Der letzte Schuss, das letzte Tor, der letzte Jubel – das alles passierte in der National League am 30. April. Es ist nun Zeit, auf die gesamte Saison zurückzublicken und die Leistungen der verschiedenen Spieler zu analysieren. Heute sind die Verteidiger dran.
Es kommt eher selten vor, dass ein Spieler des HC Ajoie in einem Ranking von Top-Spielern vorkommt. Zu schwach sind die Teamleistungen der Jurassier, so gehen sie oft in den Statistiken komplett unter. Im Falle von Anttoni Honka jedoch ist dies anders. Der Finne spielte eine starke Saison und wurde mit 36 Punkten (9G, 27A) aus 51 Spielen gar Topscorer seines Teams. Seine Leistungen könnten noch besser werden, denn ab kommender Saison spielt er mit seinem Bruder Julius gemeinsam in der Mannschaft.
Riikola hat mittlerweile seine dritte Saison im Emmental hinter sich. Obwohl es den Tigers in dieser Saison nicht mehr ganz nach Wunsch gelaufen ist, konnte der 32-Jährige einmal mehr seine Fähigkeiten zeigen. 28 Punkte hat der Finne in 36 Spielen gesammelt. Hätte er alle Spiele absolvieren können, so wäre wohl auch Team-Topscorer André Petersson ins Schwitzen gekommen.
Der überragende Scorer ist Dean Kukan mittlerweile nicht mehr, auch wenn seine 20 Punkte in der Regular Season ganz okay waren, seine vier Punkte in den Playoffs sogar sehr stark. Trotzdem treibt der 32-Jährige auch das Offensivspiel seiner Mannschaft an und glänzte defensiv unter anderem mit 60 Blocks. Mit 20:40 Minuten auf dem Eis pro Spiel war er in der Regular Season nach Romain Loeffel der Schweizer mit der grössten durchschnittlichen Eiszeit.
Die Lakers waren in dieser Saison eine der grössten Überraschungen und verpassten die Top 6 nur knapp. Nach dem Sieg in den Play-Ins brachten die Rosenstädter den späteren Meister aus Fribourg dann an den Rand eines frühen Ausscheidens. Grossen Einfluss nahm auch immer wieder Jacob Larsson, der unter anderem mit 34 Punkten und auch vielen tollen defensiven Aktionen glänzte.

Nach einer noch verhaltenen ersten Saison hat sich der 30-Jährige in der zweiten Saison deutlich gesteigert. Rathgeb brillierte in der Regular Season mit 30 Scorerpunkten und war einer von so vielen Grundpfeilern und Meisterhelden. Mit den sechs Punkten in den Playoffs war er zwar nicht mehr ganz so häufig an Toren beteiligt, kurbelte das Spiel der Drachen aber mit unbändigem Willen und seiner Defensivleistung an.
Der Finne war einer von so vielen starken Finnen im Spiel der Aigles. In den vergangenen drei Saisons hat er sich bei den Tigers bereits mit starken Leistungen in den Vordergrund gespielt, nun hat er in Genf gezeigt, dass er auch in einem besseren Team grossen Einfluss nehmen kann. 37 Punkte hat er in der Regular Season gesammelt, sieben weitere in den Playoffs. Im Powerplay war er an der blauen Linie Dreh- und Angelpunkt des GSHC-Spiels.
Der Schwede hat in seiner Karriere schon so einiges erlebt. Er wurde zweimal Meister in der KHL und musste dabei 2022 in der Finalserie ebenfalls über sieben Spiele. Eine so enge Serie wie in diesem Jahr erlebte aber auch der 34-Jährige wohl noch nie. An Dahlbeck lag es sicherlich nicht, dass diese Serie verloren ging. Er war es, der die Davoser in der "Belle" mit seinem 1:2 überhaupt wieder zurück ins Spiel brachte.
Auch ihm ist die Niederlage im Finale nicht zuzuschreiben – wie eigentlich keinem HCD‑Spieler. Nach bereits so vielen starken Saisons beim Lausanne HC hat der 31-Jährige in dieser Saison bei den Bündnern noch einmal einen Schritt nach vorn gemacht. Mit 36 Punkten in der Regular Season war er einer der Hauptgründe für den überlegenen Quali-Sieg, in den Playoffs war er mit sechs Punkten erneut stark unterwegs. Bitter für ihn, denn so wurde er jetzt drei Jahre hintereinander nur Zweiter.
Im vergangenen Sommer wurde der Amerikaner geholt und hatte die alles andere als einfache Aufgabe, Ryan Gunderson zu ersetzen. Diese Aufgabe hat er vor allem in der Regular Season dank 31 Punkten sehr gut erfüllt. In den Playoffs zuerst nicht ganz auf der Höhe, war er im Playoff-Final dann überragend und machte sich mit dem Assist für Lucas Wallmark zum ersten Meistertitel in der Saanestadt unsterblich.
Obwohl bereits im Viertelfinale ausgeschieden, stach der Lausanne-Verteidiger deutlich heraus. Der Schwede spielte vor zwei Jahren noch eine fast komplette Saison in der NHL, kam in der vergangenen Saison bei den Vancouver Canucks immerhin zu 28 Spielen. Weshalb, wurde in der Regular Season deutlich sichtbar. Sechs Punkte mehr als Saarijärvi machen ihn mit 43 Punkten zum mit Abstand gefährlichsten Verteidiger der Liga. Ganze 19-mal durfte er sich über den eigenen Torerfolg freuen. 19 Tore sind der achtbeste Wert aller Spieler.
Anttoni Honka Dean Kukan Dominic Hodel Eishockey Erik Brännström Genève-Servette HC HC Ajoie HC Davos HC Fribourg-Gottéron Jacob Larsson Juuso Riikola Klas Dahlbeck Lausanne HC Lukas Frick Michael Kapla National League SC Rapperswil-Jona Lakers SCL Tigers Vili Saarijärvi Yannick Rathgeb ZSC Lions