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Martschini ist der grosse Profiteur des Sprunger-Rücktritts

Die besten noch aktiven NL-Scorer

In der National League dreht sich das Transferkarussell unaufhörlich. Import-Spieler kommen und gehen, doch das Fundament des Erfolgs bilden meistens die einheimischen Konstanten oder treue Kult-Ausländer. Wir nehmen das Top-10-Ranking der besten aktiven Scorer, die bereits fest für die kommende Saison bei einem NL-Team unter Vertrag stehen, unter die Lupe.

Nach dem Rücktritt von HCFG-Legende Julien Sprunger, der das Ranking der aktiven NL-Topscorer lange Zeit angeführt hat, ist der Weg für eine neue Nummer 1 frei. Wer liefert den maximalen Ertrag für sein Geld, wer ist eine pure Lebensversicherung und wer straft alle Zweifler Lügen? Die grosse Analyse von Platz 10 bis zum Thron.

Information: Die Zahlen und Fakten stammen von der Eishockey-Plattform Eliteprospects.

10. Christoph Bertschy (HC Fribourg-Gottéron)

Der nimmermüde Motor. Dass Bertschy dieses Ranking eröffnet, unterstreicht seine enorme Relevanz. Er bringt Tempo, unbändige Energie und eine verlässliche Punkteausbeute an die Saane. Ihn langfristig im Kader zu wissen, nimmt der sportlichen Führung in Fribourg jede Menge Druck von den Schultern.

9. Killian Mottet (HC Fribourg-Gottéron / zuletzt Leihe an HC Ajoie)

Das Luxus-Sorgenkind. Seine Scorer-Historie lügt nicht und rechtfertigt Platz 9. Doch sportlich erlebte die Fribourger Identifikationsfigur zuletzt schwere Zeiten und eine Leihe nach Ajoie. Ob er seinen hochdotierten Vertrag in der kommenden Saison wieder beim amtierenden Meister rechtfertigt oder das Transfer-Theater weitergeht - an Torgefahr mangelt es ihm im richtigen System nie.

8. Raphael Diaz (EV Zug)

Alterslos im roten Bereich. Mit über 800 NL-Partien auf dem Buckel hängt der 40-jährige Defensiv-Dino noch ein Jahr dran. Dass er als Verteidiger in dieser Stürmer-Domäne mitspricht, beweist seine ewige Klasse. Für den EVZ ist und bleibt Diaz der emotionale Leader in der Defensive, der auch offensiv seine Qualitäten hat.

7. Luca Fazzini (HC Lugano)

Der Mann für die magischen Momente. "Fazzo" hat in Lugano einen regelrechten Monstervertrag unterschrieben. Er hat Phasen, in denen er komplett abtaucht - aber wenn es im Tessiner Derby brennt, zündet sein gefürchteter Handgelenkschuss. Ein genialer Sniper, der den Unterschied ausmachen kann. Die letzte Saison war die produktivste seiner Karriere, sammelte er in der Regular Season beeindruckende 47 Scorerpunkte.

6. Romain Loeffel (SC Bern)

Die offensive Allzweckwaffe. Der zweite Blueliner nach Raphael Diaz in den Top 10. Loeffel ist der Mann für die harten Abschlüsse beim SCB. Dass er punktetechnisch auf einer Höhe mit Center-Magiern liegt, untermauert seinen immensen Wert im modernen Umschaltspiel der Mutzen.

5. Enzo Corvi (HC Davos)

Der Architekt im Landwassertal. Corvi hat zwar exakt gleich viele Punkte wie Loeffel, benötigte dafür aber deutlich weniger Spiele. Der Bündner Edeltechniker ist kein klassischer Knipser, sondern das Gehirn auf dem Eis. Seine Pässe haben teilweise Augen. Für das Davoser Spiel schlichtweg unersetzlich.

4. Toni Rajala (EHC Biel-Bienne)

Das Bieler Denkmal. Der einzige Import-Spieler in dieser elitären Liste - und was für einer! "Toni Tornado" ist im Seeland längst kein Ausländer mehr. Seine Effizienz ist schlicht atemberaubend: Mit fast 0,8 Punkten pro Spiel weist er in diesem Ranking eine der besten Quoten auf. Ein Segen für das Bieler Budget. Bei ihm besteht sogar die Möglichkeit, dass er bald in den Besitz der Schweizer Lizenz kommen könnte.

3. Inti Pestoni (HC Ambri-Piotta)

Der Fürst der Leventina. Wenn Pestoni skort, bebt die Gottardo Arena. Nach seinen Wanderjahren ist er in Ambri komplett gereift. Er trug viele Saisons die offensive Last der Leventiner auf den Schultern und bewies eindrücklich, dass Eishockey-Romantik und nackte Scoring-Qualität perfekt zusammenpassen können. Zuletzt bröckelte jedoch sein Status in der Leventina gehörig. In der letzten Saison scorte er nur noch achtmal.

2. Grégory Hofmann (EV Zug)

Der Prototyp des Torjägers. Wenn Hofmann den Turbo zündet, sieht die gegnerische Verteidigung meist nur noch die Startnummer. Er kombiniert rasanten Speed mit einem messerscharfen Abschluss. Ein absoluter Königstransfer, der sich jeden Rappen auszahlt. Er könnte in der nächsten Saison auch noch die magische 500er-Marke knacken.

1. Lino Martschini (EV Zug)

Der unangefochtene König der National League. Der "Zauberfloh" thront einsam an der Spitze und hat als einziger Akteur dieser Auswahl die historische 500-Punkte-Marke bereits durchbrochen. Martschini straft seit über einem Jahrzehnt alle Zweifler Lügen, die dachten, er sei zu klein für dieses physische Spiel. Er ist die personifizierte Vereinstreue und eine der grossen offensiven Lebensversicherungen des EVZ. Hätte er nicht grosse Teile der letzten Saison verletzungsbedingt verpasst, wäre sein Vorsprung in diesem Ranking noch grösser.

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2026-06-08 08:54:02