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Nach Sprungers Karriereende führt ein anderer die Torjägerliste an - doch am meisten überrascht ein Importspieler

Top-11 Torschützen der National League

Mit dem Karriereende von Julien Sprunger hat die National League ihren erfolgreichsten aktiven Torschützen verloren. Die Führung übernimmt nun Lino Martschini. Doch Gregory Hofmann und weitere Verfolger sind ihm dicht auf den Fersen. Ein Blick auf die elf aktivsten Torjäger der Liga.

Bis zur letzten Saison hatte Julien Sprunger den Titel als meist aktiver Torschütze in der National League inne. Er hatte mit 355 Toren diese Scorerliste mit grossem Abstand angeführt und schoss sein letztes Tor in der Finalserie mit dem HC Fribourg-Gottéron. Nach ihm folgte Dario Bürgler in der Liste. Doch auch der Ambri-Stürmer hat seine Karriere beendet.

In diesem Ranking sind alle Spieler, die noch aktiv in der National League spielen und einen Vertrag für die Saison 2026/27 haben. Spieler wie beispielsweise Harri Pesonen, der die Tigers Richtung Finnland verlässt, oder Marc-Antoine Pouliot, der letzte Saison noch bei Genève-Servette spielte und zum jetzigen Stand (10. Juni 2026) keinen Vertrag für die kommende Saison hat, sind von dieser Liste ausgenommen. Die Spieler werden den Klubs zugeordnet, bei denen sie letzte Saison unter Vertrag waren.

Information: Die Zahlen und Fakten stammen von der Eishockey-Plattform Eliteprospects.

11. Mike Künzle, EV Zug (132 Tore)

Mike Künzle spielt schon seit über zehn Jahren in der National League. Wenig verwunderlich traf der 32-jährige Stürmer schon etliche Male ins gegnerische Tor. Mittlerweile zählt Künzle, der beim EV Zug unter Vertrag ist, 132 Tore. Für diese Tore brauchte er 606 Partien in der National League. Nächste Saison werden wohl noch einige Tore auf sein Konto kommen. Gut möglich, dass er dann auf der Liste aufrückt. Denn Platz zehn bis acht trennen lediglich fünf Tore.

10. Fabrice Herzog, EV Zug (135 Tore)

Fabrice Herzog brauchte weniger National-League-Spiele als sein ehemaliger Zuger Teamkollege. In 544 Partien schoss er 135 Tore. Gleich wie Künzle spielte auch Herzog 13 Saisons in der höchsten Schweizer Liga. In der vergangenen Saison beim EVZ gelangen ihm aber lediglich fünf Tore, was nicht einmal die Hälfte der Ausbeute der Saison zuvor war. Mit dem Wechsel nach Rapperswil soll es für den 31-Jährigen nicht nur wieder frischen Wind geben, sondern auch einige Tore.

9. Tristan Scherwey, SC Bern (137 Tore)

Mit 137 Toren ist Tristan Scherwey in Gefahr, seinen Platz in der Liste zu halten. Denn Herzog und Künzle lauern dem SC-Bern-Stürmer auf. In 17 Saisons und damit 756 Spielen in der National League gehört der 35-Jährige zu den erfahrenen Spielern im Team. Obwohl er zunächst seine Juniorenzeit in Fribourg bestritt, hat Scherwey dem SCB stets die Treue gehalten. In seinen besten Saisons schoss er 15 Tore, letzte Saison waren es noch zwei Treffer. Zu einem oder zwei Ehrentreffern dürfte er es auch in der nächsten Spielzeit schaffen.

8. Dario Simion, HC Lugano (156 Tore)

Der Tessiner Dario Simion zählt mittlerweile 156 Tore in 670 Spielen. Der 32-jährige Stürmer wechselte letzte Saison zum HC Lugano. Zuvor spielte er in Zug sowie in Davos, wo er ein fleissiger Scorer des Teams war. Vergangene Saison kam er auf 15 Treffer und verbesserte damit wieder seine persönliche Torbilanz. An den Rekord von 24 Treffern in der Regular Season und neun weiteren Toren in den Playoffs, die er in der Saison 2020/21 verbuchte, wird er wohl aber nicht mehr herankommen.

7. Inti Pestoni, HC Ambri-Piotta (159 Tore)

Seine besten Hockeyzeiten sind wohl vorbei. Denn Inti Pestonis Tore nahmen in den letzten drei Saisons drastisch ab. Zuerst war er noch bei zwölf Toren, dann noch bei sieben Toren und vergangene Saison kam er lediglich auf vier Treffer. Wenig verwunderlich wurde er aufgrund seiner mangelnden Leistung manchmal sogar auf die Tribüne verdonnert. In seiner Blütezeit kam Pestoni auf 16 Tore in der Saison. Insgesamt hat er 159 Tore in 722 National-League-Spielen gemacht. Kommende Saison dürften noch einige dazukommen, zu viel ist von Pestoni aber nicht zu erwarten.

6. Killian Mottet, HC Fribourg-Gotteron (159 Tore)

Auch Killian Mottet wird es nächste Saison wohl nicht einfach haben. Eigentlich hat er noch einen Vertrag bis und mit der Saison 2026/27 beim HC Fribourg-Gottéron. Aber die ganze letzte Saison verbrachte der 35-Jährige als Leihspieler beim HC Ajoie. Immerhin kam er dort auf zehn Tore, was ein immenser Anstieg ist, wenn man dies mit der Saison zuvor in Fribourg vergleicht, wo er lediglich zwei Tore schoss. Die Zeiten, in denen Mottet rund 20 Tore geschossen hat, sind längst vorbei. Gut möglich aber, dass er mit seinen 652 National-League-Spielen nächstes Jahr noch den einen oder anderen Treffer verbucht.

5. Christoph Bertschy, HC Fribourg-Gotteron (159 Tore)

Christoph Bertschy kann auf eine erfolgreiche Saison zurückblicken. Er holte mit der Schweizer Nationalmannschaft Silber und wurde mit dem HC Fribourg-Gottéron erstmals Schweizer Meister. Bei Gottéron kam er insgesamt auf 20 Treffer. In seiner gesamten Karriere schoss der 32-Jährige 159 Tore – und das in 563 Spielen. Auch nächste Saison dürften noch mehr dazu kommen, wenn Bertschy weiterhin die Form hat, die er während der Playoffs und auch bei der Heim-WM zeigte. Dennoch ist es fast unmöglich, Luca Fazzini auf dem nächsten Platz einzuholen.

4. Luca Fazzini, HC Lugano (177 Tore)

Der aktiv erfolgreichste Schweizer Torschütze ist Luca Fazzini. Der 31-jährige Luganesi befindet sich aktuell in der Blütezeit seiner Karriere. Vergangene Saison war er wenig verwunderlich der Topscorer des HC Lugano mit 17 Treffern. Vor allem brillierte er aber wegen seiner Assists. Dennoch gehört er zu den besten Torschützen der Liga. In seiner ganzen Karriere in der National League und damit beim HC Lugano kam er auf 177 Treffer in 636 Spielen. Auch nächstes Jahr wird er wohl wieder einer der fleissigsten Scorer der Luganesi sein.

3. Toni Rajala, EHC Biel (181 Tore)

Als einziger Importspieler schafft es Toni Rajala in dieses Ranking und das sogar auf den dritten Platz. Der 35-jährige Finne fühlt sich in der Schweiz, sprich im Seeland, pudelwohl. Das zeigen auch seine Statistiken. Rajala spielt seit zehn Jahren in Biel und kam in dieser Zeit auf 477 National-League-Spiele und dabei auf 181 Tore. In der ganzen Statistik der Top-11 ist er der Spieler mit den wenigsten Partien auf seinem Buckel. In der Saison 2018/19 kam er zu insgesamt 27 Toren in der Regular Season und neun weiteren Treffern in den Playoffs.

2. Grégory Hofmann, EV Zug (232 Tore)

Gemeinsam mit Inti Pestoni galt Hofmann damals in Ambri als Talent. Doch die beiden, die auch heute noch gut befreundet sind, hatten eine ganz unterschiedliche Karriere. Während Pestoni sich durch die Schweizer Liga spielte, versuchte Hofmann sein Glück in der NHL und war deshalb auch eine Saison abwesend. Dennoch: In 654 Partien in der National League kam er auf 232 Tore. Am hungrigsten auf Tore war er in der Saison 2018/19 beim HC Lugano, als er insgesamt 32 Tore erzielte. Nun liegt er nur zwei Tore hinter dem ersten Platz. Gut möglich, dass er dies mit seinen durchschnittlich rund 15 Toren pro Saison erreichen wird.

1. Lino Martschini, EV Zug (234 Tore)

Lino Martschini ist der neue Spitzenreiter dieser Scorerliste. Er erbte die Führung von Julien Sprunger, der seine Karriere beendete. Der 33-jährige EVZ-Stürmer schoss 234 Tore in 640 Spielen. Letzte Saison wurde er aufgrund einer Verletzung gebremst und kam lediglich auf vier Tore in 20 Spielen. Wenn er wieder fit ist, kann er ziemlich sicher erneut zu einer Tormaschine werden. Das zeigen auch seine letzten Saisons, in denen er jeweils rund 20 Tore schoss. Doch er muss sich vor seinem Teamkollegen Hofmann in Acht nehmen, wenn er seinen Platz verteidigen will.

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2026-06-10 16:16:42