Bei den Clubs der National League gibt es in der kommenden Saison frischen Wind in den Mannschaften. Einige Spieler wechselten innerhalb der Liga, andere stiessen aus dem Ausland zu den Schweizer Teams. Wir haben die neuen Importspieler bewertet und eine Top-Linie zusammengestellt.
Wie letztes Jahr wurde auch in dieser Saison kein ausländischer Goalie verpflichtet. Die meisten NL-Klubs setzen weiterhin auf Schweizer Torhüter, um keine Import-Lizenz für einen Feldspieler zu beanspruchen. Andere Vereine haben bereits seit Jahren einen starken ausländischen Torhüter zwischen den Pfosten. Zu den Import-Goalies gehören Simon Hrubec und Harri Säteri. Der dritte ausländische Torhüter, Adam Reideborn, verlässt den SC Bern, nachdem die Berner Connor Hughes verpflichtet haben. Es dürfte bis zum Saisonstart dabei bleiben, denn die Goaliepositionen in der National League sind besetzt.
Mit Colin Miller hat der Lausanne HC einen erfahrenen Verteidiger an Bord geholt. Der Kanadier hat über 600 NHL-Partien und knapp 200 AHL-Spiele auf dem Buckel. Zwar ist er für seine starke defensive Arbeit bekannt, konnte in seiner Zeit in der NHL dennoch rund 200 Scorerpunkte sammeln. Defensiv bringt er dank seiner Physis viel Härte und Zweikampfstärke mit, wie mehrere Scouting-Reports beschreiben. Der Verteidiger verfügt über einen harten und präzisen Schlagschuss, spielt die Scheibe mit viel Übersicht aus der eigenen Zone und überzeugt mit seinem guten Aufbauspiel. Perfekt also, um das Lausanner Spiel aufzubauen und selbst den einen oder anderen Scorerpunkt beizusteuern.

Nach drei Saisons in Finnland wechselt der schwedische Verteidiger Simon Johansson in die Flughafenstadt. Der 27-Jährige war in der letzten Saison bei Ilves sogar Topscorer und zugleich der effizienteste Verteidiger der finnischen Liiga. Künftig will er beim EHC Kloten nicht nur stark verteidigen, sondern auch für den einen oder anderen Punkt sorgen. Der offensivstarke Verteidiger zeichnet sich durch seine Torgefahr aus und ist besonders im Powerplay ein wichtiger Faktor. Dank seines guten Spielverständnisses erkennt er freie Räume früh, verfügt über einen präzisen Schuss und bringt zudem eine gute körperliche Präsenz mit. Das zumindest sagen Scouts über den Schweden. Ob dies auch in Kloten so zutrifft, wird sich Mitte September zeigen.
Einst galt er als einer der technisch stärksten seines Jahrgangs, nun stürmt der linke Flügelspieler Sonny Milano für den SC Bern. Der Amerikaner absolvierte mehr als 340 NHL-Partien und soll nun mit seiner Kreativität und seinen technischen Fähigkeiten für zusätzliche Impulse im Berner Angriff sorgen. Mit dem 29-Jährigen kommt ein Akteur zum SC Bern, der über starke Spielmacherqualitäten und eine ausgezeichnete Spielübersicht verfügt. Scouts zufolge ist es extrem schwer, ihn zu verteidigen. Nicht umsonst wurde er in Nordamerika immer wieder für seine spektakulären Hände und seine Kreativität gelobt. Es heisst sogar, dass er wie ein Zauberer auf Schlittschuhen sei.
Auf der rechten Flügelposition wählen wir Roby Järventie aus. Der 23-jährige Finne versuchte es in den letzten Jahren in der NHL. Mehrmals schien er kurz vor dem Durchbruch zu stehen, doch er wurde immer wieder von Knieverletzungen zurückgeworfen. Nun hat er unter sein Nordamerika-Abenteuer einen Schlussstrich gezogen. Künftig stürmt er für den HC Ambri-Piotta und möchte die Tessiner wieder auf die Erfolgsspur bringen. Die Leventiner können sich auf einen Power Forward freuen. In einem Scouting-Report heisst es: "Finnen gelten oft als eiskalt, doch Järventie hat Feuer im Blut." Das Feuer und die Emotionen in der Gottardo Arena könnten ihn zum besten Scorer des Teams machen.
Einen Center für die Top-Linie auszusuchen, war schwierig. Gleich mehrere Spieler haben Potenzial dafür. Anthony Richard überzeugt jedoch mit seiner Erfahrung aus über 500 AHL-Spielen sowie einigen Einsätzen in der NHL. In Fribourg erhält der 29-jährige Kanadier eine grosse Aufgabe: Er muss Lucas Wallmark ersetzen, da der schwedische Topscorer zurück in seine Heimat wechselt. Richard ist für einen brutalen, beinahe elektrisierenden Antritt bekannt. Seine grösste Waffe ist das Umschaltspiel, das in Fribourg die Weichen für den nächsten Erfolg ebnen könnte.
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