Die Regular Season der Saison 2025/26 ist Geschichte und wir wollen kurz vor dem Start der Playoffs noch einmal zurückblicken und die Goalie-Duos der 14 NL-Teams unter die Lupe nehmen.
Wir haben ein Goalie-Duo-Ranking erstellt, in welchem die kumulierte Fangquote der beiden Goalies einer Mannschaft mit den meisten Einsätzen in der Regular Season ausschlaggebend ist für die Platzierung.
Das statistisch gesehen schwächste Goalie-Duo der Regular Season fand man beim EHC Biel. Für die Seeländer ist die Spielzeit 2025/26 bereits vorbei, das Team befindet sich in den Ferien. Säteri trug mit 41 Einsätzen die Hauptlast, blieb aber untypisch unter der 90%-Marke. Sein Ersatz Luis Janett wusste bei seinen Einsätzen nicht zu überzeugen. Für den 25-Jährigen endet das Kapitel im Seeland enttäuschend: Er hat in Biel keine Zukunft mehr, da der Klub für die neue Saison bereits Viktor Östlund als neuen Partner für Säteri verpflichtet hat.

In Genf gab es ein Duo der zwei Welten. Charlin ist mit 44 Spielen der absolute Dauerbrenner der Liga und hatte dank seiner guten Werte definitiv Anteil daran, dass Genf die Regular Season auf Rang 3 beendet hat. Robert Mayer hingegen erlebte in seinen 11 Partien statistisch eine Saison zum Vergessen, was das Duo-Ranking drastisch nach unten zieht. Der 36-Jährige muss sich enorm steigern, falls er in den Playoffs überhaupt zum Einsatz kommen sollte.
Ambri setzte auf ein fast perfektes Splitting der Einsätze. Während Wüthrich die 90%-Marke knackte, blieb Senn in seinen 26 Spielen knapp darunter. Die Goalie-Leistungen haben letztlich nicht gereicht, um sich den Klassenerhalt bereits vorzeitig sichern zu können. Ambri muss den schweren Gang in den Playout-Final antreten, wo man gegen Ajoie den Gang in eine allfällige Ligaqualifikation verhindern will.
Ajoie schlug sich zumindest bei den Goalies wacker. Ciaccio trägt im Jura jeweils die Hauptlast, doch der junge Keller liefert in seinen 14 Einsätzen eine Talentprobe ab. Würden nur die Goalie-Leistungen zählen, hätte Ajoie den direkten Klassenerhalt geschafft. Doch letztlich sicherten Ciaccio und Keller dem Team zu wenig Punkte, um den Gang in den Playout-Final verhindern zu können.
Berra ist und bleibt die Lebensversicherung bei den Drachen - 92 % der gehaltenen Schüsse aus 37 Spielen sind absolute Elite. Dass der HCFG in diesem Ranking trotzdem so weit hinten anzutreffen ist, liegt in erster Linie an der fehlenden Konstanz des Backups Galley, der in seinen 16 Einsätzen noch (zu oft) Lehrgeld zahlen musste.
Genoni lieferte in seinen 38 Einsätzen gewohnt stark ab, wobei bei ihm bekannt ist, dass er sich dann primär in den Playoffs jeweils von seiner besten Seite präsentiert. Tim Wolf agierte in seinen 17 Spielen solide, fällt aber im Vergleich zum "Hexer" deutlich ab, weswegen der EVZ in diesem extrem engen Mittelfeld nur auf dem 9. Platz zu finden ist.
Das Paradebeispiel für ein ausgeglichenes Duo findet man in Lausanne. Mit 28 zu 27 Einsätzen teilen sich Pasche und Hughes die Arbeit fast exakt auf - und liefern nahezu identische Quoten. Ein Luxus für jeden Trainer, zwei so konstante Rückhalte zur Verfügung zu haben. Diese Tatsache könnte für Lausanne dann vorwiegend in den Playoffs zum Erfolgsfaktor werden.
Die Lakers, die dank einer guten Ausgangslage in den Play-Ins noch auf die Playoffs hoffen dürfen, können sich auf ihre Goalies verlassen. Nyffeler bleibt die Nummer 1 (33 Spiele), aber Punnenovs war in seinen 21 Einsätzen statistisch sogar einen Tick stärker. Das sorgt für einen gesunden Konkurrenzkampf am Obersee.
Für die Flughafenstädter ist die Saison 2025/26 bereits gelaufen, die Mannschaft weilt schon in den Ferien. Am Goalie-Gespann lag es grundsätzlich nicht, dass Kloten die Play-In-Ränge verpasst hat. Waeber und Fadani kamen gleich oft zum Zug, wobei Fadani mit einer starken Quote von 91,71 % leicht die Nase vorn hatte.
Obwohl der SCB auf ein statistisch gesehen gutes Goalie-Duo zurückgreifen konnte, wurden die anvisierten Playoff-Ränge deutlich verpasst. Reideborn zeigte seine vermutlich beste Regular Season im Dress des SC Bern, während Zurkirchen in seinen 18 Einsätzen bewiesen hat, dass er einer der zuverlässigsten Schweizer Backups der Liga ist. Ob sich die beiden tatsächlich noch in den diesjährigen Playoffs beweisen dürfen, wird an diesem 18. März beim Rückspiel in Rapperswil entschieden.

Die Tigers-Goalies dürfen sich mit erhobenem Haupt in die Ferien verabschieden. Boltshauser trug mit 29 Spielen die grössere Last, aber Meyer nutzte seine 22 Einsätze für eine überragende Quote von fast 92 %. An dem Goalie-Duo der Emmentaler lag es definitiv nicht, dass die Emmentaler die Play-In-Plätze verpasst haben. In diesem Ranking hätte es Langnau dank der beiden Rückhalte sogar direkt in die Playoffs geschafft.
Bronze geht ins Tessin. Schlegel spielte eine herausragende Regular Season als Nummer 1 und hatte massgeblichen Anteil daran, dass sich der HCL direkt in die Playoffs hieven konnte. Van Pottelberghe ergänzte ihn in seinen 16 Einsätzen fast perfekt, was Lugano eine der stabilsten Goalie-Situationen der Liga beschert. Man darf gespannt sein, welche Rolle die beiden im interessanten Viertelfinale gegen den amtierenden Meister ZSC spielen werden.
Davos besticht durch Qualität und Quantität. Aeschlimann ist mit 92,52 % der gehaltenen Schüsse ein Gigant im Tor, und Hollenstein unterstrich in seinen 20 Spielen, dass er eigentlich selbst eine Nummer 1 wäre. Diese Tiefe machte den HCD zum absoluten Top-Team der Regular Season. Umso bitterer für die Bündner, dass Hollenstein aufgrund einer schweren Verletzung seine Saison vorzeitig abbrechen musste, weswegen die Last in den Playoffs mehr oder weniger ganz auf Aeschlimann liegen wird.
Das statistisch gesehen beste Goalie-Duo der Regular Season findet sich bei den ZSC Lions. Hrubec ist die Nummer 1 bei den Spitzen-Goalies: 42 Spiele auf diesem Niveau (92,69 %) sind phänomenal. Zumbühl ergänzte ihn in seinen 10 Einsätzen mit Bravour und zeigte einmal mehr, dass man sich in Zürich in jeder Hinsicht auf ihn verlassen kann. Wer ein solches Goalie-Duo in den eigenen Reihen weiss, kann sich nur glücklich schätzen. Sie sind mit ein Grund, wieso die ZSC Lions einmal mehr als einer der grossen Titelfavoriten in die Playoffs steigen.
Adam Reideborn Antoine Keller Connor Hughes Damian Möschinger Damiano Ciaccio Davide Fadani EHC Biel-Bienne EHC Kloten Eishockey EV Zug Genève-Servette HC Gilles Senn Harri Säteri HC Ajoie HC Ambri-Piotta HC Davos HC Fribourg-Gottéron HC Lugano Ivars Punnenovs Joren van Pottelberghe Kevin Pasche Lausanne HC Leonardo Genoni Loïc Galley Luca Boltshauser Luca Hollenstein Ludovic Waeber Luis Janett Melvin Nyffeler National League Niklas Schlegel Philip Wüthrich Reto Berra Robert Mayer Robin Meyer Robin Zumbühl Sandro Aeschlimann Sandro Zurkirchen SC Bern SC Rapperswil-Jona Lakers SCL Tigers Simon Hrubec Stéphane Charlin Tim Wolf ZSC Lions