Der Monat Mai gehört im Eishockey mehrheitlich der Eishockey-WM. Doch auch die Feierlichkeiten der National League fanden erst im fünften Monat des Jahres ihren Abschluss.
Der bislang notorisch titellose HC Fribourg-Gottéron hat am letzten Tag des Aprils erstmals in der Vereinsgeschichte die Schweizer Meisterschaft für sich entscheiden können. Im siebten Spiel schoss Lucas Wallmark in der Overtime die Saanestädter zum Sieg und sorgte damit für einen Gänsehautmoment in der Saanestadt.
Erst im Mai kam es in Fribourg zur grossen Meisterfeier, bei der Tausende Menschen die Innenstadt fluteten. Coach Roger Rönnberg hatte bereits bei seiner Ankunft einen möglichen Platz für die grosse Sause ausgemacht. Die Feierlichkeiten, die sich der Schwede damals vorgestellt hatte, dürften durch die zahlreichen Fans sicherlich übertrumpft worden sein.
Die Heim-WM wird als extrem stimmungsvoller Event in Erinnerung bleiben. Nicht nur der Torsong der 'Stubete Gäng' sorgte für einen Ohrwurm bei allen Beteiligten, sondern vor allem die 'W. Nuss von Bümpliz' wurde in die gesamte Eishockeywelt hinausgetragen. Nach den erfolgreichen Schweizer Spielen wurde die inoffizielle Hymne im Stadion abgespielt und Tausende Kehlen sangen lauthals mit. Auch ausserhalb des Stadions wurde der Klassiker von 'Patent Ochsner' in den Festzelten leidenschaftlich mitgegrölt.
Nachdem die letzte Weltmeisterschaft im dänischen Herning oftmals vor beinahe leeren Rängen ausgetragen wurde, sah es in Fribourg und Zürich während der zwei WM-Wochen ganz anders aus. Selbst die Nachmittagsspiele sorgten mit einer ansehnlichen Auslastung für einen würdigen Rahmen.
Mit fortschreitender Turnierdauer sprang der Funke immer mehr auf das Schweizer Publikum über, denn die Nationalmannschaft überzeugte mit famosen Auftritten und Schützenfesten. Nur der letzte Funke ins Pulverfass blieb im Finale verwehrt. So bleiben vor allem die Momente aus dem Viertel- und Halbfinale in Erinnerung, in denen der Glaube an den ersten WM-Titel immer mehr anwuchs. Zumindest stimmungstechnisch war die Schweiz aber definitiv weltmeisterlich unterwegs.
Roman Josi hat im Spiel gegen Ungarn für einen neuen Rekord gesorgt. Noch nie hat ein Spieler so schnell einen WM-Hattrick erzielt wie der Verteidiger der Nashville Predators. Innerhalb von vier Minuten und 45 Sekunden traf der Verteidiger dreimal und brachte die Schweiz gegen den krassen Aussenseiter mit 3:0 in Führung. Am Ende gewann die Schweiz mit 9:0.
Vor dieser Weltmeisterschaft stand Leonardo Genoni bei zwölf WM-Shutouts. Das war ein geteilter Rekord. Nun steht der Schweizer Goalie alleine als Rekordhalter da. Gleich drei weitere Spiele ohne Gegentor konnte der Schlussmann des EV Zug hinlegen. Insgesamt kassierte Genoni nur vier Gegentore in sieben Spielen. Das sind Wahnsinnsleistungen, die der 38-Jährige in der Swiss Life Arena gezeigt hat. Am Ende ist auch Genoni der grosse Wurf in Form des Titels verwehrt geblieben.
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