Die National League hat in den vergangenen Jahren ordentlich zugelegt und gehört ohne Zweifel zu den besten der Welt. Eine Liga steht allerdings über allen anderen, weswegen auch die NL-Teams immer mehr auf ehemalige NHL-Spieler zurückgreifen. Einige Teams etwas mehr, andere etwas weniger.
Wir haben für euch einmal die NHL-Spiele zusammengerechnet, die in den verschiedenen Teams in den Kadern zur Verfügung stehen. Da in der NHL traditionell nur die Regular-Season-Spiele gezählt werden, haben wir uns ebenfalls auf diese beschränkt, weiter unten allerdings als Zwischen-Input eine Rangliste der Playoff-Partien erstellt.
Die Flughafenstädter sind das Team mit der am Abstand geringsten NHL-Erfahrung im Kader. Dies liegt einerseits am Abgang von Sami Niku, andererseits auch daran, dass zwar einige der Spieler in der AHL spielten, so wie Ludovic Waeber allerdings nie die ganz grosse Bühne geboten bekommen haben. So ist Neuzugang Brandon Gignac mit einem Einsatz für die New Jersey Devils und deren sieben für die Montréal Canadiens der einzige Klotener, der von seiner Zeit in der NHL erzählen kann.
13. SC Bern - 127 NHL-Spiele
Zwar 119 Spiele mehr, aber noch immer nicht wahnsinnig viel NHL-Erfahrung, ist im Kader der 'Mutzen' zu finden. 709 Einsätze in Nordamerikas höchster Spielklasse gingen durch die Abgänge von Patrik Nemeth und Austin Czarnik verloren. Die 127 Spiele werden allerdings gleich auf sechs Namen aufgeteilt - Joël Vermin, Anton Lindholm, Hardy Häman Aktell, Victor Ejdsell, Waltteri Merelä und Simon Moser - von denen Lindholm mit 66 am meisten vorweisen kann.

Im Emmental konnte man auf die neue Saison hin noch einmal schön aufrüsten, allerdings findet von den neuen Spielern einzig André Petersson mit einem Einsatz in der NHL Erwähnung. Auch Harri Pesonens Anteil ist mit vier Spielen sehr gering. Viel mehr konnten Saku Mäenalanen (98) und Juuso Riikola (80) für einige Zeit in der NHL brillieren und bringen so eine schöne Portion Erfahrung in den Kader.
Wir kommen gleich noch zum dritten Berner Verein. Trotz prominenter und vielversprechender Verstärkung auf diese Saison hin, machen die Seeländer keinen Boden gut. Harri Säteri (15) und Viktor Lööv (4) haben nur wenige Einsätze gesammelt, dafür Gaëtan Haas mit 92 Einsätzen um so mehr. Am meisten Eiszeit auf amerikanischem Eis bekam Lias Andersson, der 2017 an siebter Stelle gedraftet wurde. Er stand insgesamt 110-mal mit der Elite auf dem Eis.
Unglaublich aber wahr, die Jurassier findet man für einmal nicht am Ende eines Rankings. Tatsächlich haben die Ajoulots gar mehr NHL-Einsätze von ihren Spielern, als alle vier Teams hinter ihnen zusammen. Verantwortlich dafür ist allerdings mit Pierre-Édouard Bellemare nur ein Spieler. Der 40-jährige Franzose spielte zehn Jahre lang in der besten Liga der Welt und sammelte dabei alle 700 NHL-Spiele, die in Pruntrut zur Verfügung stehen.
Die St.Galler konnten sich auf diese Saison hin Julius Honka vom HC Davos sichern, wodurch bereits 87 Partien auf das NHL-Konto gehen. Er hat damit mehr als Tanner Fritz (42) und Nicklas Jensen (31). Jacob Larssons 172 Spiele in der NHL werden von den 506 von Victor Rask aber gar noch übertrumpft.
8. HC Ambri-Piotta - 953 NHL-Spiele
Auch in der Leventina tummeln sich einige NHL-Spiele herum. Ähnlich wie in Ajoie ist aber auch hier ein sehr grosser Teil auf einen Spieler verteilt. Chris Tierney absolvierte 649 Spiele in der NHL, womit mehr als zwei Drittel der Gesamtanzahl auf sein Konto gehen. Nicolas Petan könnte mit 170 Spielen ebenfalls zwei Teams hinter sich lassen, Tim Heed (105), Chris DiDomenico (27) und Gilles Senn (2) bringen die restliche Erfahrung durch den Gotthard.
Zwei Amerika-Rückkehrer hat der LHC zuletzt empfangen dürfen, Basile Sansonnens und Connor Hughes konnten sich allerdings beide nicht durchsetzen. Bei den Waadtländern gibt es ausnahmsweise keinen kompletten Ausreisser. Erik Brännström hat zwar mit 294 Einsätzen am meisten Einsätze, wird aber von Drake Caggiula (289) dicht gefolgt und auch Austin Czarnik (205) und Dominik Kahun (186) sind nicht extrem weit entfernt. Sami Niku (67) und Antti Suomela (51) sind für die restlichen 118 Spiele verantwortlich.
Das Kader der Tessiner ist mit Qualität gespickt. Ähnlich wie beim LHC gibt es auch beim HCL vier Spieler mit über 150 Spielen und ein Schweizer ist da mittendrin. Zwar kann Mirco Müller mit 185 Spielen nicht ganz mit Brendan Perlini (262), Connor Carrick (242) und Rasmus Kupari (217) kann zwar auch er nicht mithalten, lässt allerdings Jiri Sekac (108), Mike Sgarbossa (93), Carl Dahlström (67) und Calvin Thürkauf (3) klar hinter sich.
Gleich über neun Spieler, die sich schon einmal ein NHL-Dress übergestreift haben, stehen im Kader der Calvinstädter. Zu Gebrauch kam es bei Robert Mayer damals allerdings nicht. Die vorher benutzte 150-er Marke erreichen mit Jesse Puljujärvi (387), Markus Granlund (335), Josh Jooris (213) und Marc-Antoine Pouliot (192) auch bei den Genfern vier Spieler. Taylor Beck (92), Tim Berni (59), Jason Akeson (15) und Tanner Richard (3) komplettieren die Liste.
Die Drachen wollen in der kommenden Saison endlich den Meistertitel holen. Mithelfen könnte da beispielsweise die Erfahrung von Patrik Nemeth, der in der NHL 504-mal auf dem Eis stand. Jacob de la Roses (242), Marcus Sörensens (226) und Lucas Wallmarks (187) Werte sind aber auch nicht von schlechten Eltern. Mit Neuzugang Henrik Borgström (111) hat noch ein weiterer Spieler die 100er-Marke erreicht, Reto Berra hat sie hingegen mit 76 Spielen knapp verpasst. Christoph Bertschy und Michael Kapla haben nur noch einen kleinen Einfluss.
Einwurf: Playoff-Spiele
Durch die grosse Erfahrung von Patrik Nemeth, Jacob de la Rose, Marcus Sörensen und Lucas Wallmark können sich die Drachen, wenn es um Spiele in den Stanley-Cup-Playoffs geht, tatsächlich knapp vor den ZSC Lions durchsetzen.
- HC Fribourg-Gottéron - 101 Playoff-Spiele
- ZSC Lions - 100 Playoff-Spiele
- HC Ajoie - 85 Playoff-Spiele
- EV Zug - 78 Playoff-Spiele
- Genève-Servette HC - 59 Playoff-Spiele
- HC Davos - 54 Playoff-Spiele
- HC Ambri-Piotta - 43 Playoff-Spiele
- HC Lugano - 27 Playoff-Spiele
- Lausanne HC - 24 Playoff-Spiele
- SCL Tigers - 14 Playoff-Spiele
- SC Rapperswil-Jona Lakers - 7 Playoff-Spiele
- EHC Biel-Bienne - 3 Playoff-Spiele
- SC Bern - 0 Playoff-Spiele
EHC Kloten - 0 Playoff-Spiele
Nur gerade zwölf Spiele haben fünf HCD-Spieler in der NHL mehr gesammelt, als jene acht des HCFG, wären also inklusive Playoff-Partien vom Podest gefallen. Die Davoser haben einige junge Spieler, die bald für die NHL interessant werden könnten, lernen können sie unter anderem von Brendan Lemieux (307), Filip Zadina (262), Rasmus Asplund (189) und Klas Dahlbeck (170). Am meisten Spiele hat jedoch einer, dessen Situation für die nächste Saison noch unklar ist. Stolze 444 Spiele hat Joakim Nordström für die Chicago Blackhawks, die Carolina Hurricanes, die Boston Bruins und die Calgary Flames gesammelt.
Nach der harten 'Sweep'-Niederlage im Viertelfinal gegen Davos sind die Zuger zurzeit mächtig am Aufrüsten. Der Königstransfer ist ohne Zweifel jener von Tomas Tatar, der mit 927 NHL-Spielen fast zwei Drittel aller EVZ-NHL-Spiele in den Beinen hat. Die restlichen 582 Spiele sind nur auf drei Spieler verteilt. Zwar hat Dominik Kubalik mit 357 am meisten, trotzdem ist es schön zu sehen, dass eben auch Schweizer wie Raphael Diaz (201) oder Grégory Hofmann (24) den Weg zurück in die Schweiz finden.
Wenig überraschend ist es der Schweizer Meister, dessen Spieler auch in Nordamerika am meisten Eindruck hinterlassen konnten. Doch eher überraschend ist allerdings, dass es nicht ein Importspieler ist, der am meisten Einsätze in der NHL gemacht hat, sondern Yannick Weber, der mit 499 Einsätzen die 500er-Marke nur ganz knapp verpasst hat. Derek Grant (427) hat am zweitmeisten Einsätze aller Spieler, danach folgen fünf Spieler, die zuvor definierte 150er-Marke geknackt haben: Denis Malgin (257), Sven Andrighetto (216), Andy Andreoff (188), Rudolfs Balcers (170) und Dean Kukan (153). Mikko Lehtonen (26) und Jesper Frödén (21) haben sichern den ersten Platz dieses Rankings noch mehr.

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