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Die Bären sind bisher zahm und könnten sich bei den Stieren und Löwen etwas abschauen

Die besten drei Transfers der NL-Teams (Teil 1)

Die National League ruht noch knapp zwei Monate, bevor es dann endlich wieder losgeht. Einige Teams waren auf dem Transfermarkt bisher sehr aktiv, bei anderen blieb es hingegen eher ruhig. Wir haben die bisherigen Transfers etwas genauer angeschaut und euch die besten drei Neuzugänge pro Team herausgesucht.

HC Lugano

Bei den Tessinern muss nach der Katastrophensaison und dem zweitletzten Platz nach der Regular Season definitiv etwas gehen. Der Sportvorstand zögerte bisher allerdings nicht und setzt voll auf die Karte Umbruch. Gleich zehn neue Spieler kamen bisher, zudem wurde Enea Togni mit einem Profivertrag ausgestattet.

Gleich vier Importspieler schlossen sich dem HCL zuletzt an, darunter auch Connor Carrick und Mike Sgarbossa. Der 31-jährige Carrick spielte in den vergangenen zwei Jahren in der AHL, konnte davor aber 242 Spiele in der NHL sammeln. Ähnlich sieht die Karriere von Mike Sgarbossa aus, allerdings mit etwas weniger Spielen in der NHL. Trotzdem hat er immer wieder gezeigt, dass er jederzeit in der besten Liga bestehen kann. Der Letzte der Top-3-Transfers der Bianconeri ist ein Rückkehrer. Dario Simion kehrt nach vier Jahren in Davos und sieben Jahren in Zug ins Tessin zurück.

EHC Biel-Bienne

Volle Import-Power soll bei den Seeländern zum Erfolg führen. Tatsächlich gab es insgesamt erst vier Transfers, einen Schweizer Pass besitzt von diesen vier Spielern keiner. Petr Cajka zählt allerdings durch seine Vergangenheit in der Schweiz nicht als Import und spielt mit einer Schweizer Lizenz. Mit Niklas Blessing, Nolan Cattin und Guillaume Kaser wurden zudem drei Junioren offiziell in die erste Mannschaft aufgenommen.

Am meisten darf man in Biel wohl vom Schweden Marcus Sylvegård erwarten. Die letzte Saison in der AHL begonnen, kehrte er später nach Växjö zurück und brillierte mit einem Punkt pro RS-Spiel. Der Finne Oskari Laaksonen verpasste zwar die halbe Saison, in seinen 24 Spielen für Luleå wusste er aber mit gleich 18 Punkten zu gefallen. Mit Linus Hultsträm kommt noch ein weiterer Schwede. Zwar als einziger ohne Versuch in Nordamerika, lieferte er in der abgelaufenen Saison für Linköping mit 42 Punkten aus 52 Spielen so richtig ab.

HC Ambri-Piotta

Bei den Leventinern kommt es für die kommende Saison zu einem Strategiewechsel. Mit Philip Wüthrich wird neu auf einen Schweizer Torhüter gesetzt, in der Verteidigung soll ein Import weniger eingesetzt werden. Dies hat zur Folge, dass gleich alle drei Import-Neuzugänge Offensivspieler sind. Neben oben genannten Spielern wurden noch einige junge Spieler verpflichtet, allerdings keine aus dem eigenen Nachwuchs.

Ein Königstransfer kann kaum auserkoren werden, alle drei Imports bringen ohne Zweifel ihre Qualitäten mit. Wenn wir allerdings einen wählen müssten, wäre es wohl Chris Tierney. Der Kanadier blickt auf 649 Spiele in der NHL zurück, hatte einst gar eine Saison mit 48 Punkten. Der kanadisch-italienische Doppelbürger Nicolas Petan war stets etwas zu schwach für die NHL, dominierte aber die AHL und zuletzt auch die KHL und Michael Joly bringt schon Erfahrung aus der Schweizer Liga mit.

Michael Joly will in der kommenden Saison mit, statt gegen Ambri jubeln.

SC Bern

Bei den 'Mutzen' wählten sich die besten drei Transfers quasi von allein aus. Erst vier Transfers wurden getätigt, Sandro Zurkirchen sehen wir bei den beiden neuen Goalies klar im Vorteil gegenüber Christof von Burg. Mit Nils Rhyn und Alain Graf wurde zudem zwei Junioren der Schritt in den Profibereich erleichtert.

Alle drei bisherigen Top-Transfers der Berner kennt man bereits aus vergangenen Spielzeiten. Mit Marco Müller gibt es gar einen Spieler, der Bern bereits bestens kennt. Vor seiner Zeit bei Ambri stürmte er bereits für den SCB. Mats Alge hat bisher den endgültigen Durchbruch in der National League zwar noch nicht geschafft, ist mit 22 Jahren aber sicherlich ein Versprechen für die Zukunft. Sandro Zurkirchen ist vielleicht nicht der absolute Top-Goalie, aber sicherlich ein sehr solider Backup für Import-Keeper Adam Reideborn. 

EV Zug

Nach der enttäuschenden Sweep-Niederlage im Viertelfinal der Playoffs blasen die Zuger zum Angriff. Vier neue Spieler wurden geholt, alle vier sind von Topformat. Zudem wurde der Übertritt von der Jugend zu den Profis bei Nic Balestra, Mischa Geisser, Robin Nico Antenen und Loris Wey vertraglich abgeschlossen. Wey ist von diesen vier Junioren der einzige, der in der abgelaufenen Saison nicht mindestens 20 Spiele in der National League absolviert hat.

Sind wir ehrlich, Raphael Diaz und Dominik Kubalik müssen wir nicht mehr genauer vorstellen. Beide haben unzählige Saisons in der besten Liga der Schweiz absolviert und ihre Spuren hinterlassen. Diaz setzte sich bei uns übrigens aufgrund seiner Erfahrung und der Bedeutung für den Verein gegen David Sklenicka durch. Jenen, die die NHL etwas genauer verfolgen, müssen wir eigentlich auch Tomas Tatar nicht genauer vorstellen. Der grosse Star der Slowaken war seit der Saison 2013/14 stets in der NHL gesetzt. 

SCL Tigers

Trotz des Abganges von Stéphane Charlin haben die Emmentaler im Tor dank Luca Boltshauser kein grosses Problem, haben sich dadurch "nur" mit Robin Meyer von Visp verstärkt. Zudem kommt aus Biel Jérôme Bachofner und aus der schwedischen Nachwuchsliga der 20-jährige Schweizer Matteo Wagner.

Hoffnung dürfte man bei Langnau in die neuen Importspieler legen. Hannes Björninen hat in der Vergangenheit die Liiga teilweise dominiert und gehörte zu den besten Spielern, Petersson spielte in der KHL und SHL teilweise überragend, hat sich gar einen Einsatz in der NHL verdient. Kinnunen absolvierte bereits die letzte Saison in der Schweiz, beim 'Zett' war er zwar nicht gesetzt, konnte sich schlussendlich aber trotzdem 45 Einsätze sichern und war stets da, wenn es ihn brauchte.

Lausanne HC

Eigentlich ist es eine Frechheit, Erik Brännström nicht in die Top-3-Transfers eines Teams zu nehmen, doch die Waadtländer setzten in den vergangenen zwei Monaten alles daran, die fehlenden Puzzleteile für den letzten Schritt zum Meistertitel zu verpflichten. Inaki Baragano, Yannick Zehnder und Floran Douay haben ebenfalls gutes NL-Niveau, Junior Gaël Haas soll dies in Zukunft auch bekommen.

Der Transfer von Connor Hughes war irgendwie zu erwarten. Er konnte sich in der NHL nicht durchsetzen, spielte ausschliesslich in der AHL und so war die Rückkehr zu Lausanne die einzig logische Folge. Sami Niku war bereits letztes Jahr einer der Top-Transfers, damals wechselte er zu Kloten. In der Flughafenstadt brillierte er allerdings und konnte die LHC-Verantwortlichen von einem Transfer überzeugen. Zu guter Letzt kommen wir mit Austin Czarnik noch zum Ligatopscorer der letzten Saison, dessen Transfer lange auf die offizielle Verkündigung wartete. Mittlerweile ist der Wechsel von Bern nach Lausanne bestätigt, seine Qualitäten sind längst bekannt.

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2025-07-12 00:00:44