in den vergangenen beiden Jahren einen deutlichen Entwicklungsschritt gemacht.

Seit der Saison 2024/25 steht Kneubuehler in Biel unter Vertrag und entwickelte sich rasch zu einem wichtigen Leistungsträger. Bereits in seiner ersten Saison erzielte er mit 27 Scorerpunkten einen persönlichen Bestwert in der National League. Auch in der vergangenen Spielzeit wusste er mit 13 Toren zu überzeugen.

Mit diesen Leistungen dürfte Kneubuehler das Interesse mehrerer Vereine auf sich gezogen haben. Es wird spannend zu sehen sein, ob der EHC Biel den Stürmer über die kommende Saison hinaus halten kann.

SC Bern - Tristan Scherwey

Tristan Scherwey und der SC Bern - diese Verbindung gehört einfach zusammen. Der 35-Jährige ist das Herzstück der Mutzen und verkörpert den Klub wie kaum ein anderer Spieler. Ein Wechsel erscheint deshalb eher unwahrscheinlich.

Vielmehr stellt sich die Frage, ob Scherwey seine Karriere nach der kommenden Saison beenden wird. Ebenso ist aber denkbar, dass der SC Bern den auslaufenden Vertrag nicht mehr verlängert. Der Routinier konnte in der vergangenen Spielzeit nicht mehr an frühere Leistungen anknüpfen. Zudem haben die Berner mit den Abgängen von Ramon Untersander und Joel Vermin gezeigt, dass sie bei Routiniers durchaus harte Entscheidungen treffen.

EV Zug - Leonardo Genoni

Leonardo Genoni gehört zu den prägendsten Schweizer Torhütern der modernen National-League-Geschichte. Obwohl sein Vertrag beim EV Zug nach der kommenden Saison ausläuft, zählt der Routinier trotz seines fortgeschrittenen Alters weiterhin zu den absoluten Erfolgsgaranten.

Ein Wechsel dürfte bei Genoni zwar kaum zur Diskussion stehen, dennoch sollte man im Eishockey niemals nie sagen. Sollte der Goalie seine Karriere über die kommende Saison hinaus fortsetzen, spricht vieles dafür, dass dies weiterhin im Trikot des EV Zug geschieht.

Mit Raphael Diaz hat bereits ein anderer Zuger Routinier gezeigt, dass das Alter nicht zwingend das Karriereende bedeutet. Trotz seines hohen Alters entschied sich der Verteidiger, nochmals eine Saison anzuhängen. Ein ähnliches Szenario könnte nach der kommenden Spielzeit auch bei Genoni Realität werden.

SC Rapperswil-Jona Lakers - Gian-Marco Wetter

Gian-Marco Wetter ist einer der unterschätztesten Schweizer Stürmer der National League. Bei den Lakers gehört der 26-Jährige seit Jahren zu den konstantesten Schweizer Leistungsträgern und überzeugt vor allem mit seiner Torgefahr. In den vergangenen beiden Spielzeiten hat Wetter nochmals einen deutlichen Entwicklungsschritt gemacht.

In der abgelaufenen Saison sammelte der Stürmer starke 31 Scorerpunkte in 61 Partien und zählte damit zum besten Schweizer Scorer im Kader. Da sein Vertrag nach der kommenden Saison ausläuft, dürfte Wetter auch das Interesse anderer National-League-Klubs geweckt haben. Für die Lakers wäre ein Abgang des 26-Jährigen ein schmerzhafter Verlust.

Lausanne HC - Austin Czarnik

Austin Czarnik sorgte mit seinem Wechsel vom SC Bern zum Lausanne HC für Unmut bei vielen Berner Fans. In seiner ersten National-League-Saison hatte der US-Amerikaner im Trikot der Mutzen auf Anhieb eingeschlagen und sich mit 56 Scorerpunkten den Topscorer-Titel der National League der Saison 2024/25 gesichert. Statt in Bern zu bleiben, unterschrieb er jedoch einen Zweijahresvertrag bei den Waadtländern.

Auch in Lausanne bestätigte Czarnik seine Qualitäten. Mit 46 Scorerpunkten gehörte er in der vergangenen Saison erneut zu den besten Offensivspielern und war der Topscorer des LHC. Nach der kommenden Saison läuft sein Vertrag aus, eine Verlängerung steht bislang noch nicht fest. Sollte es zu keiner Einigung kommen, dürfte Czarnik auf dem Transfermarkt zu den begehrtesten Importspielern gehören. Ein Spieler mit seinen Offensivqualitäten wäre für jedes National-League-Team eine Verstärkung.

HC Lugano - Joren van Pottelberghe

Joren van Pottelberghe gehört seit Jahren zu den etablierten Torhütern der National League. Seit der Saison 2024/25 bildet er gemeinsam mit Niklas Schlegel das Goalie-Duo des HC Lugano. Die beiden zählen zweifellos zu den stärksten Torhütergespannen der Liga, allerdings kommt van Pottelberghe deutlich seltener zum Einsatz als sein Teamkollege.

In Lugano ist Joren van Pottelberghe nur die Nummer 2.

Nach der kommenden Saison läuft der Vertrag des 29-Jährigen aus. Sollte van Pottelberghe den Anspruch haben, bei einem National-League-Club die unumstrittene Nummer eins zu sein, könnte ein Wechsel durchaus zum Thema werden. In Lugano scheint diese Rolle auf absehbare Zeit weiterhin Niklas Schlegel vorbehalten zu sein.

ZSC Lions - Patrick Geering

Patrick Geering ist die grosse Identifikationsfigur der ZSC Lions. Beim Captain stellt sich längst nicht mehr die Frage, ob er den Klub noch einmal verlässt, sondern vielmehr, wie lange er seine beeindruckende Karriere auf höchstem Niveau fortsetzen möchte.

Der 36-Jährige gewann mit den Zürchern bereits fünf Meistertitel und gehört zudem dem exklusiven 1000er-Klub der National League an. Auch in der vergangenen Saison bewies Geering, dass er noch immer zu den verlässlichsten Spielern der Liga zählt. Lediglich vier Partien verpasste der Verteidiger.

Ob Geering nach Ablauf seines Vertrags nochmals eine Saison anhängt, bleibt offen. Sollte er auch in der kommenden Spielzeit weitgehend verletzungsfrei bleiben, spricht jedoch einiges dafür, dass der Captain seine beeindruckende Karriere noch um ein weiteres Jahr verlängern könnte.

Geneve-Servette HC - Simon Le Coultre

Simon Le Coultre hat in der vergangenen Saison einen grossen Entwicklungsschritt gemacht. Vor allem offensiv wusste der Verteidiger zu überzeugen. Mit zwölf Toren gehörte er zu den treffsichersten Schweizer Spielern im Kader von Geneve-Servette und unterstrich seinen Wert für die Grenats eindrucksvoll.

Nach der kommenden Saison läuft sein Vertrag aus. Sollte Le Coultre an die Leistungen der vergangenen Spielzeit anknüpfen, dürfte das Interesse anderer National-League-Klubs gross sein. Schweizer Verteidiger mit seinem Gesamtpaket sind in der Liga rar und entsprechend gefragt.

HC Fribourg-Gotteron - Marcus Sörensen

Marcus Sörensen gehört zu den wenigen Importspielern in der National League, die einem Verein bereits seit mehreren Jahren die Treue halten. Seit der Saison 2022/23 steht der Schwede bei Fribourg-Gotteron unter Vertrag und zählt zu den wichtigsten Spielern der Drachen.

Wie wertvoll Sörensen für Fribourg ist, zeigte sich besonders in den vergangenen Playoffs. Während seiner Verletzung bekundeten die Drachen grosse Mühe im Offensivspiel. Erst nach seiner Rückkehr, als Fribourg gegen die SCRJ Lakers nur knapp am Viertelfinal-Aus vorbeischrammte, lief es wieder deutlich besser. Vor allem im Final gegen den HC Davos gehörte der Schwede zu den wichtigsten Akteuren. Nach der kommenden Saison läuft sein Vertrag aus. Eine Vertragsverlängerung dürfte jedoch das wahrscheinlichste Szenario sein. Nach dem Abgang von Lucas Wallmark braucht Fribourg Sörensen weiterhin, zudem scheint sich der Schwede bei den Drachen wohlzufühlen.

Marcus Sörensen gehörte in den abgelaufenen Playoffs zu den besten Spielern.

HC Davos - Valentin Nussbaumer

Valentin Nussbaumer steht beim HC Davos vor seinem letzten Vertragsjahr. Der Schweizer Stürmer zählt seit mehreren Jahren zu den wichtigsten Schweizer Offensivkräften der Bündner und wäre entsprechend nur schwer zu ersetzen.

Dennoch soll seine Zukunft bereits entschieden sein. Hartnäckige Gerüchte besagen, dass Nussbaumer ab der Saison 2027/28 mit einem langfristigen Vertrag für Geneve-Servette HC auflaufen wird. Eine offizielle Bestätigung steht zwar weiterhin aus, sollte sich der Wechsel aber bewahrheiten, müssten die Davoser einen schmerzhaften Abgang verkraften.

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2026-07-29 15:45:24