Gleich mehrere Silberhelden tragen ab September ein neues Trikot. Vom spektakulären Goalie-Wechsel über Langzeit-Deals bis hin zu den Rückkehrern: In diesem Artikel widmen wir uns den besten Transfers von Schweizer Spielern mit Blick auf die neue Saison 2026/27. Dafür wurde auf jeder Position ein CH-Toptransfer gekürt.
Einen der besten Transfers tätigte der EHC Kloten, indem er den Meistergoalie von Fribourg-Gottéron holte. Reto Berra, der Ende Mai mit der Schweizer Nationalmannschaft an der Heim-WM noch Silber holte, spielt künftig bei den Flughafenstädtern. Während der Regular Season brillierte er mit einer Fangquote von 92 Prozent. Dabei kam er zu fünf Shutouts, in denen er seinen Kasten dicht hielt.

In den Playoffs steigerte er seine Leistung nochmals und hatte sogar eine Fangquote von 92,3 Prozent. Wenig verwunderlich wurde er deshalb ins All-Star-Team der National League gewählt und als bester Torhüter ausgezeichnet. Mit seinen 39 Jahren neigt er sich dem Ende seiner Karriere zu. Deshalb wechselte der Bülacher nochmals in seine Heimat. In Kloten hat er einen Vertrag bis zur Saison 2027/28. Dafür wechselt Klotens Ludovic Waeber nach Fribourg, sozusagen ein beidseitiger Tausch in die Heimat.
Auch Dominik Egli gehört zu den Silberhelden der Nationalmannschaft. Zwar konnte er mit dem Frölunda HC nicht die schwedische Meisterschaft gewinnen, dafür holte er mit Göteborg den Sieg in der Champions Hockey League. Der 27-jährige Verteidiger spielte bereits vor seinem zweijährigen Abstecher nach Schweden beim HC Davos. Nun kehrt er zurück zu den Bündnern. In Davos unterschrieb er einen langfristigen Vertrag über sechs Jahre bis und mit der Saison 2031/32.
Der Offensivverteidiger ist bekannt für seine Vorlagen. In der Saison 2023/24 beim HCD kam er zu 28 Assists. Es ist zu erwarten, dass seine Form gegenüber seiner früheren Spielzeit bei den Bündnern noch einmal besser geworden ist. Während der Heim-WM spielte er neben Nati-Captain Roman Josi. Diese Partien dürften für seine kommende Saison hilfreich gewesen sein.
Tim Berni spielte bei der Eishockey-WM ebenfalls im Silberteam mit. Dort bildete er zusammen mit NHL-Söldner Janis Moser das Verteidigungsduo. In den letzten drei Saisons verteidigte er bei Genève-Servette, kehrt aber wieder zurück zu den ZSC Lions, mit denen er in der Saison 2017/18 Schweizer Meister wurde. Nach seiner Zeit beim ZSC schaffte Berni den Sprung in die NHL, wo er während einer Saison zu 59 Spielen mit den Columbus Blue Jackets kam. Bei seiner Rückkehr schnappten sich aber die Genfer den Verteidiger.

Nun kehrt das 25-jährige Eigengewächs der Zürcher wieder zurück. In Zürich unterschrieb er einen Sechsjahresvertrag bis und mit der Saison 2031/32. Bei der Heim-WM in der Swiss Life Arena durfte er bereits einen Blick in seine neue Kabine und Heimspielstätte werfen. Mit zehn Spielen an dieser WM stand er während jeder Partie auf dem Eis und gehörte fix zum Lineup.
ZSC-Sportchef Sven Leuenberger sagt: "Für die Verjüngung unserer Verteidigung ist Tim ein Glücksfall. In Genf ist er zum Natispieler mit WM-Erfahrung gereift, er kann Powerplay und Boxplay spielen und ist sehr vielseitig einsetzbar. Nach Ablauf der sechs Vertragsjahre ist Tim mit 31 noch immer im besten Hockeyalter. Schön, dass er als ZSC-Eigengewächs zurückkehrt."
Einer, der während der Weltmeisterschaft besonders aufblühte, war Ken Jäger. Der 28-jährige Center und Flügelstürmer ist im Sturm variabel einsetzbar. An der WM bildete er mit Simon Knak und Damien Riat die vierte Linie. In den zehn WM-Spielen kam er auf sieben Scorerpunkte. Das ist im Vergleich zu seiner Regular Season eine Top-Leistung: In 40 Spielen kam er auf neun Scorerpunkte, in den Playoffs buchte er drei weitere Punkte auf sein Konto.
Seine Weltmeisterschaft zeigte aber seinen aktuellen Formstand. Gut, dass Davos ihn nach einem längeren Abstecher in Lausanne zurückgeholt hat. Bei den Bündnern wurde er wie Egli mit einem langfristigen Vertrag ausgestattet. Der gebürtige Davoser unterschreibt beim HCD einen Vertrag über sieben Jahre. Nur das Traum-Duo aus der WM gibt es künftig weiter ausschliesslich bei Länderspielen. Denn Simon Knak verlässt den HCD.
Dario Rohrbach steigerte sich in den vergangenen Jahren von Saison zu Saison. In der Saison 2024/25 wurde er als am besten entwickelter Spieler ausgezeichnet. Gleichzeitig liess er alle Importspieler auf der Scorerliste hinter sich. In der letzten Saison musste er sich mit Platz zwei zufriedengeben. Dennoch gehörte er damit zu den zehn besten Schweizer Scorern der Regular Season.
In Ambri und Ajoie gelang ihm noch kein richtiger Durchbruch in der National League, erst der Wechsel zu den SCL Tigers schien ihm einen Schub in seiner Karriere gegeben zu haben. In Langnau reifte er zum Spitzenstürmer heran und er erhielt erstmals ein Nati-Aufgebot. Für eine Weltmeisterschaft reichte es ihm noch nicht. Nun wechselt er zum Kantonsrivalen SC Bern. Dort erhält er einen Vierjahresvertrag. Die Verpflichtung wurde bereits vor der letzten Saison bekannt gegeben.
Simon Knak reifte in den vergangenen sechs Jahren beim HC Davos zu einem starken Stürmer heran. In seiner Zeit bei den Bündnern schaffte er es erstmals an eine Weltmeisterschaft und spielte die letzten beiden WMs durch. Dabei holte er zweimal Silber. Der ehemalige Kloten-Junior spielt künftig bei den ZSC Lions. Die Zürcher haben den 24-Jährigen mit einem Fünfjahresvertrag bis einschliesslich der Saison 2030/31 ausgestattet.
Für die Zürcher ist Knak neben Tim Berni ein zweiter Top-Transfer. Mit zwei Silberhelden dürften die ZSC Lions für die nächste Saison in der Verteidigung sowie im Sturm schon gut aufgestellt sein. Knak holte in der letzten Saison mit Davos insgesamt 23 Scorerpunkte. Während der zehn WM-Spiele kam er zu fünf Scorerpunkten, was im Vergleich zur Regular Season einen starken Leistungsanstieg darstellt – was aber natürlich auch mit seinen Linienpartnern zu tun gehabt haben könnte.
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