Die NL-Sportchefs sind bereits mitten in den Vorbereitungen für die Saison 2026/27, wobei viele personelle Entscheidungen bereits getroffen worden sind. Es gibt aber noch den ein oder anderen Schweizer NL-Spieler oder solchen mit Schweizer Lizenz, dessen Zukunft noch offen ist. Wir stützen uns dabei auf die Liste der Free Agents bei Eliteprospects.
In diesem Artikel wollen wir euch einige spannende Namen etwas genauer vorstellen, während die restlichen Schweizer Spieler, die noch keinen gültigen Vertrag für die neue Saison besitzen, aufgelistet werden.
Mit 41 Jahren dürfte Marc-Antonie Pouliot nahe am Karriereende sein. Seit fünf Saisons spielt er bei Genève-Servette und wurde mit den Grenats Schweizer Meister, CHL-Sieger und gewann den Spengler Cup. Letzte Saison kam er auf insgesamt 52 Spiele und war damit noch immer Stammspieler bei den Genfern. Einen Wechsel in diesem Alter würde keinen Sinn machen. Deshalb wird der Kanadier mit Schweizer Lizenz wohl entweder noch ein Jahr in Genf anhängen oder endgültig einen Strich unter seine bemerkenswerte Karriere machen.
Noch ganz am Anfang seiner Karriere steht Manix Landry. Der 23-jährige Kanadier mit Schweizer Lizenz spielte in den letzten drei Saisons beim HC Ambri-Piotta. Dass er auch kommende Saison für die Leventiner spielt, dürfte sehr wahrscheinlich sein. Denn anders als Alex Formenton, ist Landry nach wie vor auf der Website des HCAP zu sehen. Für einen Verbleib würde auch sein Bruder Lukas sprechen, der seit letzter Saison im Nordtessin spielt. Landry ist als Power-Forward bekannt. Er bringt die nötige Energie auf das Eis und scheut keinen Zweikampf.
Zwölf Saisons lang verteidigte Dominik Schlumpf beim EV Zug und mauserte sich dabei zu einer starken Stütze in der Defensive. Damals wechselte er innerhalb der Saison von Lugano nach Zug und fand dort sein neues Zuhause. Für diesen Tausch wechselten Alessio Bertaggia und Calle Andersson nach Lugano. Vor einem Monat haben die Zuger den 35-Jährigen verabschiedet. Noch hat er keine neue Bleibe gefunden. In seinem Alter könnte er seine Karriere beenden, doch er könnte auch noch ein paar Jährchen anhängen. Denn auch wenn er in den letzten zwei Saisons deutlich weniger Spiele machte, ist der Offensiv-Verteidiger nach wie vor in Eins-zu-eins-Duellen schwierig zu schlagen.

Floran Douay kennt sich in der National League bestens aus. Der Franzose mit Schweizer Lizenz durchlief die Juniorenabteilung von Genève-Servette. Sein Debüt in der National League gab er auch bei den Genfern. Später spielte er zunächst in Lausanne, wechselte anschliessend zu Ambri und kehrte danach wieder nach Lausanne zurück. Bei den Waadtländern sowie auch bei den Tessinern etablierte er sich als Stammkraft in der vierten Linie. Auch in der französischen Nationalmannschaft ist der 31-jährige Stürmer nicht wegzudenken, auch wenn er mit Frankreich den Aufstieg in die höchste Division verpasste.
Beim SC Bern wurde Joël Vermin genau wie Ramon Untersander aussortiert. Die "Mutzen" trennten sich damit von zwei Identifikationsfiguren. Während Untersander künftig für Genf spielen kann, hat Vermin noch keinen Verein für die kommende Saison gefunden. Der 34-Jährige ist ein Berner Eigengewächs und versuchte es einst in der NHL, wo er immerhin auf 24 Partien kam. Seit seiner Rückkehr spielte er in Lausanne, Genf und Bern. Ein Vorteil für Vermin ist, dass er einst auch als Verteidiger eingesetzt wurde und damit bei einem möglichen neuen Verein auf beiden Positionen spielen könnte.

Die Zukunft von Claude-Curdin Paschoud ist noch offen. Das Davoser Eigengewächs wechselte in den letzten vier Saisons gleich dreimal den Klub. Zwischen 2018 und 2022 absolvierte er nur ganz wenige Partien. Dies, weil er im November 2018 einen Puck ans Ohr bekommen hatte und lange unter den dadurch verursachten Schmerzen litt. In den letzten beiden Spielzeiten verteidigte der 32-Jährige bei den SCL Tigers. Sein auslaufender Vertrag wurde bis anhin noch nicht verlängert. Im letzten Dezember feierte er bei den Emmentalern seine 500. National-League-Partie.
Die Karriere von Denis Hollenstein dürfte ebenfalls bald enden. Der 36-jährige Stürmer, der zuletzt noch bei den ZSC Lions spielte, hat keinen Vertrag mehr für die kommende Saison. Das Kloten-Eigengewächs spielte die letzten acht Saisons bei den Lions. Während einer dieser Spielzeiten fiel er wegen einer hartnäckigen Unterkörperverletzung komplett aus. Der Stürmer wurde mit den Lions 2024 und 2025 Schweizer Meister und gewann 2025 zudem die Champions Hockey League. Gut möglich, dass er zum Abschluss seiner Karriere nochmals das Kloten-Trikot anzieht.

Beim HC Ajoie wurde nach einer schlechten Saison und den Playouts im Verein aufgeräumt. Gleich mehrere Identifikationsfiguren der Jurassier erhalten keinen Vertrag mehr oder sind noch ohne Vertrag für die kommende Saison. Neben Kevin Bozon, Jonathan Hazen, Jeremy Wick und Marco Pedretti betrifft dies auch die beiden Goalies Damiano Ciaccio und Benjamin Conz. Ciaccio stand während 29 Partien im Tor der Jurassier. Nach der vergangenen Saison dürfte mit Conz und ihm eine Ära zu Ende gegangen sein.
Alexandre Pugin Andrin Flütsch Antoine Guignard Claude-Curdin Paschoud Damiano Ciaccio Denis Hollenstein Dominik Schlumpf Eishockey Elia Baumann EV Zug Floran Douay Genève-Servette HC HC Ajoie HC Ambri-Piotta HC Davos HC Fribourg-Gottéron Jérémy Wick Joël Vermin Jonathan Hazen Kelyan Barry Kevin Bozon Lausanne HC Manix Landry Marc-Antoine Pouliot Marco Pedretti National League Nic Wülser SC Bern SC Rapperswil-Jona Lakers SCL Tigers Soraya Sägesser Thomas Thiry Victor Oejdemark ZSC Lions