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Bei beiden Halbfinal-Duellen kommt es zur 'Belle'

Prognose Playoff-Halbfinale

Am Samstag starten die Playoff-Halbfinals, nachdem es diese Woche in zwei Serien bereits zu dramatischen Spiel 7 gekommen war. Die ZSC Lions treffen auf den HC Davos, während der HC Fribourg-Gotteron auf den Geneve-Servette HC wartet. Wir werfen einen Blick auf die aktuelle Form der Teams, ihre Direktduelle und wagen einen ersten Tipp für die Halbfinals.

HC Davos vs. ZSC Lions - Formstand vor dem Halbfinal-Duell

Mit den ZSC Lions und dem HC Davos treffen in den diesjährigen Playoffs die beiden dominantesten Teams aufeinander. Während die Bündner bereits nach fünf Spielen den Einzug ins Halbfinale perfekt machten, fegten die Zürcher ihre Gegner mit einem "Sweep" aus den Viertelfinals.

Der HCD musste Spiel 4 noch abgeben, entschied dann aber das Heimspiel in Spiel 5 für sich. Dass die Bündner zu schlagen sind, bewies der EV Zug, auch wenn nur einmal. Die ZSC Lions hingegen ziehen ungeschlagen in die Halbfinal-Serie ein und strotzen daher nur so vor Selbstvertrauen.

Im Vergleich zu den anderen Halbfinal-Teams hatten sowohl Davos als auch Zürich ausreichend Zeit zur Regeneration. Ein klarer Vorteil lässt sich daraus jedoch nicht ableiten, da beide Teams praktisch gleich lange pausieren konnten. Spannend wird auch das Duell der Playoff-Topskorer: HCD-Stürmer Simon Ryfors führt mit 4 Toren und 5 Assists die Skorerwertung an. Auf dieselbe Punktezahl kommt ZSC-Angreifer Denis Malgin (3 Tore/6 Assists) - und das trotz lediglich 4 absolvierten Spielen.

Die grossen Ausfälle während den Playoffs: Andrighetto und Nussbaumer

Fast jedes Halbfinal-Team muss derzeit auf wichtige Akteure verzichten - so auch HC Davos und die ZSC Lions. Auf Seiten von Davos ist der Name Valentin Nussbaumer besonders schmerzlich. Der Stürmer erlitt im Spiel gegen EV Zug einen kompletten Riss des Innenbands im Knie und muss sich einer Operation unterziehen. Für Nussbaumer ist die Saison damit vorzeitig beendet.

Bei den ZSC Lions sieht die Lage ebenfalls schmerzhaft aus: Sven Andrighetto, ebenfalls ein wichtiger Ausfall, wird von Tag zu Tag neu beurteilt. Ein Saisonende ist derzeit nicht ausgeschlossen und eine Rückkehr im Verlauf der Serie bleibt möglich.

Der Ausfall von Andrighetto trifft die Zürcher zwar in Bezug auf die bisherigen Leistungen hart, die mögliche Rückkehr gibt aber Hoffnung. Zudem haben die Lions weiterhin ihren Topskorer Denis Malgin in den Reihen, der die Offensive tragen kann.

Die weiteren Verletzten

Bei den ZSC Lions fehlen Thierry Bader, der aufgrund einer Knieverletzung seine Saison bereits vor den Playoffs beenden musste, sowie Willy Riedi. Bei Riedi ist die genaue Ausfalldauer unklar - er verletzte sich am 27. März im Spiel gegen HC Lugano und kehrte seitdem nicht mehr aufs Eis zurück.

Aufseiten des HC Davos sind die weiteren Ausfälle zwar bitter, aber bereits vor den Playoffs bekannt. Luca Hollenstein, Enzo Corvi und Rico Gredig stehen nicht zur Verfügung. Für Hollenstein und Gredig ist die Saison definitiv vorbei, während es zu Enzo Corvi bislang noch keine Updates gibt.

Direktduelle und letzte Playoffbegegnung

In dieser Saison trafen HC Davos und ZSC Lions wie gewohnt jeweils viermal aufeinander. Betrachtet man die Direktduelle der Regular Season, geht der Vergleich klar an die Bündner: Drei Siege stehen einem einzigen Verlust gegenüber und dieser fiel erst im Penaltyschiessen an.

Die beiden letzten Begegnungen der Saison wurden allerdings immer knapper. Die Niederlage der Davoser datiert auf Dezember, der knappe 2:1-Sieg im März liefert den besten Vergleich der beiden Teams - auch wenn sich die personelle Situation auf beiden Seiten seither deutlich verändert hat.

In den Playoffs kennen sich die beiden Traditionsclubs bestens: Erst vor einem Jahr trafen Zürich und Davos ebenfalls im Halbfinale aufeinander. Damals setzte sich der spätere Meister ZSC mit 4:2 in der Serie durch. Viele Einzelspiele waren klare Angelegenheiten, Davos konnte die zwei Siege nur knapp einfahren.

Doch in dieser Saison hat Davos eindrücklich gezeigt, in welcher Form das Team steckt. Auch im Viertelfinale unterstrichen die Bündner ihre Dominanz. Deshalb ist in diesem Jahr ein deutlich engeres Halbfinal-Duell zu erwarten.

Tipp der Redaktion

Wir erwarten ein extrem enges Halbfinal-Duell zwischen den bisherigen Playoff-Dominatorenteams. In den Viertelfinals machten sowohl HC Davos als auch ZSC Lions mit ihren Gegnern kurzen Prozess, doch dieses Mal könnte es bis zur Entscheidung in einer Belle gehen.

Besonders der Ausfall von Sven Andrighetto wird den Zürchern das Leben schwer machen. Zudem verfügen beide Teams über eine sehr starke Defensive, weshalb wir nicht von einer torreichen Serie ausgehen. Unser Tipp: 4:3 in der Serie für den HC Davos, der sich im entscheidenden Heimspiel von Spiel 7 das Playofffinal-Ticket sichern wird.

Genève-Servette HC vs. HC Fribourg-Gottéron - Formstand vor dem Halbfinal-Duell

Im Gegensatz zum HC Davos und den ZSC Lions war der Auftritt der Genfer und der Fribourger bisher noch nicht sehr überzeugend, besonders die Drachen kamen gegen die SC Rapperswil-Jona Lakers ordentlich ins Schwitzen. Zwischenzeitlich lagen sie in der Serie mit 2:3 im Hintertreffen. Es kam zu Spiel 7 in der BCF Arena und dort hätte der Sieger auch Lakers heissen können. Ebenfalls sehr knapp verlief das Leman-Derby. Genf hatte während einiger Spiele grosse Mühe und konnte sich nur durch einen starken Schluss in der Serie das Playoff-Halbfinalticket sichern. Beide Teams kommen ohne viel Regeneration ins Halbfinale, da sie beide eine Belle hinter sich haben.

Verletzungssituation bringt Genf einen Vorteil

Wenn es um die grossen Ausfälle geht, liegt HC Fribourg-Gottéron klar im Nachteil. Mit den verletzten Marcus Sörensen und Sandro Schmid fallen gleich zwei der besten Scorer weg. Während der Serie mussten die Drachen zudem einen herben Verlust in der Defensive verkraften: Andrea Glauser fehlt seit Spiel 3 und hinterlässt eine deutliche Lücke. Zusätzlich muss das Team von Roger Rönnberg noch auf Patrik Nemeth verzichten, der aufgrund einer Sperre noch vier Spiele verpassen wird.

Bei Genève-Servette HC sieht die Lage deutlich entspannter aus. Der einzige Ausfall ist Tanner Richard, der seit dem 9. September aufgrund einer Gehirnerschütterung fehlt. Da dieser Ausfall schon lange bekannt ist, konnte Genf die gesamte Saison über ohne grosse Einbussen planen. Seit Beginn der Playoffs steht das Team praktisch in unveränderter Formation auf dem Eis - ein klarer Vorteil für die Genfer im Halbfinale.

Direktduelle und letzte Playoffbegegnung

In dieser Saison versprachen auch die Direktduelle zwischen Genève-Servette HC und HC Fribourg-Gottéron viel Spannung: Zweimal siegte Genf, zweimal Fribourg. Die Siege wechselten sich ab - Genf zu Beginn der Saison, dann Fribourg, wieder Genf und zuletzt erneut Fribourg. Das letzte Aufeinandertreffen war eine knappe Angelegenheit, Fribourg siegte knapp mit 5:3.

In den Playoffs sind sich die beiden Teams lange nicht mehr begegnet. Das letzte Aufeinandertreffen war in der Saison 2020/21, als sich Genf in der Serie mit 4:1 durchsetzte und bis ins Finale stürmte, wo es dem EV Zug unterlag. Damals dominierten die Genfer die Serie klar.

Seitdem gab es bei Genf einige Kaderumstellungen, die sich in dieser Saison zwar bemerkbar machen, deren Effekt im Halbfinale jedoch noch ungewiss ist. Fribourg hingegen hat sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich in den Playoffs etabliert und verfügt über ein eingespieltes Team. Der Kader der Drachen hat sich seit der letzten Playoffteilnahme nicht sehr gross verändert, während Genf deutliche Änderungen erfahren hat.

Tipp der Redaktion

Eines ist bei diesem Halbfinal-Duell klar: Auch dieses Mal gibt es keinen klaren Favoriten - anders als noch 2021. Beide Teams gehen ohne viel Regeneration in die Serie, doch die verletzungsbedingten Ausfälle sprechen klar für Genève-Servette HC.

Dennoch glauben wir, dass die SC Rapperswil-Jona Lakers den HC Fribourg-Gottéron wachgerüttelt haben. Das Team weiss nun, dass in den Halbfinals eine deutliche Leistungssteigerung nötig ist. Zudem ist eine Rückkehr von Marcus Sörensen nicht ausgeschlossen, was Fribourg zusätzlich Schwung verleihen könnte. Auch die letzte Mission mit Julien Sprunger dürfte dem Team noch einmal einen enormen Auftrieb geben. Unser Tipp: 4:3 in der Serie für den HC Fribourg-Gottéron, der sich im entscheidenden Spiel den Einzug ins Playoff-Finale sichern wird.

Eishockey Genève-Servette HC HC Davos HC Fribourg-Gottéron Marcus Sörensen National League Raoul Schnellmann Sandro Schmid Sven Andrighetto Valentin Nussbaumer ZSC Lions

2026-04-03 12:23:21