Spieler, die lange bei einem Verein bleiben, werden auch Jahre nach ihrem Karriereende noch verehrt werden. So wird es natürlich auch Fribourg-Held Julien Sprunger ergehen, der bei den Drachen für immer eine Legende sein wird. Ohne ihn startet beim HCFG eine neue Zeitrechnung. Welche Spieler mit Schweizer Lizenz und einem bestehenden Vertrag sind derzeit am längsten bei ihren Vereinen? Dieser Frage haben wir uns angenommen.
Hinweis: Es werden nur Spieler aufgezählt, welche am längsten bei einem Verein im Einsatz stehen. Unterschrieben sie zwischenzeitlich einen Vertrag bei einem anderen Team, dann zählt die Saison, als sie zu ihrem Club zurückgekehrt sind, als Startsaison. Zudem zählt eine Startsaison nur, wenn ein Spieler mindestens 25 Partien (inkl. Playoffs) für den Verein absolviert hat.
Die Seeländer haben zuletzt einen grösseren Umbruch eingeleitet. Viele Spieler mit Schweizer Lizenz sind erst in den vergangenen Jahren zum Klub gestossen. So auch Captain Gaëtan Haas, der 2021 zu den Seeländern zurückgekehrt ist. So ist es Fabio Hofer, der mit einer Schweizer Lizenz spielt, der am längsten das Trikot des EHC Biel trägt. Er ist zeitgleich mit Yanick Stampfli zum EHCB gestossen, hat aber in der Saison 2020/21 mehr Partien absolviert, weshalb hier Hofer genannt wird.
Eigentlich wäre beim HC Ajoie mit Philip-Michael Devos ein Import-Spieler der dienstälteste Spieler im Kader. Der Kanadier spielt bereits seit der Saison 2015/16 ununterbrochen für die Jurassier. In dieser Liste berücksichtigen wir jedoch nur Spieler mit einer Schweizer Lizenz, welche Devos (noch) nicht besitzt. Darum kommt an seiner Stelle Valentin Pilet zum Handkuss, der seit mittlerweile sechs Jahren für den HC Ajoie aufläuft und noch einen gültigen Vertrag bis 2017 besitzt.
Der Schweizer Nati-Verteidiger wechselte im Sommer 2019 vom HC Davos ins Waadtland. Bei den Lausannern gehört Fabian Heldner zu den wichtigsten Verteidigern im Kader. In der abgelaufenen Saison bestritt er aufgrund einer Verletzung nur 34 NL-Partien. Bei Lausanne besitzt der 29-Jährige noch einen Vertrag einen gültigen Vertrag bis Sommer 2028.
Mit Steve Kellenberger hat der treueste Spieler beim EHC Kloten den Rücktritt bekannt gegeben. Somit ist neuerdings Nicholas Steiner derjenige, der bei den Flughafenstädtern der dienstälteste Spieler im Kader ist. Der 34-Jährige besitzt in Kloten noch einen gültigen Kontrakt bis 2028, wodurch der Verteidiger noch viele weitere Spiele für den EHCK bestreiten dürfte.

Bei den SCL Tigers ist Samuel Erni am längsten im Team. Der Verteidiger zauberte bereits mit einem Air-Hook-Tor gegen den EHC Kloten und ist seit 2017 eine Stammkraft im Emmental. Erni hat die Rolle als dienstältester Schweizer bei den Langnauern von Pascal Berger geerbt, der 2016 zu den Tigers gestossen ist und die Karriere nach dem Ausscheiden im Playoff-Viertelfinal der Saison 2024/25 beendet hatte.
Bei den Grenats ist eigentlich Noah Rod der dienstälteste Schweizer im Kader. Der Captain hat aber in der Saison 2017/18 bei den San Jose Sharks unterschrieben und neun Spiele für die San Jose Barracuda gemacht, ehe er zurück an Genf ausgeliehen wurde. Da gehörte der Stürmer also der NHL-Organisation, weshalb Tanner Richard als dienstältester Schweizer zählt. Er wechselte 2017 zu den Grenats und läuft seither für das Team auf.
Mit Julien Sprunger hat der Mr. Fribourg seine tolle Karriere auf dem absoluten Höhepunkt beenden können. Der langjährige HCFG-Captain hat sein Team in dieser Spielzeit zum historisch ersten Meistertitel geführt. Der 40-Jährige hätte sich somit kein besseres Karriereende wünschen können. Nun tritt Nathan Marchon sein Erbe als dienstältester Spieler bei den Drachen an. Der 29-Jährige hat seine ganze Karriere für den HC Fribourg-Gottéron bestritten und gehört seit 2017/18 fest zum Kader des Profiteams. Zum Meistertitel hat er in 67 NL-Partien 20 Scorerpunkte (elf tore und neun Assists) beigetragen.
Bei den SCRJ Lakers hätten einige Melvin Nyffeler als dienstältesten Schweizer erwartet haben dürfen, doch Fabian Maier war ein halbes Jahr vor dem Schlussmann für die St.Galler im Einsatz. Nyffeler stiess im Januar 2017 zum SCRJ, während Maier bereits auf die Saison 2016/17 zu den Lakers gestossen ist. Der Verteidiger besitzt noch einen gültigen Vertrag bis 2027.
Der italienische Nationalspieler mit Schweizer Lizenz wechselte im Sommer 2016 vom HC Lugano zum HC Ambri-Piotta. Er ist definitiv nicht der einzige Spieler in der Geschichte des Schweizer Eishockeys, der innerhalb des Tessins gewechselt ist, trotzdem ist es immer speziell, wenn es einen Spieler zum grossen Rivalen zieht. Würden wir diese Liste nur mit Spielern mit Schweizer Pass führen, würde Isacco Dotti an der Stelle von Kostner stehen.
Gleich drei Spieler teilen sich den dritten Rang und der erste von ihnen ist Luca Fazzini. Der Stürmer des HC Lugano ist eine treue Seele und hat seine ganze Karriere für die Bianconeri gespielt. Er ist einer der wenigen Spieler in der National League, die noch in diese Sparte gehören. Fazzini schnürte die Schlittschuhe als Junior auch schon für den HC Lugano.
In der vergangenen Saison wurde Lino Martschini von seinem Team schmerzlich vermisst, musste er seine Saison doch frühzeitig abbrechen. Noch in der Spielzeit 2024/25 avancierte der 33-Jährige zum Topscorer seiner Mannschaft, was seine Wichtigkeit unterstreicht. Er ist der dienstälteste Schweizer beim EV Zug, hat noch einen Vertrag bis 2027, und wenn er dann noch gesund ist, würde es nicht überraschen, wenn er seinen Kontrakt noch einmal verlängern würde.
Beim HC Davos denkt man bei Vereinstreue wohl in erster Linie an Andres Ambühl. Doch auch vor seinem Rücktritt war er nicht der Schweizer, welcher am längsten in Folge für die Bündner aufgelaufen ist. Nach seinem Abenteuer in der AHL spielte er während drei Jahren bis 2013 für die ZSC Lions. Enzo Corvi lief hingegen bereits in der Saison 2012/13 für den HCD auf und trug seither nie ein anderes Trikot. Der mittlerweile 33-Jährige ist noch bis 2029 an die Bünder gebunden.
Tristan Scherwey läuft schon lange für den SC Bern auf und er hat noch einen Vertrag bis 2027. Im Gegensatz zu Fazzini hat er zwar nicht alle Nachwuchsstufen bei den Bernern durchlaufen, trotzdem ist er mittlerweile durch und durch Berner und es wäre komisch, wenn er in seiner Karriere jemals noch ein anderes Trikot tragen würde. Er dürfte seine Karriere eines Tages im SCB-Dress beenden.
Bei den ZSC Lions ist der Captains der dienstälteste Spieler des Teams und nach dem Rücktritt von Julien Sprunger neuerdings auch der dienstälteste Spieler der gesamten National League. Patrick Geering hat das "C" auf der Brust von Mathias Seger geerbt und seither einen tadellosen Job als Captain gemacht. 2008 hat er seine ersten Spiele für die Zürcher in der National League absolviert und nie das Trikot eines anderen Teams getragen. Der Vertrag des mittlerweile 36-Jährige läuft in Zürich noch bis 2027.
Damian Möschinger Diego Kostner EHC Biel-Bienne EHC Kloten Eishockey Enzo Corvi EV Zug Fabian Heldner Fabian Maier Fabio Hofer Genève-Servette HC HC Ajoie HC Ambri-Piotta HC Davos HC Fribourg-Gottéron HC Lugano Lausanne HC Lino Martschini Luca Fazzini Nathan Marchon National League Nicholas Steiner Patrick Geering Samuel Erni SC Bern SC Rapperswil-Jona Lakers SCL Tigers Tanner Richard Tristan Scherwey Valentin Pilet ZSC Lions