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Jeder Verein hat seinen Leuchtturm

Die Hingucker der Saison

Die National League läuft auf Hochtouren - die Playoffs sind in vollem Gange, und für einige Teams ist die Saison bereits vorbei. Wir nehmen alle 14 Mannschaften unter die Lupe und stellen jeweils einen Spieler vor, der bisher besonders herausgestochen ist.

HC Ajoie - Anttoni Honka

In Ajoie waren es einmal mehr die finnischen Imports, die auf dem Eis für Furore sorgten. Besonders auffällig: Verteidiger Anttoni Honka. Nur ein einziges Spiel verpasste der junge Finne. Am Ende der Regular Season stand er als Topscorer des Teams da - und das als Verteidiger. Mit einer Eiszeit von meist über 20 Minuten unterstreicht Honka seine zentrale Rolle im Team von Greg Ireland. Auch Goalie Antoine Keller konnte bereits erste Akzente setzen, doch niemand prägte das Spiel der Jurassier so konsequent wie Honka.

HC Ambri-Piotta - Michael Joly

Zu Beginn der Saison sicherten sich die Leventiner die Dienste von Michael Joly, der zuvor beim Kantonsrivalen Lugano aktiv war. Mit 35 Scorerpunkten aus 48 Spielen legte der Stürmer eine starke Bilanz hin. Durch den vorzeitigen Abgang von Chris DiDomenico wurde er gar Topscorer seines Teams, wo seine 18 Tore natürlich geholfen haben. Er trug damit einen massiven Teil zur Offensivpower der Leventiner in der Regular Season bei.

EHC Kloten - Davide Fadani

Bei den Flughafenstädtern sticht vor allem Davide Fadani heraus. Der Neuzugang aus Ambri entwickelt sich als echter Glücksgriff: Nachdem sich Stammgoalie Ludovic Waeber verletzt hatte, übernahm Fadani die Verantwortung und enttäuschte das Team keineswegs. Zum Ende der Saison wies er eine beeindruckende Fangquote von 91,7 Prozent auf, eine starke Leistung, besonders wenn man bedenkt, dass es seine erste richtige Saison in der National League war. Zum Abschluss der Saison musste er jedoch gegen den Geneve-Servette HC noch fünf Tore hinnehmen.

SCL Tigers - Robin Meyer

Von vielen Medien und Experten wird er als Goalie-Entdeckung der Saison gefeiert und wir können dem nur zustimmen. Zuvor hatte er lediglich einige Einsätze in Rapperswil in der National League bestritten und startete die Regular Season 2025/26 in der Swiss League. Bei Langnau wurde er in dieser Saison in die höchste Liga geholt und überzeugte auf ganzer Linie. In 22 Spielen erzielte er eine starke Fangquote von 91,9 %. Dennoch endete die Saison für ihn und die Tigers nach einem schwachen Endspurt vorzeitig.

EHC Biel-Bienne - Mark Sever

Mark Sever mag zwar nicht die interne Scoringliste der Bieler anführen, doch seine Saison war beeindruckend. Vor der Saison hatte er gerade einmal ein NL-Spiel auf dem Konto - in der Saison 2025/26 kamen 22 weitere hinzu, in denen er mit 13 Scorerpunkten glänzte. Besonders sein Doppelpack in der Play-In-Serie gegen Bern bleibt in Erinnerung. Mit dieser starken Entwicklung dürfte Sever in der kommenden Saison definitiv mehr Eiszeit erhalten.

SC Bern - Benjamin Baumgartner

Die Saison der Berner verlief enttäuschend, weshalb nur wenige Spieler wirklich herausstachen. Einer der Lichtblicke war Benjamin Baumgartner. Nach einem schwierigen Saisonstart legte er über mehrere Phasen richtig los, glänzte in mehreren Spielen und erzielte sogar einen Hattrick. Allerdings stoppte ihn von November bis Januar eine Verletzung. Seine Rückkehr im Januar war sofort spürbar, doch nach nur fünf Spielen musste er erneut verletzungsbedingt pausieren. Neben Baumgartner fielen auch Sandro Zurkirchen und Mike Sgarbossa positiv auf.

EV Zug - Dominik Kubalik

Die Saison der Zuger verlief bisher enttäuschend. Am auffälligsten waren die tschechischen Imports David Sklenicka und Dominik Kubalik. Mit 22 Toren ist Kubalik klar der beste Torschütze der Zentralschweizer. Zwar gab es auch Spiele, in denen er nicht überzeugen konnte, doch ohne ihn wäre die Ausbeute der Zuger deutlich schwächer ausgefallen. In den Playoffs steht ihm bereits ein Treffer zu Buche.

SC Rapperswil-Jona Lakers - Jacob Larsson

Die bisherige Saison der Rapperswil-Jona Lakers ist beeindruckend, weshalb einige Akteure besonders hervorstachen. Einer davon ist Jacob Larsson, dessen Geschichte besonders bemerkenswert ist. Letzte Saison kam der Schwede nach Rapperswil, musste jedoch nach nur sechs Spielen seine Saison abbrechen. In dieser Saison ist er wieder fit, verpasste nur zwei Spiele und steht mit 34 Scorerpunkten als Verteidiger in den Top 3 der besten Scorer des Teams. Teile der Saison stand er beinahe 30 Minuten pro Spiel auf dem Eis. Nach dem Ausfall von Nico Dünner übernahm Larsson sogar die Captainrolle, was seinen enormen Wert im Team von Johan Lundskog unterstreicht.

Lausanne HC - Erik Brännström

Der Neuzugang der Waadtländer hat voll eingeschlagen. Eigentlich Verteidiger, beeindruckt Brännström vor allem mit seinen Offensivkünsten. Ganze 43 Scorerpunkte, davon 19 Tore - nur Theo Rochette erzielte mehr - stehen beim Schweden zu Buche. Kein Wunder, dass er mindestens bis 2028 in Lausanne unter Vertrag steht. Brännström verpasste bisher nur ein einziges Spiel und erhält von Geoff Ward sehr viel Eiszeit.

HC Lugano - Zach Sanford

Der Umbruch bei Lugano, der auf diese Saison hin vollzogen wurde, zahlt sich aus - unter anderem dank Zach Sanford. Aus der AHL geholt, steht der Amerikaner mit 44 Scorerpunkten auf Platz zwei der internen Scorerliste. Was die Tore angeht, ist Sanford sogar die Nummer eins im Kader - noch vor Luca Fazzini. Ebenfalls erwähnenswert ist die steile Entwicklung von Lorenzo Canonica, der im Vergleich zur letzten Saison einen riesigen Schritt nach vorne gemacht hat.

ZSC Lions - Simon Hrubec

Viele Teams verzichten auf einen Import-Goalie, um vorne mehr Spielraum für die Feldspieler zu haben - im Fall von Simon Hrubec ist jedoch klar, warum die ZSC Lions ihre Importlizenz genau für ihn einsetzen. Der Tscheche weist die beste Fangquote der Liga auf und stellt die starken Schweizer Torhüter in den Schatten. Auch in den Playoffs glänzt Hrubec bisher mit starken Leistungen und ist einer der zentralen Gründe für die bisherigen Siege der Lions.

Geneve-Servette HC - Jesse Puljujärvi

Jesse Puljujärvi ist zwar nicht der beste Scorer im Kader der Genfer, doch seine Aktionen in dieser Spielzeit waren beeindruckend. Besonders sein Clutch-Faktor in wichtigen Momenten sticht heraus: Tore in der Overtime und im ersten Playoff-Spiel, als er seinem Team eine Minute vor Schluss den Sieg sicherte. Von einem Spieler wie ihm erwartet man in Genf durchaus solche Leistungen, dennoch ist Puljujärvis Spielweise in dieser Saison besonders aufgefallen.

HC Fribourg-Gotteron - Attilio Biasca

Der Kader der Fribourger ist zwar voller grosser Namen, die auch diese Saison beeindruckten - unser Hingucker ist jedoch ein junger Neuzugang: Attilio Biasca. Der Schweizer kam in dieser Saison zu den Drachen und überzeugte trotz seines jungen Alters gleich auf Anhieb. Nachdem er in der vorherigen Saison in Zug noch auf 10 Scorerpunkte gekommen war, übernahm er beim HCFG Verantwortung und glänzte mit 27 Scorerpunkten. Ebenfalls erwähnenswert ist Ludvig Johnson, der besonders zu Beginn der Saison trotz seines jungen Alters für Schlagzeilen sorgte.

HC Davos - Brendan Lemieux

Brendan Lemieux ist zwar nicht unter den besten Scorern der Davoser, doch das liegt auch daran, dass er zu Beginn der Saison Schwierigkeiten hatte und nur auf 29 Spiele kam. Seine Entwicklung stach jedoch besonders heraus: Nachdem bei ihm der Knoten geplatzt war, ging der Amerikaner ab wie eine Rakete. Seit dem Spengler Cup gehört Lemieux zu den auffälligsten Spielern im Kader und sorgte mit dem "Bild des Jahres" im Spiel gegen den EVZ für weitere Schlagzeilen. Auch in den Playoffs steht er mittlerweile schon bei vier Scorerpunkten.

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2026-03-27 10:45:32