In der National League ruht momentan der Spielbetrieb, Sommerpause ist angesagt. Während die Teams an ihrer Fitness und Taktik für die kommende Saison feilen, dürfte bei manchen Spielern auch das Feintuning im Passspiel auf dem Programm stehen. Doch wer brillierte in den vergangenen 16 Jahren eigentlich am meisten als Vorbereiter? Wer lieferte die meisten Assists in einer einzigen Regular Season? Wir haben einen Blick zurückgeworfen und die zehn besten Saisons, gemessen an den Assists, herausgefiltert.
Hinweis: Die Statistiken stammen von EliteProspects. Es wurden nur Spiele der jeweiligen Regular Season gezählt. Beachtet wurden die vergangenen 16 Saisons (inkl. 2010/11). Lieferten zwei Spieler in einer Regular Season gleich viele Assists, dann wurde die Anzahl Spiele als Tie-Breaker verwendet.
Linus Omark konnte sich in der Saison 2022/23 ebenfalls 40 Assistpunkte gutschreiben lassen, doch aufgrund der Anzahl Spiele (52) findet seine Leistung aus jener Saison nur der Vollständigkeit halber eine Erwähnung.
Perttu Lindgren war 2015/16 der spielstarke Taktgeber beim HC Davos. Mit 40 Assists in 50 Spielen führte der Finne die Liga an und wurde verdientermassen zum MVP der Saison gewählt. Seine Übersicht, Passqualität und Spielkontrolle machten ihn zum Herzstück der Davoser Offensive. Nur ein Jahr nach dem Titel mit dem HCD unterstrich er seine Klasse erneut.

Auch Robert Nilsson glänzte in der Saison 2015/16 mit 40 Vorlagen, allerdings in zwei Spielen weniger als Lindgren. Der technisch brillante Schwede dirigierte das Zürcher Powerplay mit traumwandlerischer Präzision. In viereinhalb Jahren beim ZSC kam er auf insgesamt 175 Assists in 233 Spielen. Die Saison war seine herausragendste, bevor Gehirnerschütterungen seine Karriere eineinhalb Jahre später beendeten.
Mit exakt einem Assist pro Spiel setzte Roman Cervenka in der Saison 2022/23 eine Duftmarke. Der tschechische Routinier führte die Lakers mit unglaublicher Konstanz an und war offensiv nicht zu stoppen. Seine Kreativität und sein Auge für die Mitspieler machten ihn zum Dreh- und Angelpunkt des Teams. Es war seine produktivste Assist-Saison, wenn man seine Assists pro Spiel begutachtet.
Bereits ein Jahr zuvor zeigte Cervenka seine Spielmacher-Qualitäten mit 44 Assists in 52 Spielen. Er lieferte damit die beste Saison seiner Karriere in Bezug auf die Gesamtzahl der Vorlagen wie auch der Scorerpunkte (64). Diese Spielzeit festigte seinen Status als einer der besten Center der Liga. Im Folgejahr übertraf sich der zweifache tschechische Weltmeister in puncto Effizienz sogar noch einmal.

2017/18 war Dustin Jeffrey nicht nur Ligatopscorer nach der Regular Season, sondern auch der effektivste Vorbereiter der gesamten Liga. Mit 44 Assists in 50 Spielen konnte er jedoch Lausanne nicht im Alleingang in die Playoffs führen. Der kanadische Center bestach durch ruhiges Spiel und hohe Passqualität. Kein anderer Spieler lieferte in jener Saison mehr Vorlagen, doch am Ende blieb auch das verfrühte Saisonende mit Platz zehn in Erinnerung.
Glen Metropolit lieferte 2012/13 mit 44 Assists in 50 Spielen eine Renaissance-Saison ab – und das im Alter von 38 Jahren. Der Kanadier zeigte, dass er auch in späten Karrierejahren noch zu den besten Playmakern zählen konnte. Bereits sieben Jahre zuvor hatte er Lugano zum Titel geführt, doch jene Spielzeit war seine statistisch beste als Vorlagengeber.

Jan Kovar war 2020/21 der kreative Motor des späteren Meisters EV Zug. Mit 47 Assists stellte er einen Karrierebestwert auf und wurde Ligatopscorer. Der Tscheche verband Technik, Spielverständnis und Führungsqualität auf höchstem Niveau. Seine Vorlagen ebneten dem EVZ den Weg zum zweiten Meistertitel der Klubgeschichte.
Als Verteidiger 48 Assists zu liefern, dieses Kunststück gelang Henrik Tömmernes 2021/22. Er war der offensivstärkste Blueliner der Liga und wurde verdient zum besten Verteidiger der Saison gewählt. Mit seiner Übersicht dirigierte er Genfs Spiel aus der Tiefe. In puncto Assists war es seine beste Einzelspielzeit und die drittbeste Assist-Saison eines Spielers in den vergangenen 16 Jahren. Ein Jahr später war Tömmernes eine Schlüsselfigur bei Genfs erstem Meistertitel der Vereinsgeschichte.

Linus Omark begeisterte 2012/13 mit 52 Assists in nur 48 Spielen. Der schwedische Techniker war Topscorer der Liga und kreierte Chancen am Fliessband. Zwar blieb der Titel mit Zug aus, doch Omarks Spielmacherqualitäten waren unbestritten. Es war die persönlich produktivste Regular Season auf Schweizer Eis.
In der Saison 2015/16 setzte der Zuger Importspieler Pierre-Marc Bouchard mit 55 Assists die Bestmarke der letzten 16 Jahre und die viertbeste Saison allzeit. Der Kanadier dominierte das Spiel mit Tempo, Vision und Präzision. Als Ligatopscorer und MVP war er das Gesicht der Regular Season. Bitter: In den Playoffs war für Zug trotz seiner Glanzleistungen früh Schluss, denn gleich mit 0:4 ging man in der Serie gegen den HC Lugano unter. Nach der Saison 2015/16 erklärte Bouchard seinen Rücktritt vom Profi-Eishockey. Ausschlaggebend waren gesundheitliche Gründe, insbesondere das Risiko weiterer Gehirnerschütterungen, das er nicht länger eingehen wollte.

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