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Die aktuell treusten Seelen der NL-Teams

Bei vielen könnte es die letzte Saison sein

Viele Spieler wechselten diesen Sommer ihren Club, einige kamen neu in die Schweiz. Doch in jedem Team gibt es mindestens einen Spieler, der über viele Jahre Loyalität gezeigt hat. Wir werfen einen Blick auf die Spieler, die ihren Clubs am längsten treu bleiben. 

Hinweis: Wir haben darauf geachtet, in welcher Saison die Spieler bei ihrem Club begonnen haben und dass sie ununterbrochen dort gespielt haben. Starteten zwei Spieler im selben Jahr, haben wir geschaut, wer mehr Einsätze für sein Team gesammelt hat. Die Spieler, die wir aufgelistet haben, spielen noch aktiv.

HC Ajoie - Philip-Michael-Devos

Seit 2015 steht Philip-Michael Devos gemeinsam mit Jonathan Hazen im Dienste des HC Ajoie. Während beide längst zu Publikumslieblingen avanciert sind, ist es vor allem Devos, der mit noch mehr Spielen für die Jurassier als der „loyalere“ gilt. In der Swiss League dominierte der Kanadier nach Belieben – unvergessen bleibt die Saison 2016/17, als er unglaubliche 117 Scorerpunkte sammelte. Zwischenzeitlich trug der heute 35-Jährige sogar das Captain-Amt. Sein aktueller Vertrag läuft bis 2028 – inklusive Option auf Verlängerung. Damit wird Devos seine Treue zum HCA wohl noch über Jahre unter Beweis stellen. Neben Devos und Hazen gehört auch Bastien Pouilly zu den Loyalen im Jura, auch wenn er 2016 noch für Biel im Einsatz stand.

HC Lugano - Luca Fazzini 

Seit 2013 gehört Luca Fazzini fix zur ersten Mannschaft des HC Lugano und er ist ein echtes Eigengewächs. Schon in der Juniorenzeit schnürte der heute 30-Jährige im Tessin seine Schlittschuhe. Zwar wurde er zweimal ausgeliehen, doch sein wahres Zuhause war und blieb immer der HCL. Fazzini liefert seit Jahren konstant starke Leistungen. In der vergangenen Saison war er einmal mehr Topscorer seines Teams und bewies eindrücklich, dass auch Schweizer Spieler die Offensive in der National League prägen können.

Genève-Servette HC - Tanner Richard

Spricht man über den Genève-Servette HC, fällt der Name Noah Rod meist als Erstes. Der Captain ist ein echtes Eigengewächs der Genfer und hat dem Klub über Jahre die Treue gehalten – auch wenn er zwischenzeitlich den Schritt in die AHL wagte. Wenn es jedoch um pure Konstanz geht, sticht vor allem Tanner Richard heraus. Seit 2017 steht der heute 32-Jährige ununterbrochen im Dienste der Grenats. Zwar erreicht er nicht mehr die Werte seiner besten Jahre, doch er ist nach wie vor ein fester Bestandteil der Mannschaft. Trotz grosser Umstellungen im Kader ist Richard regelmässig auf dem Eis zu sehen und das noch mindestens bis 2028. Ein Spieler, der vielleicht weniger im Rampenlicht steht, aber für den GSHC unverzichtbar bleibt.

EHC Biel-Bienne - Toni Rajala

Spricht man beim EHC Biel-Bienne über Loyalität, gibt es eigentlich nur einen Namen: Toni Rajala. Der Finne trägt seit 2016 das Trikot der Seeländer und ist längst zu einem der Gesichter des Clubs geworden. Der mittlerweile 34-Jährige liefert seit Jahren konstant starke Leistungen ab. In der vergangenen Saison war er einmal mehr Topscorer des Teams – und auch in die aktuelle Spielzeit startete Rajala gleich mit einem Scorerpunkt im ersten Spiel. Sein Vertrag beim EHCB läuft noch bis 2027, sodass die Fans auch in den nächsten Jahren auf ihren verlässlichen Offensivmotor zählen dürfen.

HC Ambri-Piotta - Diego Kostner

Spricht man beim HC Ambri-Piotta über Loyalität, fällt der Name Diego Kostner sofort. Zwar gilt auch Isacco Dotti als echter Biancoblù-Spieler, da er bereits in der Jugend in der Leventina auflief, doch nach seinem Abgang 2016 für zwei Jahre musste er sich diesen Status wieder zurückholen. Genau in diesem Jahr stiess Diego Kostner zum Team und er ist bis heute ein fester Bestandteil der Mannschaft. Auch wenn die Leistungen des 33-jährigen Centers nicht mehr ganz an seine besten Zeiten herankommen, bleibt er ein grosser Name bei Ambri. Sein Vertrag läuft noch bis 2027 und so dürfen die Fans den Routinier noch einige Jahre im Dress der Biancoblù erleben.

SC Rapperswil-Jona Lakers - Fabian Maier

Seit 2016 trägt Fabian Maier das Trikot der Rapperswil-Jona Lakers und hat sich längst als der loyalste Spieler der Rosenstädter etabliert. In den letzten drei Saisons verpasste der Verteidiger kein einziges Spiel. Auch Melvin Nyffeler ist seit Jahren ein echter Rückhalt bei den Lakers. Der Goalie steht bereits seit 2017 zwischen den Pfosten und bleibt dem Club sogar noch bis 2028 erhalten. Gemeinsam haben Maier und Nyffeler die Lakers durch die schwierigsten Zeiten begleitet – inklusive der Phase in der Swiss League. Während Nyffeler langfristig gebunden ist, läuft Maiers Vertrag noch zwei weitere Jahre

SCL Tigers - Samuel Erni 

Wenn man an die SCL Tigers denkt, fällt einem sofort Captain Harri Pesonen ein. Doch tatsächlich gibt es einen Spieler, der bereits länger in Langnau wirkt: Samuel Erni. Der Verteidiger kam 2017 vom EV Zug ins Emmental und verstärkt seither die Defensive der Tigers. Erni hatte zwar immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen und musste dadurch viele Spiele verpassen, doch bleibt er der dienstälteste Spieler im Kader. Sein Vertrag läuft jedoch nach dieser Saison aus – genauso wie jener von Captain Pesonen. Damit könnte es gut sein, dass die beiden loyalsten Spieler der Langnauer im Sommer 2026 nicht mehr im Tigers-Dress auflaufen.

EHC Kloten - Steve Kellenberger

Beim EHC Kloten führt seit Jahren kein Weg an ihm vorbei: Steve Kellenberger ist das wahre Eigengewächs der Flughafenstädter. Bereits 2006 schnürte er sich erstmals für den EHCK die Schlittschuhe. Nur zwischen 2012 und 2014 legte er einen kurzen Abstecher zum EHC Biel-Bienne ein. Seit seiner Rückkehr ist der heute 39-Jährige wieder eine feste Grösse und seit 2018 trägt er als Captain das „C“ auf der Brust. In den letzten beiden Spielzeiten verpasste der Routinier kein einziges Spiel und führte die Klotener mit seiner Erfahrung bis in die Playoffs. Doch es könnte die letzte Saison für Kellenberger werden. Sein Vertrag läuft aus und mit dann 40 Jahren ist ein Karriereende nicht ausgeschlossen. Für die Fans würde das den Abschied von einer echten Kloten-Legende bedeuten.

HC Fribourg-Gottéron - Julien Sprunger

Wenn es um Loyalität in der National League geht, dann führt kein Weg an Julien Sprunger vorbei. Der 39-Jährige steht seit 2003 ununterbrochen im Kader von HC Fribourg-Gottéron und hat auch seine gesamte Jugend nur bei den Drachen verbracht. Ein echtes One-Club-Phänomen. Trotz seines Alters liefert Sprunger immer noch ab: In der vergangenen Saison kam er auf starke 30 Scorerpunkte und das in einem Team, das mit hochkarätigen Import-Spielern besetzt ist. Seit 2014 trägt er zudem als Captain das „C“ auf der Brust und ist damit längst das Gesicht von Gottéron. Doch die Zeit tickt: Sein Vertrag läuft in dieser Saison aus, und mit dann 40 Jahren scheint ein Rücktritt sehr wahrscheinlich. Sprunger selbst hat aber noch ein grosses Ziel: In seiner wohl letzten Saison möchte er die Drachen endlich zum Meistertitel führen.

HC Davos - Enzo Corvi

Mit dem Rücktritt von Andres Ambühl ist Enzo Corvi nun der loyalste aktive Spieler beim HC Davos. Seit 2012 ist der 32-Jährige in Graubünden Zuhause und punktet seit Jahren konstant für die Bündner. Nach einer Verletzung feierte Corvi in dieser Saison sein Comeback und bereitete gleich im ersten Heimspiel einen Assist vor. Sein Vertrag läuft zwar am Saisonende aus, doch als einer der grössten Namen in Davos ist eine Vertragsverlängerung sehr wahrscheinlich. Corvi bleibt damit das Gesicht des Teams – sowohl auf dem Eis als auch als Identifikationsfigur für die Fans.

EV Zug - Lino Martschini

Obwohl Lino Martschini erst 34 Jahre alt ist, steht der Stürmer seit 2012 ununterbrochen für den EV Zug auf dem Eis. Martschini bleibt eine echte Tormaschine: In den letzten drei Saisons sammelte er stets über 40 Scorerpunkte und war in der vergangenen Spielzeit der beste Scorer seines Teams. Seit 2019 trägt er zudem als Assistant Captain Verantwortung. Sein Vertrag läuft noch bis 2027, und ähnlich wie Enzo Corvi wird Martschini mit hoher Wahrscheinlichkeit auch nach Ablauf seines Kontrakts dem EVZ weiterhin die Treue halten.

SC Bern - Tristan Scherwey

Bereits zwei Jahre vor Lino Martschini gab Tristan Scherwey sein Debüt in der National League  und seitdem steht er ununterbrochen bei den SC Bern auf dem Eis. Im Kader der Mutzen gibt es viele loyale Spieler wie Ramon Untersander oder Joel Vermin, doch Scherwey ist derjenige, der am längsten im Team aktiv ist. Auch mit seinen 34 Jahren liefert der Flügelstürmer weiterhin konstant Punkte und wird die Berner noch mindestens bis 2027 unterstützen und wahrscheinlich sogar noch länger. Scherwey bleibt damit ein zentraler Baustein des Teams und eine Identifikationsfigur für Fans und Mannschaft.

ZSC Lions - Patrick Geering

Patrick Geering begann seine Karriere bei den ZSC Lions und steht seitdem ununterbrochen für die Zürcher auf dem Eis. Sein erstes National-League-Spiel absolvierte der Verteidiger bereits 2008, seitdem ist der Captain ein unverzichtbarer Bestandteil des Teams. Geering hat in seiner Karriere schon viel erreicht: Fünf Mal wurde er Schweizer Meister, zwei Mal gewann er die CHL. Seit 2017 trägt er zudem als Captain Verantwortung und wird auch in dieser Saison versuchen, seinen sechsten Meistertitel und die dritte CHL-Trophäe zu holen. Sein Vertrag läuft noch diese Saison, doch ähnlich wie andere langjährige Spieler ist auch bei ihm wahrscheinlich, dass er dem ZSC noch mehrere Jahre treu bleibt.

Lausanne HC - Fabian Heldner

Seit dem Rücktritt von Genazzi gibt es bei den Waadtländern nur wenige Spieler, die schon lange im Team sind. Fabian Heldner ist mit seinen sieben Jahren im Club daher der loyalste Spieler. Der 29-Jährige ist einer der wichtigsten Bausteine des Teams und verpasste seit seinem Debüt kaum ein Spiel. Das wissen auch die Verantwortlichen in Lausanne: Trotz eines Kaders voller grosser Namen setzt man weiterhin auf Heldner – mindestens bis 2028. 

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2025-09-13 12:00:00