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Ein von Kanadiern dominiertes Ranking beinhaltet gleich vier Schweizer

Meiste Strafminuten in einer Saison seit 2010

Jahr für Jahr gibt es einen oder zwei Rüpel, die unfassbar viele Strafminuten sammeln. In der vergangenen Saison war dies Lausannes Aurélien Marti mit 84 Minuten, schaut man auf die letzten 15 Jahre, schafft er es aber bei weitem nicht in die Top-10.

Wir haben bei EliteProspects die letzten 15 Jahre analysiert. Dass die Grenze vor 15 Jahren gezogen wurde, liegt unter anderem daran, dass das Ranking zuvor relativ langweilig aussah. Viermal Todd Elik und zweimal Shawn Heins in den Top-6, das wäre uns zu einfach.

10. Timo Helbling - damals HC Fribourg-Gottéron

Wenig Strafen hat der Mann aus Jona eigentlich nie gesammelt. Immer wieder war er einer der meist-bestraften Spieler, eine Saison vor unserer Auflistung hätte er gar 168 Strafminuten gesammelt. In der Saison 2013/14 waren es bei ihm dann im Dress der Drachen 116 Strafminuten, womit er gleich viele gesammelt hat, wie der Franzose Johann Morant, der in der Saison 2015/16 für den EVZ allerdings ein Spiel mehr auf dem Buckel hatte.

9. Beat Forster - damals HC Davos

Ebenfalls bei 116 Strafminuten stand der HCD-Junior in der Saison 2015/16. Tatsächlich war dies aber nicht seine "böseste" Saison. Im Dress der ZSC Lions hatte er nämlich 2006/07 119 Minuten gesammelt, eine Saison später dann gar 136. Er war für kernige Checks bekannt, ging dabei aber immer wieder einen Schritt zu weit.

8. Jim Slater - damals HC Fribourg-Gottéron

Als Star aus der NHL kam Slater 2015 in die Schweiz, spielte hier zuerst für Genève-Servette. Nach zwei Jahren Genf wechselte er in der Westschweiz weiter zu Fribourg, wo er mit über 30 Punkten brillieren konnte. In der Saison 2018/19, die gleichzeitig die letzte seiner Karriere war, waren es aber nicht nur 31 Punkte, sondern auch gleich 117 Strafminuten. Dass er ein Raubein sein kann, zeigte der Amerikaner übrigens schon bei den Junioren, als er in der NAHL einmal 129 Strafminuten sammelte.

7. Thomas Rüfenacht - damals EV Zug

Dieser Mann ist vor allem durch seinen unbändigen Willen und seine provokative Art beim SC Bern bekannt. Es ist kaum zu glauben, aber der heute 40-Jährige wurde in der Bundesstadt gar etwas ruhiger. Zu Beginn seiner NLA-Karriere war er stets fürs Grobe verantwortlich, hat in der Saison 2010/11 gleich 119 Strafminuten gesammelt. Vielleicht trifft es "klüger geworden" etwas besser als "ruhiger geworden", denn wie erwähnt war er auch in Bern Provokateur, wusste aber häufig, die Strafe irgendwie zu umgehen.

6. Shawn Heins - damals HC Fribourg-Gottéron

Obwohl wir nur 15 Jahre zurückgegangen sind, schafft es der Kanadier noch immer in diese Auflistung. 2010/11 sammelte er 121 Strafminuten. Tatsächlich war er in dieser Saison aber nicht die Nummer 1 der Liga, auch seine persönliche Bestmarke hat er nicht geknackt. 187 Strafminuten sammelte er 2006/07, in der Saison zuvor in Deutschland gar 196. In der IHL sammelte er 1997/98 bei den Kansas City Blades ganze 303 Strafminuten.

5. Andy Wozniewski - damals EV Zug

Wir kommen zum dritten Spieler in Folge, der es dank der Saison 2010/11 in diese Liste geschafft hat. Beim EVZ sammelte der Amerikaner mit 123 Minuten gar noch vier Strafminuten mehr als Rüfenacht. Der Amerikaner hat mehrere NHL-Spiele absolviert, auch immer mehrere Strafminuten gesammelt. So viele wie in Zug sammelte er aber zuvor nie, auch nachher in München gelang ihm dies nicht mehr.

4. Victor Stancescu - damals Kloten Flyers

Nein, hier ist uns kein Fehler unterlaufen, zu der Zeit, als der Schweiz-rumänische Doppelbürger in der Flughafenstadt sein Unwesen trieb, hiess der Verein noch offiziell Kloten Flyers. Der Captain verteidigte in der Saison 2012/13 seine Teamkollegen wie es nur ging und wurde dafür insgesamt für 126 Minuten auf die Strafbank geschickt. Übrigens war in der "Rüpelsaison" für dieses Ranking nur Rüfenacht jünger als Stancescu damals.

3. Chris DiDomenico - damals SCL Tigers

Natürlich darf in dieser Liste auch der gefürchtete "DiDo" nicht fehlen. Auf keinen Spieler trifft "zwischen Genie und Wahnsinn" wohl besser zu als auf den heutigen Ambri-Stürmer. In der Saison 2018/19 toppte er die Werte von Jim Slater gar noch, sammelte 134 Strafminuten. Damit aber nicht genug: die Emmentaler erreichten in dieser Saison die Playoffs, wo er in sieben Spielen weitere unglaubliche 52 Strafminuten sammelte.

2. Alexandre Picard - damals Genève-Servette HC

Obwohl der Kanadier in der Saison 2013/14 gleich neun Partien verpasste, verpasst er die Spitzenposition in diesem Ranking nur knapp, hat also pro Spiel die meisten Strafminuten kassiert. Stolze 148 Minuten verbrachte der damals 29-Jährige in der Kühlbox und damit so viele, wie zuletzt in den Junioren in der QMJHL (160). Danach erreichte er diesen Wert nie mehr.

1. Eric Fehr - damals Genève-Servette HC

Auch der Spitzenreiter, wenn es um Strafminuten in einer Saison seit 2010 geht, spielte damals beim GSHC. Sein Wert kam dabei eher überraschend. Zwar holte er sich als Junior in der WHL immer wieder mehrere Strafminuten, in seiner NHL hat er sich aber beruhigt und hatte häufig ungefähr so viele Strafminuten wie Spiele. Auch in seiner ersten Saison nach dem Wechsel in die Schweiz war dies so, dann hat er in der Saison 2020/21 mächtig zugeschlagen, gleich 153 Strafminuten gesammelt.

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2025-07-01 12:00:47