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Von einigen der diesjährigen MVPs kannte man vor einem Jahr nicht mal ihren Namen

Die "Most Valuable Players" 2025/26

Mit dem Gewinn des ersten Meistertitels des HC Fribourg-Gottéron ging am Donnerstag die National-League-Saison 2025/26 offiziell zu Ende. In diesem Artikel richten wir den Blick zurück auf die wichtigsten Spieler der 14 NL-Clubs in der Spielzeit 2025/26. Das sind unsere MVPs der Saison.

HC Ajoie - Anttoni Honka

Der 25-jährige Anttoni Honka kommt ganz nach seinem Bruder Julius. Der Finne ist ein sehr offensiv ausgerichteter Verteidiger, der enorme Gefahr von der blauen Linie mitbringt. Ganze 27 Assists konnte der Verteidiger verbuchen und war an sehr vielen der wenigen Tore der Jurassier beteiligt. Mit insgesamt 38 Scorerpunkten war er der beste Scorer innerhalb des Teams und überragte auch seinen Landsmann Julius Nättinen. Seine Eiszeit ist ebenfalls sehr erstaunlich: So stand er in einigen Spielen über 25 Minuten auf dem Eis - kein Wunder, dass die Ajoulots mit ihm verlängert haben.

HC Ambri-Piotta - Michael Joly

Michael Joly wechselte auf diese Saison hin vom Kantonsrivalen Lugano in die Leventina und sorgte für ein Offensivspektakel - trotz einer sehr chaotischen Saison. Mit insgesamt 16 Toren im 5-gegen-5 gehörte er ligaweit zu den fünf besten Spielern. Auch in den Playouts zeigte er einmal mehr, wie wichtig er für die Biancoblù ist: In vier Spielen erzielte er drei Tore und sammelte zwei Assists. Dass die Leventiner ihn halten möchten, ist klar - doch nach einer solchen Saison wird das schwierig. Die Gerüchte um einen Abgang sind entsprechend lauter geworden.

EHC Kloten - Davide Fadani

Davide Fadani war eine der grossen Entdeckungen dieser Saison. Nach der Verletzung von Stammgoalie Ludovic Waeber spielte er sich ins Rampenlicht und brachte viele zum Staunen. Zum Ende der Saison wies er eine starke Fangquote von 91,7 Prozent auf - besonders beeindruckend, wenn man bedenkt, dass es seine erste richtige Saison in der National League war. Vor dieser Spielzeit standen nämlich gerade einmal fünf NL-Einsätze auf seinem Konto.

SCL Tigers - Andre Petersson

Andre Petersson war ein echter Glücksgriff für die Tigers. Der Schwede absolvierte seine erste Saison in der Schweiz und erwies sich sofort als grosse Bereicherung für die Offensive. Mit starken 24 Toren war er mit Abstand der treffsicherste Spieler der Langnauer. Harri Pesonen kam mit 14 Treffern noch am nächsten heran. In der Statistik der meisten Tore pro 60 Minuten bei Spielern mit mehr als 20 Einsätzen belegte Petersson ligaweit sogar Platz eins.

EHC Biel-Bienne - Lias Andersson

In Biel war das Rennen um die interne Topscorerkrone besonders spannend zwischen Fabio Hofer und Lias Andersson. Mit insgesamt 41 Punkten setzte sich am Ende Hofer durch - den MVP-Award sehen wir dennoch bei Andersson. Der Schwede agierte über die Saison hinweg etwas konstanter und war vor allem im Penaltyschiessen ein entscheidender Faktor. Mit seinen Toren sicherte er den Seeländern immer wieder wichtige Punkte und hatte grossen Anteil daran, dass sein Team das Play-in-Ticket lösen konnte.

SC Bern - Romain Loeffel

Die Saison der Berner war enttäuschend - entsprechend schwierig ist es, einen klaren MVP auszumachen. Romain Loeffel gehörte jedoch zu den wenigen Spielern, die auf sich aufmerksam machen konnten. Auch wenn er schon bessere Saisons hatte, zählte er erneut zu den besten Verteidigern im Team. In den Play-ins setzte er zudem ein Ausrufezeichen mit einem wichtigen Tor gegen Biel sowie zwei Assists. Mit insgesamt 17 Scorerpunkten war er zudem der zweitbeste Schweizer Scorer im Kader - und das als Verteidiger.

EV Zug - Gregory Hofmann

Auch in Zug hatte man sich definitiv eine bessere Saison erhofft. Einer, der jedoch einmal mehr seine Leistung abrufen konnte, war Gregory Hofmann. Mit grossem Abstand war er der beste Schweizer Scorer im Kader. Zudem überzeugte er auch international mit 13 Punkten in der CHL. Mit seinen 15 Treffern im 5-gegen-5 gehörte er ligaweit zu den zehn besten Torschützen bei Even Strength.

SC Rapperswil-Jona Lakers - Jacob Larsson

Die Saison der Lakers verlief insgesamt sehr stark, wobei mehrere Spieler besonders auffielen. Einer von ihnen ist Jacob Larsson. Der schwedische Verteidiger wechselte letzte Spielzeit nach Rapperswil, musste seine Saison jedoch bereits nach sechs Einsätzen verletzungsbedingt beenden. In der aktuellen Saison zeigt er sich wieder vollständig fit und hat nur zwei Partien verpasst. Mit 36 Scorerpunkten gehört er als Verteidiger zu den drei produktivsten Spielern des Teams. In gewissen Phasen stand er beinahe 30 Minuten pro Spiel auf dem Eis. Nachdem Nico Dünner ausfiel, übernahm Larsson zusätzlich die Rolle des Captains.

Lausanne HC - Erik Brännström

Erik Brännström wurde Ende der Regular Season bereits als bester Verteidiger der ganzen Liga ausgezeichnet - entsprechend ist es wenig überraschend, dass er trotz des Viertelfinal-Aus der Waadtländer als MVP des Teams gilt. Der Schwede erzielte starke 21 Treffer und verbuchte zudem 27 Assists. Hinter Theo Rochette war er damit der zweitbeste Torschütze im Team von Geoff Ward.

HC Lugano - Luca Fazzini

Luca Fazzini war einer der wenigen Schweizer Spieler, die in der Ligatopscorerliste der Regular Season vorn mitmischen konnten. Hinter Granlund, Stransky und Puljujärvi war er mit seinen 47 Scorerpunkten der beste Punktesammler der Liga und somit der produktivste Schweizer in der National League. In den Playoffs nahm seine Produktivität dann zwar ab und ihm gelang nur noch ein Treffer, doch mit der Leistung aus der Regular Season hat er sich den MVP-Titel definitiv verdient.

ZSC Lions - Simon Hrubec

Der zweite Goalie in dieser Liste ist natürlich Simon Hrubec. Klar hat man bei den Lions mit einem Sven Andrighetto und Denis Malgin die Qual der Wahl, doch ohne Hrubec wäre die Saison der Zürcher definitiv nicht so verlaufen, wie sie es am Ende tat. Sowohl in der Regular Season als auch in den Playoffs blieb der Tscheche jeweils bei einer Fangquote von über 92 Prozent. Besonders seine Leistungen in den Playoffs stachen heraus. Die Spieler des HC Davos und des HC Lugano bissen sich dabei regelmässig die Zähne an ihm aus.

Geneve-Servette HC - Jesse Puljujärvi

Jesse Puljujärvi war zwar in der Regular Season nicht der beste Scorer im Team der Grenats, doch seine Leistungen in den Playoffs gehörten definitiv zu den auffälligsten. In den zwölf Playoffpartien gelangen ihm starke sechs Treffer und drei Assists. Damit war er einer der Hauptverantwortlichen dafür, dass Genf überhaupt bis in den Halbfinal vorstossen konnte. Besonders sein Clutch-Faktor in wichtigen Momenten stach heraus. Von einem Spieler wie ihm erwartet man in Genf solche Leistungen - dennoch ist Puljujärvis Spielweise in dieser Saison besonders aufgefallen.

HC Fribourg-Gotteron - Lucas Wallmark

Beim neuen Schweizer Meister stachen natürlich unglaublich viele Spieler heraus, doch in den Playoffs richteten sich die Augen ganz klar auf Lucas Wallmark. Mit sieben Toren und sieben Assists in 19 Spielen war er einer der bedeutendsten Bausteine des Meisterteams. Besonders sein Treffer in Spiel 7 in der Overtime setzte ein entscheidendes Ausrufezeichen und krönte die Saison der Freiburger.

HC Davos - Sandro Aeschlimann

Auch beim diesjährigen Vizemeister stachen viele Spieler hervor, doch ein Mann, der die Bündner wie kaum ein anderer prägte, war Sandro Aeschlimann. Bereits in der Regular Season überzeugte der Goalie mit einer starken Fangquote von 92,5 %. In den Playoffs legte er dann nochmals eine Stufe zu und war deutlich schwieriger zu bezwingen. Seine beeindruckenden Leistungen hätten durchaus mit einem Titel belohnt werden dürfen. In der Post Season gelangen ihm zudem drei Shutouts, einer davon sogar im Finale.

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2026-05-02 18:53:21