Sie sind die Architekten des Erfolgs, besitzen das Auge für den freien Mitspieler und setzen ihre Teamkollegen mal für mal magistral in Szene. Wer in der National League Tore schiessen will, benötigt die genialen Zuspieler an seiner Seite. Wir blicken auf jene zehn Passgeber, die auch für die kommende Saison einen gültigen NL-Vertrag besitzen und die ewige Vorlagen-Rangliste der aktuellen Liga-Akteure anführen. Die Zahlen stammen von der Plattform Eliteprospects.
Der Captain der Zürcher Löwen ist der Fels in der Brandung und die Ruhe selbst an der Scheibe. Geering steuert das Zürcher Spiel von hinten heraus mit einer bemerkenswerten Gelassenheit. Seine 238 Assists verdankt der Defensiv-Stratege seinem präzisen Auge bei der Spielauslösung und natürlich auch der Tatsache, dass er bereits über 1'000 Partien in der höchsten Schweizer Spielklasse absolviert hat.
Nach elf überaus erfolgreichen Jahren, drei Meistertiteln und zwei Saisons als Captain beim SC Bern wagt der Routinier im Spätherbst seiner Karriere nochmals ein neues Abenteuer und zieht die Fäden neu in der Genfer Defensive. Untersander glänzt seit jeher nicht nur durch seine physische Präsenz, sondern vor allem durch seine überragende Spielübersicht. Als neuer Quarterback im Genfer Powerplay soll er die Scheiben mit seiner gewohnten, stoischen Ruhe verteilen und die GSHC-Stürmer massgeschneidert in Szene setzen. Trotz verletzungsbedingter Rückschläge in der Vergangenheit beweist er Jahr für Jahr, dass er mit seinem präzisen ersten Pass und seinem exzellenten Auge für den freien Raum einer der verlässlichsten Vorlagengeber von der blauen Linie in der gesamten National League ist.
Bezüglich der reinen Punkte-Effizienz pro Spiel macht dem tschechischen Magier niemand etwas vor: 248 Assists in nur 400 Partien sind ein absoluter Fabelwert! Kovar sieht Lücken, die sonst niemand auf dem Eis wahrnimmt. Dennoch ist seine Zukunft in der Zentralschweiz ein echtes Politikum: Trotz gültigem Vertrag ist seine Zukunft völlig offen, da EVZ-Präsident Hans-Peter Strebel den Topverdiener gemäss Informationen des Blick offenbar loswerden möchte.
Der spielstarke Verteidiger gehört seit Jahren zu den verlässlichsten Offensiv-Backs der Liga. Alatalo ist der Quarterback im Powerplay, zieht an der blauen Linie geschickt die Fäden und füttert die Lugano-Stürmer regelmässig mit perfekten Zuspielen. Die Marke von 251 Assists unterstreicht seine immense Wichtigkeit im modernen Eishockey.

Obwohl man bei Grégory Hofmann aufgrund seiner Dynamik und seines harten Schusses oft zuerst an einen reinen Torjäger denkt, ist der EVZ-Flügelstürmer ein extrem kompletter Offensivakteur. Seine enorme Schnelligkeit nutzt er nicht nur für eigene Abschlüsse, sondern kreiert dadurch auch Räume für seine Mitspieler, die er dann mit präzisen Pässen bedient. 269 Vorlagen in knapp 800 Partien zeigen eindrücklich, dass Hofmann eben nicht nur die kaltschnäuzige Vollstrecker-Qualität besitzt, sondern auch ein hervorragendes Auge für den besser postierten Nebenmann hat.
Der Davoser Kult-Center ist die Definition eines "Playmakers" im klassischen Sinne. Enzo Corvi gehört zu den kreativsten Köpfen des Schweizer Eishockeys. Seine Genialität zeigt sich oft in engen Räumen, wo er mit verblüffenden Pässen die gegnerische Abwehr im Alleingang aushebelt. Mit 295 Vorlagen kratzt er bereits vehement an der 300er-Marke – und das bei vergleichsweise "wenigen" 651 Spielen. Corvi macht seine Linienpartner seit über einem Jahrzehnt im Landwassertal nachweislich besser und ist im Powerplay der Bündner schlicht unersetzlich.
Der Altmeister hat seinen Vertrag beim EV Zug nochmals um eine Saison verlängert und nähert sich mit grossen Schritten der magischen 1'000-Spiele-Marke in der National League. Diaz bringt die immense Erfahrung aus seiner NHL-Zeit mit und zeichnet sich durch ein überragendes Passspiel in Überzahl aus. Mit 307 Assists sichert sich der Routinier völlig verdient den Bronzeplatz auf dem Treppchen.
Mit Romain Loeffel steht ein echter Offensiv-Verteidiger auf dem Podest dieses Rankings. Der spielstarke Nationalverteidiger, der nach Stationen in Genf, Lugano und Bern ab der nächsten Saison beim Lausanne HC die Fäden zieht, gehört seit Jahren zu den produktivsten Defensivspielern der Schweiz. Seine 308 Vorlagen verdankt er vor allem seiner Rolle als Powerplay-Spezialist an der blauen Linie. Loeffel verfügt über einen herausragenden ersten Pass bei der Spielauslösung und die Fähigkeit, Schüsse so von der blauen Linie abzugeben, dass sie für die Stürmer perfekt ablenkbar sind.
Die HCAP-Identifikationsfigur liegt ganz knapp vor Diaz auf Rang 2! Wenn Inti Pestoni im gegnerischen Drittel an der Scheibe ist, müssen die Verteidiger mit allem rechnen. Seine genialen No-Look-Pässe aus der Drehung heraus haben in der Leventina längst Kultstatus erreicht. In seinen besten Zeiten verkörperte Pestoni den puren Spielwitz und setzte seine Mitspieler immer wieder bilderbuchmässig in Szene. Diese sind jedoch vorbei und er kämpfte insbesondere in der letzten Saison mit seiner Form und war von seiner Bestform weit entfernt.
Der unangefochtene König der Vorlagengeber heisst Lino Martschini! Der wirbelige EVZ-Flügelstürmer straft seine Kritiker, die ihn einst als zu klein für das Profi-Hockey abstempelten, Jahr für Jahr Lügen. Martschini nutzt seinen tiefen Körperschwerpunkt und seine Wendigkeit, um Räume zu schaffen, und bedient seine Linienpartner mit einer unfassbaren Präzision. Mit 337 Vorlagen ist der 33-Jährige der verdiente Spitzenreiter dieser Rangliste und der unumstrittene Assist-König der noch aktiven NL-Spieler.
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