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Biasca ist einer von drei Schweizern, die über NHL-Potenzial verfügen

Sie müssen sich aber noch weiterentwickeln

Nach der Saison stellt sich immer wieder die Frage, ob es ein Schweizer aus der National League zu einer NHL-Organisation ziehen könnte. Einige Spieler haben dabei ihr grosses Potenzial angedeutet und könnten in Zukunft vielleicht eine Chance erhalten.

Bis zum 15. Juni haben Spieler aus der National League die Möglichkeit, bei einer NHL-Franchise zu unterschreiben, auch wenn sie einen weiterlaufenden Vertrag haben. Das besagt das Abkommen zwischen den beiden Ligen.

Stéphane Charlin (Genève-Servette HC)

Der Stern von Stéphane Charlin ging bei den SCL Tigers auf. In der Saison 2024/25 wurde er gar zum MVP der Regular Season gewählt. Auf diese Spielzeit hin wechselte er zum Genève-Servette HC und wusste ebenfalls zu überzeugen. Der 25-Jährige beendete die Qualifikation mit einer Fangquote von 91,5 Prozent.

Charlin wurde nie von einer NHL-Franchise gedraftet, entsprechend könnte ihn jede Organisation unter Vertrag nehmen, was sicher ein Vorteil ist. Die Frage ist, ob er ein Angebot erhalten würde. Wäre es dann soweit, müsste er sich garantiert erst durch die Mühlen der AHL kämpfen, das ist bei Goalies eigentlich der klassische Weg. Zuletzt hat Connor Hughes vom Lausanne HC diesen Weg versucht, konnte sich aber bei Laval Rocket nicht vollends durchsetzen und war nach einer Saison wieder zurück bei den Waadtländern.

Aufgrund seiner Leistungen hätte Charlin definitiv eine Chance verdient. Allzu lange hat er aber nicht mehr Zeit, bis er diese erhalten sollte. Es ist kaum vorstellbar, dass ein NHL-Team plötzlich einem 30-jährigen Torhüter aus der Schweiz eine Chance geben wird. Soll der NHL-Traum wahr werden, dann muss er das wohl in den nächsten zwei Jahren.

Théo Rochette (Lausanne HC)

Der Stürmer mit Jahrgang 2002 wusste seine starken Leistungen aus der Saison 2024/25 zu bestätigen und war erneut einer der besten Scorer der gesamten National League. Er konnte seine 31 Scorerpunkte aus der Spielzeit 24/25 noch toppen und kam auf 43 Zähler. In den Playoffs trumpfte er ebenfalls mit einem Punkt pro Spiel auf.

Was derzeit noch sein Problem ist, wurde an der Weltmeisterschaft einmal mehr offensichtlich: Ihm fehlt noch die nötige Wasserverdrängung. Kommt er nicht in einer der ersten drei Linien zum Einsatz, muss er die Rolle des 13. Stürmers einnehmen. Unter Jan Cadieux wurde er zum Schluss jeweils als 13. Stürmer aufgestellt und fast nur im Powerplay eingesetzt.

Will sich Rochette den Traum NHL erfüllen, muss er sich im Defensivspiel noch deutlich verbessern. Sonst wird er es kaum durch die Mühlen der AHL schaffen. Zudem bekommen neue Stürmer in der NHL selten einen Platz in den ersten zwei Linien. Über das Offensivpotenzial verfügt Rochette aber zweifelsohne.

Attilio Biasca (HC Fribourg-Gottéron)

Im Gegensatz zu Rochette hat Biasca die defensiven Fähigkeiten und ist auch körperlich robuster. An der Weltmeisterschaft konnte er sich mit überzeugenden Leistungen einen Platz in der ersten Linie neben Nico Hischier und Timo Meier erkämpfen. Das dürfte dem einen oder anderen NHL-Scout aufgefallen sein.

Er hätte nach dem Meistertitel mit dem HC Fribourg-Gottéron um ein Haar die perfekte Saison erlebt. Die Schweizer Nationalmannschaft scheiterte aber bekanntlich im WM-Finale an Finnland. Biasca kam für die Drachen in 59 Spielen auf 31 Scorerpunkte und muss sich diesbezüglich sicherlich noch etwas steigern, um in der NHL für grosses Interesse zu sorgen.

Das Potenzial hat der 23-Jährige, der nie gedraftet wurde, zweifelsohne angedeutet. Er verfügt weiterhin über die Möglichkeit, sich bei den Saanestädtern zu entwickeln, und hat noch einen Vertrag bis 2028.

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2026-06-05 14:51:05