Der HC Davos stand letztmals 2015 in einem Playoff-Finale. Damals setzten sich die Bündner gegen die ZSC Lions durch und holten ihren 31. Meistertitel der Clubgeschichte. Der HC Fribourg-Gottéron wartet noch auf den ersten Titel und stand 2013 letztmals im Finale. Wir werfen einen Blick auf die damaligen Kader der beiden Mannschaften.
Dabei nehmen wir jeweils den Trainer, die Stammtorhüter, zwei Verteidiger und drei Stürmer unter die Lupe. Damit wird man natürlich kaum dem ganzen Kader gerecht, weshalb die Spieler mit mindestens 30 Einsätzen in der Regular Season auch aufgelistet sind, auf die nicht spezifisch eingegangen wird.
Bei den Bündnern hatte natürlich Arno Del Curto das Zepter in der Hand. Der 69-Jährige feierte damals den sechsten Meistertitel als Trainer des HC Davos. In der Finalserie setzte sich der HCD nach einem 0:1-Rückstand mit 4:1 in der Serie durch. Entscheidender Faktor dürfte auch das Penaltyschiessen im dritten Spiel gewesen sein, das die Davoser mit 2:0 gewinnen konnten.
2011 übernahm der Kanadier die Position als Headcoach bei den Saanestädtern. Der Höhepunkt war natürlich der Finaleinzug 2013. Damals hatte Gottéron das Heimrecht im Zähringer-Finale gegen den SC Bern. Die Mutzen entschieden aber die ersten beiden Duelle für sich und gewannen am Ende die Serie mit 4:2. Kossmann konnte 2018 als Feuerwehrmann bei den ZSC Lions doch noch den Meistertitel bejubeln.
Ein spannender Unterschied zur heutigen Zeit fällt zwischen den Pfosten auf. Dabei geht es natürlich nicht in erster Linie um Leonardo Genoni, der mittlerweile für den EV Zug aufläuft und bei sieben Meistertiteln angekommen ist. Vielmehr geht es darum, dass Genoni 2015 in der Regular Season 49 von 52 Partien absolvierte und bei jedem Spiel der Playoffs im Tor stand. Gilles Senn, der damals die Nummer zwei der Bündner war, konnte insgesamt drei Spiele absolvieren. 2015 konnte Genoni übrigens seinen dritten Meistertitel feiern.
Beim HC Fribourg-Gottéron war es im Vergleich zum HC Davos 2015 nicht anders: Benjamin Conz absolvierte 48 Partien in der Regular Season und 18 weitere Spiele in den Playoffs. Simon Rytz stand insgesamt viermal zwischen den Pfosten und Ludovic Waeber erhielt damals einen Einsatz. In jener Saison spielten die Saanestädter übrigens auch am Spengler Cup und verloren den Halbfinale gegen ein Team Canada mit zahlreichen NHL-Stars.
Mittlerweile sind Felicien Du Bois und Beat Forster vom Profi-Eishockey zurückgetreten. 2015 gehörten sie zu den Teamstützen in der Defensive. In der damaligen Finalserie gegen die ZSC Lions kam es im dritten Spiel zum Penaltyschiessen. Nach 80 Minuten stand kein Sieger fest. Du Bois lief als siebter Schütze an und konnte Lukas Flüeler bezwingen. Dank dieses Sieges stellten die Bündner die Serie auf 2:1.
Es war bekanntlich der sechste und letzte Meistertitel in der Karriere von Beat Forster. Er stand zwar 2023 noch mit dem EHC Biel im Playoff-Finale, verlor allerdings gegen Genf. Mittlerweile ist Forster bei den Seeländern als Assistenztrainer angestellt. Jan von Arx soll hier auch noch erwähnt sein, der damals einen Märchen-Abschied hatte und mit dem letzten Profispiel den Meistertitel feiern konnte.
Die weiteren Verteidiger: Ville Koistinen, Fabian Heldner, Simon Kindschi, Jan von Arx, Samuel Guerra, Claude-Curdin Paschoud und Noah Schneeberger.
Wechseln wir wieder ins Jahr 2013 und zum HC Fribourg-Gottéron. In der BCF-Arena sind die Nummer und der Name von Shawn Heins verewigt. Der Kanadier war für seine raue Gangart bekannt, aber eben auch für seinen starken Slapshot von der offensiven blauen Linie. Nach sechseinhalb Saisons bei Gottéron beendete der kanadische Verteidiger nach dem verlorenen Playoff-Final gegen den SC Bern seine Karriere.
Weiter muss auch Romain Loeffel erwähnt werden, der mittlerweile für den SC Bern aufläuft und in dieser Saison nichts mehr mit dem Kampf um den Meistertitel zu tun hat. Der Offensivverteidiger absolvierte 2013 seine dritte komplette Saison in der National League und war noch nicht so produktiv, wie er es jetzt ist.
Die weiteren Verteidiger: Joel Kwiatkowski, Alain Birbaum, Michael Ngoy, Marc Abplanalp und Sebastian Schilt.
Bei der Offensive des HC Davos fällt erst so richtig auf, was für einen Top-Kader die Bündner 2015 hatten. Reto von Arx absolvierte, wie sein Bruder, die letzte Saison seiner Profikarriere und erzielte im entscheidenden fünften Spiel den Gamewinner. Ein besserer Abschluss der Karriere ist eigentlich kaum vorstellbar.
Weiter müssen wir einen Blick auf die damaligen Importspieler werfen. Perttu Lindgren war 2015 in den Playoffs der beste Scorer der Bündner. Der Finne erzielte fünf Tore und konnte sich sieben Assists gutschreiben lassen. Marcus Paulsson steuerte sechs Treffer in den Playoffs bei und sammelte zudem vier Assists.
Der vierte Importspieler vom HC Davos war damals Dick Axelsson, der ebenfalls tolle Playoffs ablieferte. Schweizer Spieler wie Andres Ambühl, Dario Simion, Marc Wieser, Gregory Hofmann und Enzo Corvi dürfen aber nicht vergessen werden. In jener Saison sammelten Sven Jung, Tino Kessler und Chris Egli erstmals NL-Luft, absolvierten aber weniger als 20 Partien.
Die weiteren Stürmer: Dick Axelsson, Tyler Redenbach, Dario Simion, Andres Ambühl, Marc Wieser, Gregory Sciaroni, Samuel Walser, Gregory Hofmann, Mauro Jörg, Enzo Corvi, Dino Wieser und Sven Ryser.
Zum Abschluss werfen wir noch einen Blick auf die Offensivspieler der Saanestädter 2013. Einer der produktivsten Spieler war damals Simon Gamache, der in 63 Partien 52 Scorerpunkte sammelte. Der Kanadier war bekannt für seine blonde Mähne. Nach der Niederlage im Playoff-Final wechselte Gamache nach Mannheim.
Die produktivste Saison seiner Karriere hatte damals Andrey Bykov. Er wies einen Schnitt von einem Scorerpunkt pro Spiel auf, kam in der Regular Season auf 46 Zähler und in den Playoffs auf 17 Punkte. Dennoch konnte er die Finalniederlage nicht verhindern. Gottéron glich damals nach einem 0:2-Rückstand die Serie aus und verlor schliesslich mit 2:4.
Weiter muss Christian Dubé erwähnt werden. Der aktuelle Headcoach des EHC Biel absolvierte damals die drittletzte Saison als Spieler und kam in der Regular Season noch auf 42 Scorerpunkte! Teil des Teams war natürlich auch Julien Sprunger. Für den "Monsieur Gottéron" steht nun die letzte Serie seiner Karriere an. Ob er einen Abschluss wie die von-Arx-Brüder feiern kann?
Die weiteren Stürmer: Greg Mauldin, Benjamin Plüss, Adam Hasani, Cedric Botter, Mike Knöpfli, Sandy Jeannin, Tristan Vauclair, Julien Sprunger, Jan Cadieux, Adrien Lauper, Sandro Brügger und Melvin Merola.
Andrey Bykov Arno Del Curto Beat Forster Benjamin Conz Christian Dubé Eishockey Félicien Du Bois Hans Kossmann HC Davos HC Fribourg-Gottéron Leonardo Genoni Maic Frieden Marcus Paulsson National League Perttu Lindgren Reto von Arx Romain Loeffel Shawn Heins Simon Gamache