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Vor allem im Tor des SCB steht für die nächste Saison ein grosses Fragezeichen

Die Goalie-Situation wird für manche Klubs knifflig

Wir befinden uns zwar erst am Anfang der National-League-Saison 2025/26, doch die Goaliefrage für 2026/27 wirft bereits ihre Schatten voraus. Während viele Teams ihre Torhüter langfristig gebunden haben, stehen einige Vereine vor schwierigen Entscheidungen, um ihr Goalie-Duo für die kommende Saison zusammenzustellen.

HC Ajoie: Damiano Ciaccio bis 25/26 und Benjamin Conz bis 25/26

Beim HC Ajoie steht für die Saison 2026/27 ein Fragezeichen im Tor. Aktuell bestreiten Damiano Ciaccio und Benjamin Conz die Spielzeit 2025/2026 für die Jurassier. Doch beide Verträge laufen im Sommer 2026 aus, womit der Klub vor einer heiklen Goaliefrage steht. Die Situation ist besonders brisant, weil zahlreiche Teams in der National League ihre Torhüterposten für 2026/27 ebenfalls noch nicht fix besetzt haben. Für Ciaccio und Conz könnte sich damit auch andernorts eine Tür öffnen. Ciaccio wird 36 Jahre alt sein, wodurch die Altersfrage zunehmend ins Gewicht fällt. Ob der Routinier nochmals verlängert oder ob Ajoie einen Generationenwechsel einleitet, bleibt abzuwarten. Stand heute ist die Zukunft der Jurassier zwischen den Pfosten völlig offen.

HC Lugano: Niklas Schlegel bis 25/26 und Joren van Pottelberghe bis 26/27

Die Torhüterposition beim HC Lugano war in den letzten Jahren selten ein echtes Problem. Einzig die vergangene Saison brachte Unruhe, als beide Keeper verletzungsbedingt länger ausfielen. Aktuell ist Niklas Schlegel klar die Nummer eins im Tessin. Der 31-Jährige liefert solide Leistungen und hat sich seit seinem Wechsel 2020 zu den Bianconeri etabliert. Allerdings läuft sein Vertrag im Sommer 2026 aus, womit die Goaliefrage in Lugano wieder in den Fokus rückt. Neben ihm steht Joren van Pottelberghe noch bis 2027 unter Vertrag. Der frühere Nationalkeeper konnte seit seiner Einstufung zur Nummer zwei jedoch nicht mehr konstant überzeugen. Angesichts seiner Bedeutung für den Klub und seiner Rolle als Stammgoalie gilt eine Vertragsverlängerung von Schlegel als sehr wahrscheinlich. 

Genève-Servette HC: Stéphane Charlin bis 27/28 und Robert Mayer bis 26/27

Beim GSHC gibt es keinerlei Sorgen auf der Goalieposition. Mit Stéphane Charlin haben sich die Genfer einen der vielversprechendsten jungen Torhüter der Schweiz gesichert und dies gleich langfristig bis 2028. An seiner Seite steht Robert Mayer, ein Routinier, der bereits seit 2014 das GSHC-Trikot trägt (mit einer kurzen Pause in Davos von 2020 bis 2022). Sein Vertrag läuft ebenfalls noch bis 2027, was den Grenats zusätzliche Sicherheit gibt. Damit verfügen die Genfer über eine ideale Mischung: junges Talent mit Perspektive und ein erfahrener Routinier. Im Hinblick auf die Saison 2026/27 gehört Servette damit zu den wenigen Teams der Liga, die ihre Goaliefrage schon frühzeitig und ohne offene Baustellen geklärt haben.

EHC Biel-Bienne: Harri Säteri bis 26/27 und Luis Janett bis 25/26

Der EHC Biel hat mit der Vertragsverlängerung von Harri Säteri bis 2027 seine wichtigste Personalie zwischen den Pfosten rechtzeitig geklärt. Der Finne ist die unangefochtene Nummer eins der Seeländer und bewies schon letzte Saison eindrücklich seine Klasse. Hinter ihm steht Luis Janett. Sein Vertrag läuft noch bis 2026 und für den 25-Jährigen wird es entscheidend sein, in den kommenden Spielzeiten nicht nur in der Swiss League, sondern auch vermehrt in der National League Erfahrungen zu sammeln. Langfristig stellt sich dennoch die Frage, wer den Finnen ersetzen soll: Säteri wird nicht jünger und nach Vertragsende 2027 könnte er in seine Heimat zurückkehren. Für Biel bedeutet das, dass man rechtzeitig einen Plan B entwickeln und Janett konsequent fördern muss, um für die Zukunft gerüstet zu sein.

HC Ambri-Piotta: Gilles Senn bis 27/28 und Philip Wüthrich bis 26/27

In der Leventina herrscht Ruhe auf der Goalieposition. Seit der vergangenen Saison steht Gilles Senn zwischen den Pfosten des HCAP und der 29-Jährige liefert mit seiner Erfahrung beständig solide Leistungen. Sein Vertrag läuft bis 2028, womit die Biancoblù langfristig auf Kontinuität setzen. Als Backup steht Philip Wüthrich bereit. Der 27-Jährige wechselte ebenfalls in der vergangenen Saison nach Ambrì und besitzt einen Kontrakt bis 2027. Auch er hat mit seinen Auftritten gezeigt, dass er eine zuverlässige Option ist. Damit ist die Goaliefrage im HCAP für mehrere Jahre geklärt. Mit Senn als klarer Nummer eins und Wüthrich als stabilen zweiten Mann muss man sich in Ambrì aktuell keinerlei Sorgen im Tor machen.

SC Rapperswil-Jona Lakers: Melvin Nyffeler bis 27/28 und Ivars Punnenovs bis 26/27

Bei den Lakers gibt es keinerlei Diskussionen um die Torhüterposition. Melvin Nyffeler hütet seit 2017 das Tor der Rosenstädter – konstant auf hohem Niveau. Der 30-Jährige überzeugt Jahr für Jahr mit starken Leistungen und zeigte auch in dieser Saison bereits, warum er unverzichtbar ist: Beim Auftaktspiel gegen die SCL Tigers glänzte er mit einer Fangquote von 95,8 % und war der überragende Mann auf dem Eis. Sein Vertrag läuft bis 2028. Als Backup steht Ivars Punnenovs bereit. Der 31-Jährige liefert ebenfalls solide Leistungen und besitzt einen Kontrakt bis 2027. Mit diesem Duo ist Rapperswil hervorragend aufgestellt.

SCL Tigers: Luca Boltshauser bis 25/26 und Robin Meyer bis 26/27

Der Abgang von Stéphane Charlin hat die Defensive der SCL Tigers merklich geschwächt. Die neue Nummer eins, Luca Boltshauser, hatte bislang Mühe, den Kasten dichtzuhalten – mit fünf Gegentoren zum Saisonstart ist der Einstand misslungen. Zudem läuft sein Vertrag bereits im Sommer 2026 aus. Als Backup steht Robin Meyer bereit, der bis 2027 an Langnau gebunden ist. Der 24-Jährige bringt jedoch wenig Erfahrung in der National League mit, was ihn als alleinige Nummer eins zu einer riskanten Option macht. Damit bleiben die Goalies in Langnau eine offene Baustelle. Gut möglich, dass die Tigers für die Saison 2026/27 personell nachrüsten müssen, um zwischen den Pfosten die nötige Stabilität zu finden.

EHC Kloten: Reto Berra bis 27/28 und Davide Fadani bis 26/27

Aktuell hütet zwar noch Ludovic Waeber den Kasten der Flughafenstädter, allerdings nur bis zum Ende dieser Saison. Ab Sommer 2026 übernimmt dann Reto Berra die Rolle als Nummer eins. Der Nati-Goalie unterschrieb einen Vertrag bis 2028 und bringt enorme Erfahrung mit. Zum Zeitpunkt seines Wechsels wird Berra bereits 39 Jahre alt sein. Ob er seine starke Form aus den vergangenen Jahren in Kloten bestätigen kann, bleibt abzuwarten. Als Perspektiv-Goalie steht Davide Fadani bereit, dessen Vertrag bis 2027 läuft. Der 23-Jährige muss jedoch erst an das Niveau der National League herangeführt werden. Damit hat der EHC Kloten einerseits einen Top-Namen verpflichtet, andererseits die Herausforderung, rechtzeitig die Torhüterzukunft nach Berra einzuleiten.

HC Fribourg-Gottéron: Ludovic Waeber bis 29/30 und Loïc Galley bis 25/26

Noch steht Reto Berra zwischen den Pfosten der Drachen, doch ab der Saison 2026/27 übernimmt Ludovic Waeber das Zepter. Der 28-Jährige kehrt damit in seine Heimat zurück und bleibt den Fribourgern dank eines Vertrags bis 2030 langfristig erhalten. Ein starkes Zeichen für die Zukunft des HCFG. Etwas offener präsentiert sich die Situation beim zweiten Goalie: Loïc Galley ist derzeit Backup, doch sein Vertrag läuft bereits im Sommer 2026 aus. Ob die Fribourger mit ihm verlängern oder sich nach einer neuen Nummer zwei umsehen, ist noch unklar. Mit Waeber hat sich Fribourg aber die Torhüterzukunft über Jahre gesichert, die Frage bleibt einzig, wer ihn ab 2026/27 als Backup unterstützen wird.

HC Davos: Sandro Aeschlimann bis 30/31 und Luca Hollenstein bis 27/28

Beim HCD ist die Goaliefrage für die kommenden Jahre bestens gelöst. Sandro Aeschlimann, seit 2019 bei den Bündnern, bleibt bis 2031 im Tor. Der 30-Jährige liefert konstant gute Leistungen und bildet den sicheren Rückhalt der Davoser Defensive. Als Backup steht Luca Hollenstein bereit. Der 25-Jährige hat bereits in der National League seine Qualitäten unter Beweis gestellt und bleibt bis 2028 in Graubünden. Damit können die Davoser auf eine der stabilsten Goalie-Situationen der Liga bauen.

EV Zug: Leonardo Genoni bis 26/27 und Tim Wolf bis 25/26

Beim EV Zug kann man weiterhin auf Leonardo Genoni zählen. Der Nati-Goalie ist zwar noch bis 2027 unter Vertrag, zeigt in der National League jedoch nicht mehr die konstante Leistung, die ihn einst auszeichnete. In den letzten Playoffs und der aktuellen CHL-Saison lief es nicht immer nach Plan, dennoch bleibt Genoni ein starker Rückhalt für die Zentralschweizer. Als Backup steht Tim Wolf bereit. Der 33-Jährige zeigte solide Leistungen in der letzten Spielzeit. Sein Vertrag läuft bis 2026, eine Verlängerung scheint aber sehr wahrscheinlich. 

SC Bern: Adam Reideborn bis 25/26 und Sandro Zurkirchen bis 25/26

Bei den Mutzen ist die Goaliefrage für die Saison 2026/27 noch völlig offen. Sowohl Adam Reideborn als auch Sandro Zurkirchen stehen nur noch bis Ende dieser Saison unter Vertrag. Reideborn konnte beim SCB bislang nicht voll überzeugen, eine Vertragsverlängerung erscheint daher fraglich. Zurkirchen wurde erst für die laufende Spielzeit verpflichtet und dürfte nicht automatisch bleiben. Für die kommende Saison werden die Berner voraussichtlich auch international nach einer Lösung suchen müssen, da viele National-League-Teams ihre Torhüter bereits langfristig gebunden haben. Die Mutzen stehen damit vor einer der grössten Baustellen der Liga.

ZSC Lions: Simon Hrubec bis 27/28 und Robin Zumbühl bis 26/27

Bei den ZSC Lions ist die Goaliefrage für die kommenden Jahre weitgehend geklärt. Simon Hrubec, der als bester Goalie der letzten Playoffs glänzte, bleibt bis 2028 in Zürich. Zwar ist der Saisonstart nicht nach Plan verlaufen, doch seine Leistungen der vergangenen Saison zeigen, dass er ein absoluter Top-Goalie ist. Als Backup steht Robin Zumbühl bereit. Der junge Goalie hat zwar noch wenig Erfahrung in der National League, konnte aber bereits gute Leistungen zeigen. Sein Vertrag läuft bis 2027, was für eine gesicherte Perspektive im Zürcher Tor sorgt. Mit Hrubec und Zumbühl verfügen die Lions über ein stabiles und zukunftsorientiertes Goalie-Duo.

Lausanne HC: Connor Hughes bis 30/31 und Kevin Pasche bis 26/27

Connor Hughes kehrte diesen Sommer in die Schweiz zurück und bewies bereits in der Saison 2023/24, dass er ein starker Rückhalt ist. Mit einem Vertrag bis 2031 haben sich die Lausanner seine Dienste langfristig gesichert. Als Backup steht der 22-jährige Kevin Pasche bereit. Sein Vertrag läuft bis 2027, und trotz seines jungen Alters lieferte er in den letzten beiden Saisons sehr starke Leistungen ab. Der LHC wird alles daran setzen, Pasche auch über die Saison 2026/27 hinaus zwischen den Pfosten zu halten, da er ein vielversprechender Rückhalt für die Zukunft ist. Mit Hughes und Pasche verfügt Lausanne über eines der stabilsten und talentiertesten Goalie-Duos der Liga.

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2025-09-12 10:00:51