In der National League laufen die Planungen für die Saison 2026/27 längst auf Hochtouren. Mehrere Teams haben zentrale Personalentscheide für die nächste Saison bereits getroffen. Wir werfen einen Blick auf die bereits bestätigten Transfers für den Sommer 2026.
Die Goalie-Frage bei Fribourg-Gottéron hat in den letzten Monaten für Gesprächsstoff gesorgt. Zwar steht mit Reto Berra ein absoluter Topmann im Tor, doch mit seinen 38 Jahren ist klar: Die Drachen brauchen die Zukunftslösung. Nun ist sie gefunden und was für eine! Mit Ludovic Waeber kehrt ein verlorener Sohn nach Fribourg zurück.
Der 29-Jährige durchlief einst die Nachwuchsabteilung der Drachen, ehe er 2020 weiterzog. Über Stationen bei den ZSC Lions, HC Ajoie und zuletzt EHC Kloten reifte Waeber zu einem starken National-League-Goalie. Ab der Saison 2026/27 wird er wieder das Tor seiner Heimatstadt hüten und das langfristig. Gottéron stattet Waeber gleich mit einem Vertrag bis 2030 aus. Damit dürfte die Goalie-Position bei den Drachen für die nächsten Jahre besetzt sein. Noch eine Saison bleibt Waeber bei Kloten zwischen den Pfosten, ehe er zurück in die BCF Arena kommt.
Bei den Flughafenstädtern war die Goalie-Frage zuletzt ein heisses Thema. Mit dem Abgang von Sandro Zurkirchen und dem feststehenden Wechsel von Ludovic Waeber auf die Saison 2026/27 hin, brauchte Kloten dringend eine Antwort für die Zukunft im Tor. Waeber und Zurkirchen bildeten in der vergangenen Saison das unangefochtene Duo und neben ihnen stand kein anderer Goalie in der National League zwischen den Pfosten. Während Waeber nur noch eine weitere Saison in Kloten bleibt, musste die Clubführung handeln und verpflichtete Reto Berra.
Der erfahrene 38-Jährige verlässt seine Heimat in Fribourg und wird ab der Saison 2026/27 das Tor von Kloten hüten. Für Berra war klar, dass er weiterhin die Nummer eins sein will, doch mit Waeber zurück bei Gottéron wäre das nicht mehr möglich gewesen. In Kloten hingegen übernimmt er diese Rolle ohne Konkurrenz und unterschreibt gleich einen Vertrag über zwei Jahre. Danach dürfte mit grosser Wahrscheinlichkeit Schluss sein mit seiner Karriere, was bedeutet, dass Kloten schon bald junge Goalies an die National League heranführen oder sich rechtzeitig nach einem Nachfolger umsehen muss.
Nach seiner starken Saison im Trikot der SCL Tigers war es nur eine Frage der Zeit, bis Dario Rohrbach auch bei den grossen Clubs auf dem Zettel stand. Der 23-Jährige sammelte in der letzten Spielzeit 39 Scorerpunkte und legte damit eine der grössten Entwicklungen in der National League hin. In Langnau war er nicht nur Leistungsträger, sondern auch Topscorer seines Teams und einer der wenigen Schweizer Spieler, die am Ende der Saison den gelben Helm trugen.
Kein Wunder, dass sich der SC Bern die Dienste des talentierten Stürmers frühzeitig sicherte. Denn genau einen solchen effizienten Schweizer Spieler wollten die Mutzen, da die vier besten Scorer des Teams letzte Saison alles Importspieler waren. Ab der Saison 2026/27 wird Rohrbach im Dress des SCB auflaufen und er unterschrieb gleich einen Vertrag bis 2030. Zuvor steht er aber noch eine weitere Saison für die Tigers auf dem Eis und wird versuchen, seine Topform zu bestätigen, bevor es für ihn in die Hauptstadt geht.

Ken Jäger hat in den letzten Jahren einen beeindruckenden Schritt nach vorne gemacht. In der Saison 2022/23 sammelte er noch elf Scorerpunkte für Lausanne, in den beiden darauffolgenden Spielzeiten waren es bereits 35 beziehungsweise 31. Mit seinen Leistungen spielte er sich nicht nur in den Fokus der National League, sondern auch ins Aufgebot der Schweizer Nationalmannschaft für die Weltmeisterschaft, wo er ebenfalls zu überzeugen wusste. Kein Wunder, dass gleich mehrere Topclubs wie der EV Zug oder der SC Bern an ihm interessiert waren.
Am Ende entschied sich Jäger jedoch für seine Heimat und kehrt zum HC Davos zurück. Die Bündner können ab dem nächsten Sommer wieder auf die Dienste ihres verlorenen Sohnes zählen. In Davos wird er eine tragende Rolle übernehmen und das Vertrauen des Clubs ist gross, denn Jäger unterschrieb gleich einen Vertrag bis 2033. Zuvor läuft er aber noch eine weitere Saison für Lausanne auf und will dort seine starke Entwicklung fortsetzen.
Michael Fora wird ab dem kommenden Sommer für die Waadtländer auflaufen. Nach vier Jahren in Graubünden wechselt der Verteidiger in die Westschweiz und soll dort eine zentrale Rolle in der Defensive übernehmen. Beim HC Davos war Fora in den letzten Jahren ein absoluter Stammspieler und stand zudem bei den letzten vier Weltmeisterschaften für die Schweizer Nationalmannschaft auf dem Eis. In der vergangenen Saison sammelte er beim HCD 20 Scorerpunkte und überzeugte besonders in den Playoffs mit seinem präzisen Passspiel und seiner Übersicht. Nach dem Abgang von Andrea Glauser benötigten die Lausanner einen neuen Schweizer Verteidiger und mit Fora ist diese Position langfristig besetzt, denn der 27-Jährige unterschrieb gleich einen Vertrag über fünf Jahre.
Der HC Davos darf sich auf eine prominente Verstärkung freuen: Dominik Egli wird ab Sommer 2025 wieder das Trikot der Bündner tragen. Der 27-jährige Verteidiger hatte sich erst vor der Saison 2024/25 für den Schritt ins Ausland entschieden und schloss sich dem Frölunda HC in Schweden an. Nun folgt die Rückkehr in die Schweiz und das gleich mit einem Langzeitvertrag bis 2032. Egli bewies schon in seiner letzten Saison beim HCD, wie wertvoll er sein kann: Mit 38 Scorerpunkten als Verteidiger gehörte er zu den absoluten Leistungsträgern. Auch an der diesjährigen Weltmeisterschaft hinterliess er Spuren, denn in drei Einsätzen erzielte er zwei Tore und einen Assist. Mit dem Abgang von Fora hatte sich beim HCD eine Lücke in der Defensive aufgetan, die bestens geschlossen wird.

Die SCL Tigers haben sich für die kommende Saison mit Arno Nussbaumer verstärkt. Der 22-jährige Verteidiger spielte zuletzt beim HC Ajoie, wo er in der vergangenen Saison seinen Durchbruch schaffte. Nach wenig Eiszeit beim EV Zug wechselte Nussbaumer ins Jura. Dort stand er fast durchgehend im Line-up und sammelte zehn Scorerpunkte. Mit mehr Verantwortung zeigte er, dass er auf höchstem Niveau mithalten kann. Dieses Potenzial wollen nun auch die Tigers ausschöpfen. Nussbaumer unterschrieb in Langnau bis 2028 und soll sich in den nächsten Jahren zu einem wichtigen Akteur in der Defensive entwickeln. Die Emmentaler setzen damit auf einen jungen Spieler, der bereits bewiesen hat, dass er mit viel Eiszeit deutlich stärker wird.
Die ZSC Lions haben sich die Dienste von Simon Knak gesichert. Nachdem Knak in seiner Jugend bereits in Zürich aktiv war, jedoch beim EHC Kloten, kehrt er jetzt in seinen alten Kanton zurück. Der 23-jährige Stürmer wechselt vom HC Davos nach Zürich und erhält einen Vertrag bis 2031. Knak hat sich in den letzten Jahren Schritt für Schritt nach oben gearbeitet. In Davos gehörte er zu den auffälligen Offensivkräften und durfte in diesem Jahr sogar sein WM-Debüt feiern. Dort glänzte er mit sechs Scorerpunkten in kurzer Zeit. Auch in der laufenden Saison knüpft er nahtlos an die letzte an, nach neun Spielen stehen bereits fünf Zähler auf seinem Konto. In Zürich wird der Konkurrenzkampf zwar härter, doch die Lions setzen bewusst auf die Qualitäten des Zürchers.
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