Nach der WM ist, zugegeben etwas weit, vor dem Saisonstart in der National League. Nach der WM bedeutet aber auch für einige Spieler, dass sie sich langsam um ihre Zukunft kümmern sollten. Während die vertragslosen Spieler aus der Schweiz längst bekannt sind, haben wir einen Blick über die Landesgrenzen geworfen und ein paar Spieler rausgesucht, die für die National-League-Sportchefs durchaus interessant werden könnten.
Unsere Suche basiert hierbei auf jenen Spielern, die laut eliteprospects.com als 'Free Agents' zählen. Wir stellen euch zehn interessante Namen vor und werden danach weitere spannende Namen auflisten. Diese kommen teilweise aus deutlich schwächeren Ligen, wodurch ihre Werte sehr schwierig einzuschätzen sind.
Dieser Name dürfte den meisten Schweizern mittlerweile bekannt sein. Im Halbfinale der WM öffnete er mit seiner Strafe das Tor zu einem weiteren Schweizer Tor, hat sonst allerdings mit sieben Punkten auf sich aufmerksam gemacht. Auch in der SHL lief es ihm ganz akzeptabel. In 51 Punkten konnte er 29-mal punkten, schoss dabei zwölf Tore. Es ist zwar fraglich, ob er sich mit der Rolle in der dritten Linie zufrieden geben würde, doch eigentlich wäre er perfekt dafür.
Auch diesen Namen kennt man in der Schweiz bestens. Der 32-Jährige spielte in der Saison 2023/24 beim HC Lugano und wusste mit 26 Punkten aus 39 Spielen eigentlich nicht schlecht zu überzeugen. 26 Scorerpunkte hat der Kanadier auch in dieser Saison gesammelt, allerdings in nur 33 Spielen. Für einen Verteidiger tolle Werte, er wäre sicherlich für das ein oder andere Team eine gute Verstärkung.

Haltet euch fest: WM-Bronze mit der amerikanischen U18-Nationalmannschaft, Nummer 52 im NHL-Draft 2017 und erst 26 Jahre alt. Trotzdem hat Luke Martin noch nie in der NHL gespielt. Aufgrund seiner Statistiken in den letzten beiden Jahren ist es mehr als fraglich, weshalb ihm dieser Schritt nie gelungen ist. Der Verteidiger hat gerade eine Saison hinter sich, in der er in 49 Scorerpunkte in 60 Spielen sammelte, als Verteidiger. Man braucht es nicht weiter zu erklären, er wäre für fast alle NL-Teams eine starke Option.
Dieser Mann ist reif für den nächsten Schritt. Der 24-Jährige, der in der Offensive polyvalent einsetzbar ist, überzeugte im Nachwuchs lange Zeit nicht wirklich, weswegen er wohl auch nie gedraftet wurde. Vor drei Jahren machte er den Schritt aus der HockeyAllsvenskan in die SHL, wo er aber seine Mühe hatte. Seit seinem Wechsel in die finnische Liiga sind seine Leistungen aber explodiert. 44 Punkte aus 57 Spielen sind ein guter Beweis dafür, dass Wernblom im Profihockey angekommen ist.
Der Grund, weshalb der Amerikaner in dieser Liste zu finden ist, ist sein Name. Wer könnte besser zum Eishockey passen als ein Kuhlman? Natürlich ist dies nicht der Grund, sondern seine starken Leistungen in der vergangenen Saison. Der 29-Jährige hat immerhin 147 Spiele in der NHL auf dem Buckel, stand an der WM 2022 gar im Kader der Nationalmannschaft. In der abgelaufenen Saison sammelte er 46 Punkte in der Regular Season und zeigte mit dem A auf der Brust, dass seine Worte in einer Mannschaft Gewicht haben.
Es wäre ein grosser Name, der in die National League wechseln würde. Der 32-Jährige ist im besten Hockeyalter, ob er als Russe allerdings die KHL verlassen wird, muss bezweifelt werden. Für eine Menge Spektakel würde er auf jeden Fall sorgen, schliesslich hat er in der abgelaufenen Regular Season in 68 Spielen 69 Punkte gesammelt. Die meisten kennen Gusev allerdings wohl eher aus seiner Zeit in der NHL. 2019/20 beispielsweise sammelte er für die New Jersey Devils in 66 Spielen 44 Punkte.

An die Werte von Gusev kam der Kanadier in der abgelaufenen KHL-Saison logischerweise nicht heran. Seine 64 Punkte in 71 Spielen, inklusive Playoffs, sind aber mindestens so hoch zu werten, denn der 29-Jährige ist ein Verteidiger. Niemand aus der Liga toppte die 45 Assists, die Murphy in dieser Saison abgeliefert hat. Er hat einen interessanten Weg hinter sich, spielte in der AHL und kam auch zu acht Einsätzen in der NHL. Nun steht er allerdings vor einer ungewissen Zukunft.
Aus der tschechischen Liga gibt es für einmal nicht sehr viele vertragslose Spieler, die tatsächlich interessant werden könnten. Die tschechische Liga hat durch Rückkehrer wie Roman Cervenka oder Michael Spacek wieder viel an Qualität gewonnen, die Spieler scheinen sich längerfristig wohl zu fühlen. Tarmo Reunanen wollten wir euch aber nicht vorenthalten. Der finnische Verteidiger hat in seiner Karriere auch vier NHL-Spiele absolviert, konnte zuletzt in Tschechien mit 32 Punkten glänzen, wovon gleich 27 durch Assists zu Stande gekommen sind.
Ausgebildet in der Heimat Winnipeg, machte der mittlerweile 32-Jährige seinen Weg über verschiedene amerikanische Ligen und die AHL. Später war er in der KHL, der Liiga, der tschechischen und slowakischen Extraliga, bevor er 2021 den Weg nach Deutschland fand. Dort wusste er seither zu überzeugen und hat über vier Saisons fast einen Schnitt von einem Punkt pro Spiel. Mit seiner Geschwindigkeit und seinen Qualitäten auf verschiedenen offensiven Positionen würde er sicherlich dem ein oder anderen Team in der NL helfen.
Einen ähnlichen Weg wie O'Donnell ging auch Grenier. Aus dem für sein AHL-Team bekannten Laval fand er nach mehreren AHL-Teams und neun NHL-Spielen allerdings direkt nach Deutschland und übrigens auch in die Schweiz. Zuerst war er leihweise bei Lausanne, danach für etwas mehr als ein Jahr zu den SCL Tigers. Seine einzige vollständige Saison dort hatte es in sich, 48 Punkte aus 47 Spielen waren seine Visitenkarte, die er hinterliess. Mit 59 Punkten in 58 Spielen, inklusive Playoffs, wusste er auch in der abgelaufenen Saison zu überzeugen.
SHL
In der schwedischen Liga gibt es unzählige Spieler, die für die National-League-Teams interessant werden könnten. Wir nennen nur drei Spieler, die definitiv das Zeug dazu hätten, die Schweizer Liga zu rocken. Übrigens war auch Linus Omark einer der überragenden Spieler, hat allerdings angekündigt, dass er nicht in die Schweiz zurückkehren wird.
Liiga
Ähnlich wie in Schweden sieht es auch in Finnland aus. Hier gibt es zwar wenige in der Schweiz bekannte Gesichter, aber nicht weniger an Potenzial und Fähigkeiten. In Finnland sind die Schweizer Teams ja in der Vergangenheit immer wieder erfolgreich gewesen. Ryan Lasch hat zwar Schweizer Vergangenheit, ihn liessen wir aber aufgrund seiner bereits 38 Jahre mal aussen vor.
Metal Ligaen
Hier kommen wir zur ersten Liga, die schwierig einzuschätzen ist, allerdings nicht unbedingt missachtet werden sollte. Womöglich gibt es in Dänemark noch einige Diamanten zu schleifen, wir trauen diesen Schritt drei Spielern zu.
Eliteserien
Ähnlich sieht es in Norwegen aus. Die Liga stellt allerdings Jahr für Jahr ein Team in der Champions Hockey League, immer wieder straucheln die grossen Favoriten im hohen Norden. Daran, dass auch die norwegische Liga immer mehr an Stellenwert gewinnt, liegt auch an folgenden fünf Spieler.
KHL
Sehr viele Hockeyfans behaupten, die hauptsächlich russische Liga habe seit dem Ukraine-Konflikt an Qualität verloren. So wirklich beweisen kann dies allerdings niemand, man verfolgt die Liga schliesslich nicht mehr wie früher. Es dürfte auch dort noch einige interessante Spieler geben, dazu gehören nicht nur Russen.
Tschechische Extraliga
Wie bereits oben erwähnt, gibt es in Tschechien für unsere Löwen, Bären und Drachen nicht unbedingt viel zu wildern. Trotzdem haben wir neben Tarmo Reunanen noch drei Kandidaten, McIsaac hat dabei sogar schon in der Schweiz gespielt.
Slowakische Extraliga
Auch wenn die Liga den gleichen Namen trägt, ist sie nicht annähernd mit jener des Nachbarlandes zu vergleichen. Auch hier gilt aber, trotzdem ein Auge auf die Liga zu werfen, denn die Werte einiger Spieler sind beeindruckend.
Swiss League
Nicht nur im Ausland gibt es für die Schweizer Teams interessante Namen. Auch in der Swiss League tummeln Spieler rum, die für einen nächsten Schritt in die National League bereit wären. Neben Verstärkungsspielern wie Toms Andersons gibt es da noch einige weitere.
DEL
Vor einigen Jahren genoss die deutsche Eishockeyliga noch nicht die grosse Popularität. Durch die Erfolge der NHL-Söldner und der Nationalmannschaft gewann Eishockey bei unseren nördlichen Nachbarn aber extrem an Stellenwert. Auch die Imports werden immer prominenter.
ICEHL
Die österreichische Liga ist für die meisten Fans einfach nur mit Österreich verbunden. Es gibt dort allerdings noch mehr Teams aus Italien, Slowenien oder Ungarn. Fast schon bemerkenswerter sind die Werte derer Spieler, die eben genau in diesen Teams spielen, die im Kampf um den Titel selten ein Wort mitzureden haben.
Weitere Ligen
Es gibt natürlich noch einige Ligen mehr in Europa, so wirklich konkurrenzfähig sind diese allerdings nicht. Aus der Alps HL gäbe es beispielsweise Adam Capannelli, Vlastimil Dastalek oder Eric Hjorth, die alle über einen Punkt pro Spiel gemacht haben.
In Frankreich war Alexis Binnen als Verteidiger mit der gleichen Pace unterwegs, Jan Dufek und Alexandre Mallet haben aber noch mehr Punkte. In Grossbritannien brillierte Chase Gresock mit 62 Punkten aus 54 Spielen. Dass diese Spieler in der Schweiz eine Chance haben werden, ist allerdings mehr als unwahrscheinlich.
Da bleibt nur noch ein Spieler, den wir gerne erwähnen würden. In der belgisch-niederländischen Liga gibt nämlich der belgisch-kanadische Doppelbürger Bryan Kolodziejczyk Gas. In seinen letzten fünf Saisons realisierte er stets klar über zwei Punkte pro Spiel, 65 Punkte in 30 Spielen waren es diese Saison.
Nun haben wir praktisch alle europäischen Ligen angeschaut. Abseits der NHL gibt es in Nordamerika ja aber bekanntlich auch noch die AHL, wo immer wieder Spielern der letzte Schritt nicht gelingt. Einer davon ist Matej Blümel. Zwar durfte er auch schon in 13 NHL-Spielen mittun, mehr aber trotz 72 Punkten in 67 Spielen in dieser Saison noch nicht. Mit 24 Jahren wäre der nächste Schritt langsam zeitig, die National League könnte als Sprungbrett dienen.
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