Der Startschuss in der National League 2025/26 fällt am Dienstag, 9. September, mit einer Vollrunde. Alle 14 Teams stehen im Einsatz und damit auch zahlreiche neue Akteure. Einige davon gehören unserer Meinung nach auch zu den Schlüsselspielern.
Hinweis: Wir haben redaktionell pro Team einen Schlüsselspieler bestimmt.
Der finnische Stürmer klassierte sich in der Scorerliste der vergangenen Regular Season auf dem zweiten Platz. 52 Zähler sammelte Nättinen in 52 Partien und entsprechend werden beim HC Ajoie die Augen auf den 28-Jährigen gerichtet sein. Kann er seine Leistungen aus der letzten Spielzeit bestätigen, wäre es ein gutes Zeichen für die Jurassier. Pierre-Édouard Bellemare und Niklas Friman könnten ebenfalls als Schlüsselspieler bezeichnet werden. Bellemare stiess während der letzten Saison zu den Ajoulots und brachte neuen Schwung in die Offensive, während Friman die Aufgabe hat, die Verteidigung als Neuzugang zu stabilisieren.
Die Leventiner haben diverse spannende Spieler im Kader, stellt man sich aber die Frage nach dem Schlüsselspieler, kann es nach dem Abgang von Dominik Kubalik nur noch eine Antwort geben: Chris DiDomenico. Der Kanadier dürfte sich auch in der neuen Saison auf der Gratwanderung zwischen Genie und Wahnsinn befinden. Überwiegt das Genie, dann kann der HC Ambri-Piotta das Überraschungsteam werden, ist das Gegenteil der Fall, dann kann es in der Kabine zu grossen Unstimmigkeiten kommen und der Teamgeist zusammenbrechen.
In Bern konnte in der vergangenen Saison ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung gemacht werden. Die Regular Season beendete das Team von Jussi Tapola auf dem starken dritten Rang, aber in den Playoffs war bereits im Viertelfinal Endstation. Der Kader macht erneut eine gute Figur, hat aber ein dickes Fragezeichen. Die Torhüterposition sorgte bei den Mutzen zuletzt für Diskussionen. Weder Sandro Aeschlimann noch Ludovic Waeber haben sich ab der Saison 2026/27 für einen Wechsel nach Bern entschieden. Adam Reideborn konnte zuletzt allerdings nicht die Leistungen erbringen, die man von einem Importgoalie erwartet. Der Schwede steht in seiner vermutlich letzten Saison im SCB-Tor also gehörig unter Druck. Hält er diesem Stand, dann ist für den SCB viel möglich.
Die Seeländer befinden sich derzeit im Umbruch. Während vor der vergangenen Saison vor allem bei den Schweizer Spielern einiges geändert wurde, wurden nun die Veränderungen bei den Importspielern vorgenommen. Mit Linus Hultström, Oskari Laaksonen und Marcus Sylvegård stiessen drei spannende Spieler neu zum Team. Der entscheidende Faktor steht beim EHC Biel aber bereits seit der Saison 2022/23. Harri Säteri ist einer der besten Torhüter der Liga und hat für die Seeländer schon viele Punkte gestohlen. Auf diese Zähler wird das Team von Martin Filander auch in der neuen Saison angewiesen sein.
Es wird ein komisches Bild sein, wenn der HC Davos am 9. September in die Saison startet und Andres Ambühl nicht auf dem Eis stehen wird. Die lebende Legende hat ihre Karriere bekanntlich beendet. Es ist ein Ding der Unmöglichkeit, Andres Ambühl in Davos zu ersetzen. Zu wichtig war und ist der Stürmer für die Region und den Verein. Sein Abgang hat allerdings zur Folge, dass andere Schweizer Spieler deutlich mehr im Mittelpunkt stehen werden. Einer davon ist zweifelsohne Enzo Corvi. Der Center mit der grossartigen Übersicht hatte zuletzt aber auch immer wieder mit Blessuren zu kämpfen. Bleibt er fit, kann er in jeder Partie den Unterschied machen.
Bei den Saanestädtern standen zuletzt die Rückholaktionen von "verlorenen Söhnen" im Mittelpunkt. Christoph Bertschy machte den Anfang, Yannick Rathgeb folgte auf die letzte Saison hin und nun zieht es Andrea Glauser zurück zu den Wurzeln. Der 29-Jährige entwickelte sich im Trikot der SCL Tigers und dem Lausanne HC zu einem Nationalspieler und einem der besten Schweizer Verteidiger der Liga. In Fribourg werden die Augen auf ihn gerichtet sein. Er soll der Defensive zusätzliche Stabilität verteilen. Das Ziel ist klar: Eine der Klublegenden werden, die den ersten Titel in die Saanestadt holen.
Die Genfer haben auf die kommende Saison hin einige Veränderungen auf den Importpositionen vorgenommen. Jan Rutta, Vili Saarijärvi, Jason Akeson, Taylor Beck, Jimmy Vesey und Jesse Puljujärvi tragen allesamt neu das Trikot der Grenats. Akeson soll noch die Schweizer-Lizenz bekommen, die restlichen Spieler werden eine Import-Lizenz benötigen. Der klingendste Name ist jener von Jesse Puljujärvi. Der Stürmer wurde 2016 an vierter Stelle von den Edmonton Oilers im NHL-Draft gezogen. Seither waren seine Leistungen aber nicht immer überzeugend, weshalb er nach Europa zurückkehrt. Er verfügt über grosses Potenzial, aber kann er es auch abrufen?
Die Flughafenstädter haben auf den Import-Positionen auch die eine oder andere Veränderung wahrgenommen. Mit Max Lindroth zieht es einen Verteidiger mit viel Offensivpotenzial nach Kloten. Der Schwede kam in der letzten Saison bei TPS Turku in Finnland auf fast einen Scorerpunkt pro Spiel. Nun hat er die Aufgabe, den Abgang von Sami Niku zu kompensieren. Kommt er nur annähernd an die 52 Zähler aus der letzten Spielzeit, wird er in Kloten zweifelsohne zum neuen Publikumsliebling.
In Langnau wird man aufs Erste sicherlich den Abgängen von Stéphane Charlin und Vili Saarijärvi nachtrauern. Beide zeigten in den letzten Saisons absolute Top-Leistungen. Auf dem Papier sind die Emmentaler auch nicht mehr ganz so gut aufgestellt. Dario Rohrbach führte das Team von Thierry Paterlini in der vergangenen Saison als Topscorer an und möchte diese Leistung vor seinem Wechsel nach Bern nochmals bestätigen.
Lausanne HC: Sami Niku
Zweimal in Folge stand der Lausanne HC im Playoff-Finale und zweimal waren die ZSC Lions ein Spürchen zu gut. In diesem Sommer haben die Waadtländer in erster Linie die Abwehr umgestellt. Mit Erik Brännström und Sami Niku sind zwei neue Import-Verteidiger ins Team gestossen, von denen viel erwartet wird. Niku hat in der letzten Saison in Kloten seine Qualitäten mit 30 Scorerpunkten unter Beweis gestellt. An der Seite von besseren Einzelspielern könnte er diese Zahl sogar noch überbieten.
Die Bianconeri blicken wohl nur ungern auf die vergangene Saison zurück. Die Regular Season beendeten die Südtessiner nur auf dem 13. Rang und konnten erst in den Playouts den Gang in die Liga-Qualifikation verhindern. Captain Calvin Thürkauf kam im Vergleich zur Saison 2023/24 nicht in Fahrt und gehörte nicht mehr zu den besten Scorern der Liga. Kann er sich rehabilitieren, ist er zweifelsohne der Schlüsselspieler beim HC Lugano.
Im August 2022 stiess Tyler Moy vom Genève-Servette HC an den Obersee. Seither hat sich der schweizerische-kanadische Doppelbürger hervorragend entwickelt und hätte wohl längst die Möglichkeit gehabt, sich einem anderen National-League-Team anzuschliessen. Stattdessen hat er mit drei Vertragsverlängerungen wichtige Zeichen gesetzt. Als offensivstärkster Schweizer im Team der St.Galler schürt er aber auch die Erwartungen eines Schlüsselspielers.
Die Zentralschweizer mussten sich in den Playoff-Viertelfinals der letzten Saison klar geschlagen geben. Der HC Davos setzte sich gleich in vier Spielen durch. Grégory Hofmann war einer der Schweizer Spieler, die in den Playoffs beim EVZ nicht in Fahrt gekommen waren. Mit 33 Scorerpunkten in der Regular Season konnte er sich im Vergleich zur Saison 2023/24 wieder steigern. Erreicht er aber wieder 40 und mehr Zähler wie zwischen 2019 und 2021, dann kann er ein wichtiges Puzzlestück in der neuen Saison sein.
Beim amtierenden Schweizer Meister und Champions-Hockey-League-Sieger ist der Schlüsselspieler schnell gefunden. Sven Andrighetto blickt auf eine überragende Saison zurück und wurde in der CHL gar zum MVP ausgezeichnet. Auch in der National League war er ein wichtiger Faktor beim Gewinn des Titels. Die Augen werden auch in der neuen Saison auf ihn gerichtet sein.
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