Drei Viertel der Regular Season sind für den Grossteil der National-League-Teams absolviert. Dabei wussten diverse Spieler mit Schweizer Lizenzen zu überzeugen. Diese wollen wir etwas genauer unter die Lupe nehmen.
Bei einer Wahl von den zehn besten Spielern mit CH-Lizenzen gibt es natürlich auch einige, die den Cut ganz knapp verpasst haben. Sie sollen als sogenannte "honorable Mentions" dennoch erwähnt werden. Einer davon ist zum Beispiel Robin Meyer, der auf diese Saison hin zu den SCL Tigers gewechselt ist und im Tor der Emmentaler tadellose Leistungen an den Tag legt und sich problemlos im Team von Thierry Paterlini etablieren konnte. Dominic Zwerger (HC Ambri-Piotta), Grégory Hofmann (EV Zug), Sandro Schmid (HC Fribourg-Gotteron) und Damien Riat (Lausanne HC) schaffen es ebenfalls in die "honorable Mentions".
Hinweise:
Den zehnten Platz krallt sich Dean Kukan. Der Verteidiger der ZSC Lions weiss einmal mehr mit seinem Zweiwegspiel zu überzeugen. Mit zwei Toren und zehn Assists tritt er in dieser Saison bislang offensiv bisher nicht so in Erscheinung, wie in anderen Jahren, dafür ist er in seinen defensiven Aktionen äusserst genau und gewinnt viele Zweikämpfe. Seine Spielauslösungen sind ebenfalls nicht zu unterschätzen und von grossem Wert für das Team von Marco Bayer.
Während Robin Meyer den Cut knapp verpasst hat, schafft es Davide Fadani auf den neunten Rang. Der Schlussmann des EHC Kloten wusste zu überzeugen, als Stammgoalie Ludovic Waeber verletzt ausfiel, und kommt seither regelmässig zum Einsatz. Diese Spielzeit erhält er aus gutem Grund: Er weist eine Fangquote von 92.7 Prozent auf, führte die Flughafenstädter zu sieben Siegen und macht für künftige Rollen in der National League auf sich aufmerksam.
Der Saisonstart lief für den HC Lugano nicht nach Wunsch. Trainer Tomas Mitell und die Top-Spieler wurden schnell kritisiert. Dazu gehörte ebenfalls Calvin Thürkauf. Mittlerweile stehen die Bianconeri souverän in den Top 6, und das auch dank des Captains. Mit seinen Leistungen hat er sich auch einen Platz im Olympia-Kader von Patrick Fischer gesichert. Nach 35 Partien steht der Center bei 13 Treffern und 14 Vorlagen und ist damit einer der besten Schweizer Torschützen der Liga.
Der Verteidiger der SCL Tigers war bislang jedes Mal in diesem Ranking vertreten. Nach einem Viertel der Saison lag Baltisberger auf dem fünften Rang, nach der Hälfte der Saison auf dem sechsten Platz und nun also auf Rang sieben. Er kommt wie Dean Kukan in dieser Spielzeit auf zwölf Scorerpunkte und ist in der Defensive der Tigers äusserst verlässlich.
Der aktuell beste Torhüter der National League ist unserer Meinung nach Reto Berra und er verdient in diesem Ranking den sechsten Platz. Der Schlussmann des HC Fribourg-Gotteron hat in 28 Spielen nur gerade 48 Gegentore kassiert und steht damit im Schnitt unter zwei Gegentoren pro Partie. Seine Fangquote ist mit 92.6 Prozent entsprechend hoch. Mit den fünf Shutouts kann nur Simon Hrubec von den ZSC Lions mithalten. Dank seiner Leistungen hat sich Berra auch einen Platz im Nati-Kader für die Olympischen Winterspiele gesichert.
Natürlich ist auch Denis Malgin an den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina mit von der Partie. Der Stürmer der ZSC Lions ist in der Offensive ein Antreiber. Sehr viel läuft über ihn, und obwohl es die Gegner wissen, kreiert der 28-Jährige dennoch unglaublich viele Möglichkeiten. Nach 35 Spielen steht der ehemalige NHL-Spieler bei elf Toren und 22 Assists und trägt das Topscorertrikot der Zürcher. Ein Malgin in dieser Form wird auch das Team von Patrick Fischer weiterbringen.
Bei den letzten Spielern konnte viel über das Olympia-Kader der Schweizer Nati geschrieben werden, damit ist ab den Top 4 Schluss. Lukas Frick spielt beim HC Davos eine überragende Saison, ist der produktivste Verteidiger mit Schweizer Lizenz und steht nach 40 Spielen bei drei Toren und 27 Assists. Auch sein Zweiwegspiel ist überzeugend und dennoch gab es für ihn keinen Platz in der Nati. Fischer priorisierte in der Nominierung Spieler mit mehr Wasserverdrängung.
Der zweite Offensivmann des HC Lugano in diesem Ranking ist Luca Fazzini. Der 30-Jährige wird in der National League für seine Abschlussstärke gefürchtet. Sein ansatzloser Handgelenkschuss hat schon viele Torhüter vor unlösbare Aufgaben gestellt. Mit seiner Form stieg auch die Form des Teams und mittlerweile steht er bei 14 Treffern und 23 Assists.
Eine hervorragende Saison spielt auch Enzo Corvi. Der Center konzentriert sich nach dem Rücktritt aus der Nationalmannschaft vollkommen auf den HCD, und das zahlt sich aus: Corvi spielt seine zweitproduktivste Regular Season der Karriere und ist auf dem Weg zu 45 Scorerpunkten in 48 Partien. Derzeit steht er bei zehn Toren und 24 Vorlagen in 36 Partien. Seine Fähigkeiten bei Face-offs gilt es nicht zu unterschätzen. Im Schnitt gewinnt er über 56 Prozent seiner Bullys.
Der bisherige Top-Spieler mit Schweizer Lizenz ist allerdings Theo Rochette vom Lausanne HC. Mit 19 Toren und 19 Assists in 37 Partien ist er der zweitbeste Scorer der gesamten Liga, nur Teamkollege Austin Czarnik hat noch mehr Punkte gesammelt. Dennoch ist er nicht Teil des Kaders von Patrick Fischer, wohl auch, weil er an den SWISS Ice Hockey Games nicht zu überzeugen wusste.
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