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Eiszeitverteilung könnte Spiel 3 entschieden haben, obwohl die Coaches sehr bedacht agieren

Davos und Fribourg im Vergleich

Die Verteilung der Eiszeiten wird in den Playoffs immer zum Thema. Es stellt sich die Frage, ob die Spieler noch genügend Power haben. Gerade bei Akteuren, die schon in der Regular Season regelmässig forciert wurden. Ein Vergleich der beiden Finalisten liefert Antworten.

Um ein genaues Bild zu bekommen, schauen wir uns drei verschiedene Statistiken an. Die Eiszeiten über die gesamten Playoffs, die Eiszeiten im Playoff-Final und die totale Eiszeit in der vergangenen Regular Season. Es wird uns aufzeigen, welche Spieler am meisten forciert werden.

Die totalen Eiszeiten in der Regular Season 2025/26

HC Davos

Beim HC Davos kamen in der Regular Season vier Spieler auf eine Gesamteiszeit von über 800 Minuten. Davon sind mit Michael Fora, Klas Dahlbeck und Lukas Frick drei Verteidiger betroffen, was durchaus Sinn ergibt. Die besten Defensivspieler der Teams werden eigentlich in jedem Team am meisten eingesetzt. Michael Fora hat beispielsweise in der Regular Season zehn Spiele verpasst und kommt trotzdem auf über 800 Minuten. Lukas Frick war übrigens der einzige Spieler im Kader der Bündner, der während der Regular Season im Schnitt länger als 20 Minuten pro Spiel auf dem Eis stand. Josh Holden hat die Eiszeiten also auf viele Schultern verteilt.

HC Fribourg-Gottéron

Etwas anders ist die Situation beim HC Fribourg-Gotteron. Bei den Saanestädtern haben die ersten fünf Spieler, die aufgelistet sind, 50 oder mehr Partien in der Regular Season bestritten. Weil sie gleichzeitig zu den Teamstützen gehören, haben sie natürlich auch viel Eiszeit erhalten. In der Defensive wird Michael Kapla klar am meisten forciert. Ein Bild, das es später auch bei den Playoff-Eiszeiten zu sehen geben dürfte. Kapla kam durchschnittlich als einziger HCFG-Spieler auf über 20 Minuten Eiszeit pro Spiel. Die Eiszeiten zeigen auch auf, dass Roger Rönnberg viel Wert darauf legt, vier Linien durchlaufen zu lassen. Das ist auch bei Josh Holden auffällig, sonst würden die Eiszeiten anders ausfallen.

Die durchschnittlichen Eiszeiten in den Playoffs 2025/26

HC Davos

Beim HC Davos ergibt sich nun ein leicht anderes Bild bei den durchschnittlichen Eiszeiten in den Playoffs. Lukas Frick kommt nicht mehr auf über 20 Minuten pro Spiel, dafür wird Calle Andersson vielfach eingesetzt. In der Offensive steht Matej Stransky nicht unter den am meisten eingesetzten Stürmern. Der Tscheche steht durchschnittlich pro Spiel in den Playoffs unter 17 Minuten auf dem Eis. Dafür ist Tino Kessler vorn mit dabei. Er ist der Schweizer Stürmer beim HC Davos, der in den Playoffs am meisten Eiszeit erhält. Hier muss zudem in Betracht gezogen werden, dass Verlängerungen diese Statistiken nach oben drücken, gerade wenn sie über 30 Minuten andauern, wie im dritten Finalspiel.

HC Fribourg-Gottéron

Im Vergleich zum HC Davos hat der HC Fribourg-Gotteron im Viertelfinal gegen die SC Rapperswil-Jona Lakers bereits eine Verlängerung bestritten. Das ist sicher mit ein Grund, weshalb bei den Saanestädtern gleich zehn Spieler auf eine durchschnittliche Eiszeit von über 18 Minuten kommen. Darunter sind alle sieben Importspieler, die regelmässig eingesetzt werden. Dass die ausländischen Feldspieler in der National League oft eingesetzt werden, dürfte niemanden überraschen. Aus Schweizer Sicht sind bei Gotteron Yannick Rathgeb, Maximilian Streule und Christoph Bertschy unter den Top 10. Bertschy ist übrigens auch der Dauerbrenner der National League. Er hat seit seiner Rückkehr aus Übersee 2018 weder für den Lausanne HC noch für den HC Fribourg-Gotteron ein Spiel verpasst.

Die durchschnittlichen Eiszeiten im Playoff-Final 2025/26

HC Davos

Im Playoff-Final stechen beim HC Davos derzeit drei Spieler heraus, was die Eiszeiten betrifft, und wenig überraschend sind es die drei Verteidiger, die bereits in allen Listen aufgeführt sind. Klas Dahlbeck, Calle Andersson und Lukas Frick nehmen die grosse Verantwortung in der HCD-Defensive auf sich und werden oft eingesetzt. Aufgrund ihrer Position dürften sie also auch noch nicht auf dem Zahnfleisch gehen, auch wenn es eine anstrengende Saison war. Was den Teams allerdings Schwierigkeiten bereiten könnte, wäre eine weitere lange Verlängerung in Spiel 4.

HC Fribourg-Gottéron

Beim HC Fribourg-Gotteron wird viel Wert auf Michael Kapla gelegt und es wird spannend zu beobachten sein, wie er sich in den nächsten Partien verhält. Er wurde über die ganze Saison oft eingesetzt und nun auch in den Playoffs forciert. Mit Simon Seiler taucht zudem ein neuer Name vorn bei den Eiszeiten auf. Beim HC Fribourg-Gotteron sind unter den Spielern mit den meisten Eiszeiten fünf Verteidiger in den Top 6.

Coaches lassen weiterhin vier Linien laufen

Im Vergleich zu anderen Jahren zeigt sich in diesem Playoff-Final eine andere Situation. Beide Teams lassen oft vier Linien durchlaufen und forcieren die Spieler erst in den entscheidenden Momenten. So können sie in diesen Situationen auf zusätzliche Energiereserven zurückgreifen. In den letzten Jahren hat man auch oft gesehen, dass ein Team nur selten vier Linien durchspielen liess und entsprechend die Top-Spieler noch stärker forcierte.

Trotzdem werden die Coaches dieses Jahr die Eiszeiten weiter im Blick haben. Das zeigt auch die Situation, welche zur Entscheidung im dritten Spiel geführt hatte. Julien Sprunger machte im Zweikampf mit Stransky den wacheren, agileren Eindruck und schoss am Ende das Tor. Der Unterschied bei den Eiszeiten: Sprunger stand fast neun Minuten weniger auf dem Eis.

Calle Andersson Christoph Bertschy Eishockey Filip Zadina HC Davos HC Fribourg-Gottéron Henrik Borgström Jacob de la Rose Josh Holden Klas Dahlbeck Lucas Wallmark Lukas Frick Maic Frieden Marcus Sörensen Maximilian Streule Michael Fora Michael Kapla National League Patrik Nemeth Rasmus Asplund Roger Rönnberg Sandro Schmid Simon Ryfors Tino Kessler Yannick Rathgeb

2026-04-23 18:19:51

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24.04.2026 20:00

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