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In Bern harzte es, dafür könnte Fribourg in der Theorie auf die besten Schweizer zählen

Scoring-Trios

Sechs Importspieler dürfen die National-League-Teams jeweils verstärken. Wir wollen aber auf die besten Schweizer Scorer der Regular Season zurückblicken. Dafür haben wir die drei jeweils besten Scorer mit Schweizer Lizenz jeder Mannschaft herausgepickt und analysiert, welche Teams auf die beste Schweizer Feuerkraft zählen können.

14. Platz: HC Ajoie - 54 Scorerpunkte

Es überrascht kaum, dass der HC Ajoie wie in der Tabelle auch hier an letzter Stelle steht. Nur gerade 54 Scorerpunkte haben die drei besten Schweizer der Jurassier erzielen können. Das ist nur knapp mehr als die Hälfte des besten Schweizer Trios der Liga. Mit Killian Mottet ist die Nummer eins des HCA sogar nur leihweise unter Vertrag. Der Angreifer hat noch einen Kontrakt bis 2027 beim HC Fribourg-Gotteron.

13. Platz: SC Bern - 55 Scorerpunkte

Der SC Bern hat nicht die besten Importspieler in den eigenen Reihen. Wenn dann auch noch die Schweizer nicht wie gewünscht punkten, wird es in der Hauptstadt eng. Die logische Konsequenz war dann auch das Aus in den Play-Ins gegen die SC Rapperswil-Jona Lakers. Nur ein Tor gelang den Mutzen in 120 Minuten.

Es ist beim SC Bern nicht nur der Qualität der besten Schweizer geschuldet, dass sie wenige Scorerpunkte machen, sondern auch dem System unter Heinz Ehlers. Die Berner haben sich nach dem Trainerwechsel vornehmlich auf die Defensive fokussiert und sind dadurch auch stabiler geworden. Die Saison endete für den SCB trotzdem vorzeitig. Mit Dario Rohrbach werden die Berner auf die nächste Saison hin eine Schweizer Waffe bekommen, welche die Ausbeute des Trios steigern könnte.

12. Platz: Genève-Servette HC - 58 Scorerpunkte

Überraschend weit hinten erscheint bereits der Genève-Servette HC in diesem Ranking. Trotz einer bescheidenen Scoringausbeute der Schweizer konnten die Grenats die Regular Season auf dem dritten Platz abschliessen. Das ist vor allem den herausragenden Importspielern der Genfer geschuldet. Mit Markus Granlund (1.), Jesse Puljujärvi (3.) und Sakari Manninen (6.) gehörten gleich drei Genfer Imports zu den besten Scorern der gesamten Liga.

Mit Josh Jooris ist der beste Scorer mit Schweizer Lizenz der Calvinstädter innerhalb des Teams nur die Nummer sechs. 22 Scorerpunkte hat der gebürtige Kanadier für Servette beigesteuert. Vincent Praplan und Tim Bozon ergänzen das Trio mit jeweils 18 Scorerpunkten. Damit stellt der GSHC das drittschlechteste Schweizer Scoring-Trio der Liga.

11. Platz: HC Ambri-Piotta - 59 Scorerpunkte

Nur um einen Scorerpunkt besser als der GSHC schneiden die Schweizer des HC Ambri-Piotta ab. Der Österreicher Dominic Zwerger ist dabei mit 25 Scorerpunkten am produktivsten gewesen. Durch diese tiefen Scorerwerte der Schweizer überrascht es nicht, dass die Leventiner nun in den Playouts um das Überleben in der Liga kämpfen müssen.

Dominic Zwerger war der beste Scorer des HCAP in der Regular Season.

Dazu haben zahlreiche Episoden rund um den Verein kaum Ruhe einkehren lassen. Weil sie sich hintergangen fühlten, traten nach einem schwachen Saisonstart Paolo Duca und Luca Cereda zurück. Das Interimsduo an der Bande wurde auch vor Saisonende wieder freigestellt und der neue Trainer Jussi Tapola führt mit harter Hand. So wurde schon der Vertrag mit Chris DiDomenico, dem besten Scorer der Mannschaft, aufgelöst. Ob zur nächsten Saison hin Ruhe einkehrt, wird sich zeigen.

10. Platz: EHC Kloten - 63 Scorerpunkte

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der EHC Kloten in dieser Statistik nicht verbessern können. Damals haben die drei besten Schweizer Scorer (Mischa Ramel, Dario Meyer und Rafael Meier) 64 Scorerpunkte beigetragen. Damit ist der sportliche Rückschritt vom Playoffteilnehmer zum Zwölftplatzierten vorwiegend mit der schlechteren Besetzung auf den Importpositionen zu erklären. Können die Flughafenstädter in der nächsten Saison wieder auf besseres Importpersonal zählen, dürften die Klotener auch wieder die Top Ten angreifen.

9. Platz: EV Zug - 71 Scorerpunkte

Platz neun in diesem Ranking ist für den EV Zug bereits erschreckend schwach. Allerdings wird das Ausmass noch schlimmer, wenn man die gesamte Breite der Schweizer Scorer betrachtet. Gerade einmal vier Schweizer Spieler haben beim EVZ zehn oder mehr Scorerpunkte in der Regular Season verbuchen können. Im Vergleich: Der HC Davos stellt gleich elf Schweizer Akteure mit mindestens zehn Scorerpunkten.

8. Platz: SCL Tigers - 76 Scorerpunkte

Wie bereits angetönt, werden die SCL Tigers einen zuverlässigen Schweizer Scorer auf die nächste Saison hin verlieren. Dario Rohrbach konnte 34 Scorerpunkte in der Regular Season für die Emmentaler beisteuern. Damit war er deutlich der produktivste Spieler mit Schweizer Lizenz für die SCL Tigers.

Hätte Rohrbach bereits in dieser Saison nicht für die Tigers gespielt, wären sie in diesem Ranking an letzter Stelle geführt. In der Konsequenz müssen in der nächsten Spielzeit andere Langnauer die Fussstapfen Rohrbachs ausfüllen. Ansonsten dürften die SCL Tigers ordentlich Mühe bekunden.

7. Platz: SC Rapperswil-Jona Lakers - 87 Scorerpunkte

Die SC Rapperswil-Jona Lakers haben sich gleich um elf Scorerpunkte von den SCL Tigers abgesetzt. Mit Tyler Moy hat ein Schweizer besonders überzeugen können. Umso wichtiger ist es für den SCRJ, dass der Mann mit dem präzisen Schuss gleich langfristig am Obersee verlängert hat.

Dahinter ergänzen mit Gian-Marco Wetter und Nico Dünner zwei weitere langjährige Teamstützen das Scoring-Trio der Lakers. Umso bitterer ist es für die Rosenstädter, dass Dünner ausgerechnet in der wichtigsten Phase der Saison dem Verein nicht zur Verfügung steht. Zumindest in der Viertelfinalserie gegen den HC Fribourg-Gotteron wird der Captain des SCRJ verletzungsbedingt nicht eingesetzt werden können.

6. Platz: EHC Biel - 95 Scorerpunkte

Der EHC Biel ist das einzige Team in den Top 6 dieser Rangliste, das nicht auch tatsächlich unter den besten sechs Mannschaften in der Tabelle stand. Das unterstreicht die Wichtigkeit von starken Schweizer Scorern. Am Ende reichte es wegen zu schwacher Importspieler nicht für die Playoffs. Dazu muss man beim EHCB mit in Betracht ziehen, dass Harri Säteri beinahe jedes Spiel absolviert und damit eine Importlizenz im Tor benötigt wird, die offensiv keinen Output generieren kann.

Die Saison der Seeländer ist bereits zu Ende.

Offensiv glänzte beim EHC Biel vor allem Fabio Hofer. Mit 38 Scorerpunkten war er zum zweiten Mal in Serie der beste Scorer mit Schweizer Lizenz der Seeländer. Dazu überzeugten Rodwin Dionicio und Gaetan Haas. Während der Captain seinen Vertrag bis 2028 verlängerte, ist es ungewiss, wie lange Dionicio noch im Seeland spielt. Der junge Verteidiger könnte schon bald den Schritt nach Nordamerika wagen.

5. Platz: ZSC Lions - 96 Scorerpunkte

Das kongeniale Duo bestehend aus Denis Malgin und Sven Andrighetto sorgte für insgesamt 76 Scorerpunkte. Das alleine hätte zum geteilten achten Platz in diesem Ranking gereicht. Dahinter nimmt das Niveau der Schweizer Scorer rasch ab. Dean Kukan hat nur gut die Hälfte der Scorerpunkte seiner beiden Teamkollegen gesammelt. Daher reicht es den ZSC Lions nicht zu einem absoluten Spitzenplatz in dieser Auflistung.

4. Platz: HC Davos - 98 Scorerpunkte

Der HC Davos hat 19 Tore mehr als die zweitbeste Offensive der Liga erzielt. Die Bündner waren deutlich die beste Mannschaft während der Regular Season. Das schlägt sich auch in den Scorerpunkten nieder. Allerdings haben sich die Davoser als eine sehr ausgeglichene Mannschaft auf dem Eis präsentiert.

Gleich vier Schweizer Spieler haben die Marke von 30 Scorerpunkten geknackt. Am produktivsten war mit Lukas Frick ein Verteidiger. Er hat sich in den letzten drei Saisons, noch im Dress des Lausanne HC, jeweils nicht einmal 20 Scorerpunkte erspielen können. Sein Transfer ins Landwassertal hat sich für ihn persönlich als goldrichtig erwiesen. Neben Nussbaumer und Tino Kessler ist es Enzo Corvi, der auch noch auf 30 Scorerpunkte gekommen ist. Er hat das aufgelistete Trio aber um einen Punkt verfehlt.

3. Platz: HC Lugano - 100 Scorerpunkte

Luca Fazzini ist mit 47 Scorerpunkten der beste Schweizer Scorer der Saison 2025/2026. Er hat damit nur sieben Scorerpunkte weniger gesammelt als das Trio des HC Ajoie zusammen. Daher überrascht es nicht, dass die Bianconeri weit vorn in diesem Ranking auftauchen. Flankiert wird Fazzini in dieser Rangliste von Calvin Thürkauf und Dario Simion. Mit 29 und 24 Punkten haben sie respektable Saisons gespielt, doch vor allem Thürkauf hat mit seinen 60 Scorerpunkten in der Saison 2023/2024 gezeigt, dass er noch produktiver sein kann.

2. Platz: Lausanne HC - 101 Scorerpunkte

Wie beim HC Lugano, sticht auch beim Lausanne HC ein Akteur heraus. Theo Rochette hat mit 42 Scorerpunkten nach seinen überragenden Playoffs im vergangenen Jahr den Lauf nahtlos weitergezogen. Viele hätten den jungen Lausanner auch gerne im Olympiakader gesehen, doch Patrick Fischer verzichtete auf seine Dienste. Womöglich wird er dann zur WM eingeladen.

Mit Damien Riat und Jason Fuchs verfügt der LHC über zwei weitere starke Schweizer Scorer. Selbst der beste Schweizer Scorer Servettes hätte es nicht ins Trio der Lausanner geschafft. Damit ist das Playoffduell der beiden Westschweizer Teams auch ein Duell zwischen einer starken Schweizer und einer ausserordentlich starken Importfraktion.

1. Platz: HC Fribourg-Gotteron - 103 Scorerpunkte

Die besten Schweizer Scorer hat der HC Fribourg-Gotteron in den eigenen Reihen. Gleich drei Spieler haben 30 oder mehr Scorerpunkte in der Regular Season erzielen können. Sandro Schmid überragt dabei mit 38 Scorerpunkten. Er ist damit zusammen mit Denis Malgin, Valentin Hofer und Sven Andrighetto ligaweit der drittproduktivste Schweizer. Umso bitterer ist es für die Drachen, dass Schmid gegen die SC Rapperswil-Jona Lakers verletzungsbedingt nicht zur Verfügung steht.

Christoph Bertschy hat 35 Scorerpunkte und Yannick Rathgeb 30 Scorerpunkte zum zweiten Platz in der Regular Season beigesteuert. Beide Spieler dürfen sich am Ende der Saison berechtigte Hoffnungen auf eine WM-Teilnahme machen. Bertschy war bereits Teil des Olympia-Teams.

Die Daten stammen von nlicedata.com.

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2026-03-23 22:30:43