Am Freitagabend standen in der National League fünf Partien auf dem Programm. Während der EV Zug und der SC Bern zwei äusserst bittere Niederlagen einstecken mussten, holten sich die SCL Tigers drei enorm wichtige Punkte im Kampf um die Play-Ins.
Die entscheidende Szene der Partie zwischen den SCL Tigers und Genève-Servette ereignete sich in der 43. Spielminute. Beim Stand von 1:0 für die Emmentaler lupfte Pesonen die Scheibe hoch über das Tor von Charlin. Der ehemalige Tigers-Goalie wollte den Puck aus unerklärlichen Gründen aus der Luft schlagen, beförderte ihn jedoch direkt vor das leere Tor, wo Kinnunen die Scheibe ins Netz einschob. Der Finne sorgte damit für das vorentscheidende 2:0. Die Emmentaler verdienten sich den Sieg mit einer äusserst starken Leistung und sicherten sich drei enorm wichtige Punkte im Kampf um die Play-Ins. Für Genève-Servette bedeutete die Niederlage die erste im laufenden Kalenderjahr.
Es scheint aktuell wie verhext: Der EV Zug verlor auch das achte Spiel im Kalenderjahr 2026. Die Mannschaft von Michael Liniger startete eigentlich gut ins Heimspiel gegen den abgeschlagenen Tabellenletzten HC Ajoie. Tomas Tatar brachte die Zuger früh mit 1:0 in Führung. Doch die Führung verlieh dem Meister von 2022 keine Sicherheit. Nättinen und Honka drehten die Partie zugunsten der Jurassier. Zwar bewiesen die Zuger Moral und glichen durch Hofmann nochmals aus, doch noch vor der Pause war es erneut Nättinen, der die Gäste wieder in Führung schoss. Die Zuger wurden daraufhin mit einem gellenden Pfeifkonzert in die Katakomben verabschiedet.
Auch im letzten Abschnitt kamen die Jurassier gefährlicher aus der Kabine. Nach einer vermeidbaren Strafe von Senteler sorgte Honka anschliessend mit seinem zweiten Treffer des Abends in Überzahl für die Entscheidung. Für Coach Michael Liniger dürften die kommenden Tage nun richtig ungemütlich werden.
Auch beim SC Bern, dem nächsten Sorgenkind der National League, lief es an diesem Freitagabend alles andere als nach Wunsch. Die Mannschaft von Trainer Heinz Ehlers zeigte zu Hause gegen den HC Lugano einen emotionslosen Auftritt und verlor verdient mit 1:4. Für Lugano trafen Fazzini, Carrick, Simion und Sekac, ehe Ejdsell in der 56. Spielminute noch für Resultatkosmetik aus Sicht des SCB sorgte. Die erneut schwache Leistung wurde vom Publikum - wie zuvor in Zug - mit Pfiffen quittiert. Lugano festigte mit dem Sieg seinen direkten Playoffplatz.
In den weiteren Spielen des Abends gewannen die ZSC Lions auswärts gegen die Rapperswil-Jona Lakers mit 3:1, und Lausanne sicherte sich in der Verlängerung den Zusatzpunkt gegen den EHC Kloten.
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